Text:
Walter W. Wacht

Gewalt und Unterdrückung waren zuletzt die beliebtesten Themen provokanter Musiker und Regisseure: Ob Justice und M.I.A. mit Romain Gavras oder Tricky mit Fleur & Manu – die jeweiligen Musikvideos setzten sich mit gesellschaftlichen wie staatlichen Gewalttendenzen auseinander – oder provozierten durch gewalttätige Bilder. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch die britische Dubstep-Supergruppe Magnetic Man – wenn auch mit anderem Ausgang.
Text:
Walter W. Wacht

Gleich in doppelter Hinsicht interessant ist das neue Musikvideo zu Bengas »Baltimore Clap«: Während der Track selbst bzw. das Storytelling der Clap, einem der maßgeblichen Klänge einer jeden Elektro-Produktion, Tribut zollen, verweist der Animationsstil des Videos auf Street Art und Characterdesign. Der schwedische Illustrator und Filmemacher Kristofer Ström zeichnet dabei als Art Director verantwortlich für beide Schwerpunkte.
Text:
Christoph Braun

Hits zum Mitpfeifen, schichtenreich grundiert: Gab es eigentlich jemals, an irgendeinem Ort auf diesem Planeten eine Party, die irgendwas mit Bässen zu tun hatte - und es lief kein Stück von
Benga. Wetten, nicht...! Der Coulsdoner aus der ersten Dubstep-Generation hat zu Beginn des Jahres mit seinem »Diary Of An Afro Warrior« ein Stück Souveränität herausgehauen. Ein unaufgeregter, und doch vom Fieber befallener Entwurf Hardcore Continuum Music. Oder, wie Davide Bortot in seiner
Rezension in Spex #314 schrieb:
Text:
Davide Bortot

Die anhaltende Aufregung um Dubstep ist vor allem Ausdruck einer jahrelangen, nun endlich gestillten Sehnsucht nach Neuem, nach dieser einen überraschenden Wendung zwischen minutiös frisierten Disco-Nachbauten und dem nächsten 57-Stunden-Set deines Lieblings-Minimal-Typen. Wann hat man schon zum letzten Mal miterleben dürfen, wie sich zumindest ein überschaubarer Haufen ...
Erschienen in SPEX #314 05-06.2008 | 13.03.2008 00:00
Text:
Davide Bortot

Entstanden als begrifflicher Notnagel im steten Fluss der britischen Breakbeat-Evolution, hat das Fantasiekonstrukt Dubstep mittlerweile ein beachtliches Eigenleben entwickelt. Grime-MCs fallen rudelweise über Benga & Cokis Spätsommerhymne »Night« her, jeder halbwegs ambitionierte Techno-DJ brüstet sich mit mindestens einer DMZ- oder Hyperdub-Maxi in seiner Kiste, k& ...
Erschienen in SPEX #312 01-02.2008 | 02.11.2007 00:00
Text:
Christoph Braun

Schwer was los in Sachen Dubstep und Dark Grime macht von Berlin aus zur Zeit das
Freak Camp. Das sind so Leute, bei denen pumpt dort ein Subbass, wo bei gewöhnlichen Menschen ein Herz schlägt. Hier ein kleiner Ausriss: Am Samstag, den 29.09. splittet sich das Camp. Der Mit-Organisator und VJ des Kollektivs Bizzy Bossy gibt nicht zu irgendeinem Anlass sein DJ-Debüt, sondern zum Konzert des
Tied & Tickled Trio im Festsaal Kreuzberg. Am selben Tag begeben sich die Freak Camp-DJs Danny Bwoy und 2krazy nach London, wo sie auf der zweiten Ausgabe der »Dubstep Changed My Life«-Party auflegen.