Ja, Panik
Alles hin, hin, hin
Text: Max Dax, Walter W. Wacht
Nach den auf Spex.de bereits thematisierten jüngsten Schritten der österreichischen Gruppe Ja, Panik folgt nun das Musikvideo zur ersten Single: »Alles hin, hin, hin« stellten Ja, Panik ein Manifest voran, das, zwischen Größenwahn und Grundehrlichkeit oszillierend, die eigenen Produktionsweisen offenlegt. Gitarrist Thomas Schleicher erklärt darin: »Wir sind reine Differenz. Die Substanzlosigkeit ist unsere Substanz. Der Mangel unsere glänzendste Eigenschaft. Wir werden rauben, stehlen, plündern, niedermetzeln. Wir werden nichts erklären, nichts begründen. Wir haben nichts anderes verloren als unser Interesse.«
Nach Konsum des rund zehnminütigen Manifests lässt sich die These aufstellen, dass Ja, Panik oder genauer gesagt: deren Sänger Andreas Spechtl seinen Distelmeyer gelesen hat. Man könnte außerdem anmerken, dass es Ja, Panik trotz ihres rasiermesserscharfen Sängers vermutlich schwerer haben werden, als es Jochen Distelmeyer je hatte, erst recht in diesen Zeiten der anhaltenden Krise der Musik und Zwischenmenschlichkeit.

Die wundervolle Band Ja, Panik hat eine Singlepräsentationsparty gefeiert und lässt uns mit einem kurzen Video an den Feierlichkeiten in einem Wiener Atelier teilhaben. »Alles hin, hin, hin« ist Vorbote des am 25.9. erscheinenden neuen Albums der Band, »The Angst and the Money«. Andreas Spechtl nahm sich heute Nachmittag kurz Zeit, einige Fragen zu dem Filmchen zu beantworten.





