Text:
Thomas Vorreyer

Das Beste auf YouTube und der Welt: Seit einem Jahr bereichert die Seite Network Awesome das Netz und sorgt tagtäglich für ein interessantes Fernsehprogramm. Morgen wird das Jubiläum mit Chuckamuck, Monsieur Bonaparte und einem Greatest Hits-Screening in Berlin gefeiert. Spex verlost Plätze.
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Thomas Vorreyer

Ehre, wem Ehre gebührt: BONAPARTE haben endlich ihren ersten Konzertfilm! 0110111: Quantum Physics & A Horseshoe zeigt das gesamte Anarcho-Maskeraden-Spektakel live mitten in Berlin. Heute ist das Werk den ganzen Tag über im Stream zu sehen.
Text:
Daniel Fersch
Wenn der diktatorische Entertainer Tobias Jundt ab sofort mit seinem rockenden und ravenden Zirkus-Ensemble Bonaparte durch das Spex-Verbreitungsgebiet tourt, dann tut er dies mit einen mindestens genauso extrovertierten Alleinunterhalter als Aufwärm-Kommando an seiner Seite. Jason Forrest heißt der in Berlin ansässige Exil-Amerikaner, der seit Jahren unter seinem bürgerlichen Namen und als DJ Donna Summer die Tanzflächen mit anarchischem Breakcore-Pop zerlegt.
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Michael Lutz
Mit schweißtreibendem Einsatz domptiert Tobias Jundt sein in Anzahl und Form ständig changierendes Kollektiv über die Bühnen des Landes. Moment mal, ›sein‹ Kollektiv? Jawoll, denn Jundt bezeichnet sich selbst als »verantwortungsbewussten Diktator« – ein Widerspruch, der für den Bonaparte-Vorstand allerdings gar keiner ist. Denn es gibt in dieser Band weder Ideal noch Demokratie, dafür aber einen unbezwingbaren Willen zum Wahnsinn und jede Menge bunter Zirkusgarderobe. Im April kann man sie ein letzte Mal mit dem Album »My Horse Likes You« live sehen.
Text:
Martin Eiberle
Nächste Woche geht das Spektakel wieder los: Erneut findet in Berlin die Modemesse Bread & Butter statt. Abseits der Ausstellungsfläche präsentiert die Bread & Butter (BBB) ihren Besuchern und Modeinteressierten Zaungästen ein vielfältiges Programm mit Showcases der Fashion-Punkband Bonaparte, schweißtreibendem Schachboxen, einer Douglas Kirkland-Ausstellung und natürlich zahlreichen Messeständen mit den Saisonhighlights der kommenden Herbst-/Winter-Kollektionen. Ein weiterer Höhepunkt im Veranstaltungszeitraum außerhalb des offiziellen Programms ist eine Ausstellung mit Arbeiten des Fotografen Juergen Teller.
Text:
Walter W. Wacht
Eine kurze Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse: Auf dem Bonaparte-Album »My Horse Likes You kollaborierten sie mit Tobias Jundt bei dem Stück »Orangutang«, eine Fortsetzung gab es in Form eines gemeinsamen Live-Sets im Rahmen des Melt! Festivals. Ihre Zusammenarbeit mit Thom Yorke bei dem Track »The White Flash« wurde von Robag Whrume geremixt auf Freude am Tanzen veröffentlicht. Am 28. September spielen sie mit Sascha Ring als Moderat in der Volksbühne Berlin. Und ihre »Body Language«-Compilation ist nun auch beinahe wieder ein Jahr alt. Zeit für Neuigkeiten in Sachen Modeselektor also: Auf ihrem Label Monkeytown Records erscheint im November der erste Teil der »Modeselektion«-Reihe, dazu bringen sie das Setup für einige Live-Shows in deutsche Clubs.
Text:
Walter W. Wacht
Zuweilen scheinen Musikvideos vielschichtiger und hintergründiger angelegt, als man auf den ersten Blick meinen mag. Wo man im neuen Clip zu Bonapartes »Boycott Everything« der Agentur Pfadfinderei ein beliebig angelegtes und mit Bildmontagen arbeitendes No-Budget-Video zu sehen glaubt, widerspricht ihr Label Staatsakt mit einem Augenzwinkern.
Text:
Walter W. Wacht
Wenn am Freitag das Kölner Gloria seine Türen für Spex Live öffnet, dann sollten all jene, die sich für Synthie-Pop-Legenden erwärmen, ganz vorne in der Warteschlange stehen. Als Special Guest konnten wir niemand geringeres als O.M.D. (Orchestral Manoeuvres In The Dark) gewinnen, die man ohne groß zu übertreiben in einem Atemzug mit Kraftwerk, The Human League, KLF, Mike Oldfield, ABC und den Pet Shop Boys zu nennen hat. Für Spex Live werden Andy McCluskey und Paul Humphreys ein exklusives, halbstündiges Laptop-Live-Set spielen, im Spex-Interview erinnerten sie sich an ihre letzte Show in Köln.
Text:
Max Dax
Liebe Leserinnen und Leser,
1. SEX Herr Bonaparte: »Eigentlich geht es um Sex. Ganz wilden, animalischen Sex.« Jens Balzer: »Ich hatte es für eine Parabel auf die moderne Industriegesellschaft gehalten.« Herr Bonaparte: »So kann man es auch sehen.« Oder, acht Seiten zuvor, Jake Shears von den Scissor Sisters im Spex-Gespräch mit Sebastian Hammelehle: »Ich habe früher viele Wohnungen mit sehr vielen Strichern geteilt. Ich habe kein Problem mit Prostitution. Ich respektiere diesen Job. Als Popstar verkauft man sich ja auch, das meine ich gar nicht negativ – es ist vielleicht eher eine mentale Prostitution auf der Bühne, aber die Leute kommen ja doch auch, um meinen Körper zu sehen. In den besten Momenten unserer Konzerte habe ich mich immer als Prostituierter gefühlt.« (Vgl. auch: 4. Vampire.)
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 | 18.06.2010 11:13
Text:
Walter W. Wacht

Noch mehr Freakout, noch mehr Ekstase. Anfang Juni erscheint mit »My Horse Likes You« das zweite Studio-Album des aus Berlin operierenden ADHS-Pop-Kollektivs Bonaparte. Und wie schon auf ihrem Debüt »Too Much« geben sich die Musiker um Sänger und Frontmann Tobias Jundt auf »My Horse Likes You« desinteressiert an Stillstand, Coolness und Benimm – stattdessen wurde das Lo-Fi-Punk-meets-Zirkus-Konzept nochmals weiter ausgebaut. Am vergangenen Freitag veröffentlichten Bonaparte ihre neue Single »Computer in Love«, dazu gibt es außerdem ein Musikvideo.
Text:
Walter W. Wacht

Im Januar waren wir in Hamburg, im Mai findet zum zweiten Mal ein Club-Abend in Berlin statt und nun besucht Spex mit der Veranstaltungsreihe Spex Live auch endlich wieder Köln. Am 25. Juni bringt die Berliner Spex-Redaktion drei Live-Acts ins Kölner Gloria Theater, einem furiosen Wochenendauftakt der c/o pop steht mit den Konzerten von Robyn, Bonaparte und Caribou am Freitagabend wohl nichts mehr im Weg.
Text:
Michael Lutz

Die
c/o pop ist in ihrem sechsten Jahr zu einem der wichtigsten internationalen Branchentreffen der Musik- und Entertainmentindustrie geworden – weshalb in Köln keine Sau mehr der alten Popkomm nachheult. Auch die sinnvolle Aufteilung in Convention und Festival überzeugt nach wie vor, denn obschon bei der Tagung, dem ›ernsten‹ Teil der Veranstaltung, wieder die übermächtigen Probleme im Vordergrund stehen werden, so hat man doch an jedem Messetag auch die Möglichkeit, bei den vielen Konzerten und DJ-Sets gehörig freizudrehen.