Text:
Thomas Vorreyer

JA, PANIK gibt es nun auch für das Bücherregal. Gleich drei unterschiedliche Werke hat die Band vor Kurzem veröffentlicht. Das darunter vertretene Kochbuch(!) und die gesammelten Schriften der Band werden am Mittwoch in Berlin in einer interaktiven Kochshow-Lesung vorgestellt.
Text:
Thomas Vorreyer

Tolldreist! Zweigen JA, PANIK doch ein Stück der Jubiläumsverehrung von Nirvanas Nevermind für sich ab und veröffentlichen nahezu zeitgleich ihr neues Video Nevermind. Hier erleben wir die Band in ungewohnter Szenerie, Sänger Andreas Spechtl geriert sich mit ABC-Schützenheft in der Hand zum gutmütigen Band(en)vater. Mit Video und den kommenden Tourterminen.
Text:
Anne Waak, Ralf Krämer
Vor vier Jahren erschien Mädchenmusik, das Debütalbum der 1997 gegründeten Band BROCKDORFF KLANG LABOR, auf dem Hamburger Label ZickZack. Die Leipziger Nadja von Brockdorff, Sergej Klang und Ekki Ekk mailten ihren Song Festung Europa im Zuge des Protestsongaufrufs wenige Minuten vor Einsendeschluss an Spex. Die Jury wählte ihn zu ihrem Favoriten.
Erschienen in SPEX #333 07/08 2011 | 09.06.2011 14:00
Text:
Daniel Fersch
Man mag vom neuen Album von JA, PANIK halten, was man will - fest steht jedoch schon jetzt, dass DMD KIU LIDT gute Karten auf den Titel der meistdiskutierten Platte des Jahres hat. Und weil Ja, Panik auch auf der Bühne eine mehr als passable Figur machen, landet die Band nach ihrer unmittelbar bevorstehenden Tour vielleicht ja auch in den Jahresbestenlisten für Live-Auftritte ganz weit vorne.
Text:
Klaus Walter
DMD KIU LIDT wirft Fragen auf: 1.) Warum ist es nicht das Normalste der Welt, wenn eine Band, die aus dem Burgenland über Wien nach Berlin zieht, dort in einer WG lebt und deren Anglophilie ihrer Liebe zu Pop entstammt, sich in englischer und deutscher Sprache – in Germanaustriaenglish – artikuliert? 2.) Was ist eigentlich das Gegenteil von Einflussangst? Und 3.) Was ist überhaupt DMD KIU LIDT?
Erschienen in SPEX #332 05/06 2011 | 21.04.2011 10:30
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Walter W. Wacht
Als Kind der Neunziger führte kein Weg an Bud Spencer und Terence Hill vorbei. Wenn die nach Berlin quasi-emigrierten Österreicher Ja, Panik nun auf ihrem neuen Album »DMD KIU LIDT« die Zeile »I’m in trouble, trouble, trouble / deep, deep, deep trouble« texten und der Song auch noch »Trouble« betitelt ist, dann darf man ruhig mal an den Spaghetti-Klassiker »Troublemakers« von 1994 denken – auch wenn das eine inhaltlich bzw. als Referenz mit dem anderen nichts zu tun. Die neue Single von Ja, Panik kann man derzeit jedenfalls gratis als MP3 herunterladen.
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Michael Lutz
Seit sich die Lassie Singers Ende der Neunziger auflösten, wartete man auf ein Soloalbum von Christiane Rösinger. Dass es ewig dauerte, nämlich bis ins Jahr 2010, war schmerzlich, doch man ahnt den Grund, sobald man »Songs of L. and Hate« anhört: So viel Defätismus auf zehn Lieder verteilt, das wirft man nicht einfach so auf’s Blatt, nein, das muss reifen. Nun spielt sie gemeinsam mit Ja, Panik-Sänger Andreas Spechtl in Deutschland und Österreich.
Text:
Walter W. Wacht

Nach ihren furiosen Alben »The Taste and the Money« und »The Angst and the Money« veröffentlicht die Gruppe Ja, Panik in diesem Jahr ihr insgesamt viertes Album. Dessen Titel hätte so naheliegend lauten können: »The Money and the Money« – was man nach dem enormen Popularitätsgewinn der mittlerweile komplett nach Berlin übergesiedelten österreichischen Gruppe als netten selbstironischen Kommentar hätte verstehen können. Glücklicherweise waren Ja, Panik aber nie die eindimensionale, berechenbare Band, wie es sie im deutschsprachigen Raum so oft gibt. Der Titel ihres neuen Doppelalbums lautet daher kryptisch: »DMD KIU LIDT«.
Text:
Walter W. Wacht
Obacht: Referenzalarm! Binnen weniger Wochen erscheinen Tonträger verschiedener für den Musikbetrieb Deutschland prägender Musiker, die auf die eine oder andere Weise in mehr oder weniger direktem Zusammenhang stehen: Klotz+Dabeler, Christiane Rösinger, Jens Friebe.
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Wibke Wetzker

Hans Unsterns Album »Kratz Dich raus« zeichnet sich jetzt bereits als ernstzunehmender Kandidat für das beste deutschsprachige Album des weiterhin jungen Jahres ab, am heutigen Montag sowie am Dienstag stellt Unstern die Platte mit Konzerten auf der Bühne Berliner Bimah Theater vor. Wibke Wetzker hat ihn per E-Mail zu seinem Live-Konzept und seinen jüngsten Karriere-Windungen befragt, das Album kann man vorab in Gänze streamen und zudem gibt es ein neues Musikvideo zu »Ein Coversong«.
Text:
Walter W. Wacht
Vor zwei Jahren waren sie zwar aufgeladen, aber noch nicht bereit*: Im Bang Bang Club Berlin-Mitte standen Doctorella erstmals auf der Bühne, es ist die Band des Geschwisterpaars Sandra und Kerstin Grethers, die durch ihre frühere Autoren- bzw. Redaktionstätigkeit einen nicht unmaßgeblichen Teil der Spex prägten. Im Februar 2008 jedenfalls wollten sich die Grethers sowie ihr damaliger Bandkollege und Freund Jens Friebe mit ihrer ersten Show in der Öffentlichkeit präsentieren, was im Vorfeld der Show bizarre Blüten trug: Konzert ja, Kritik bitte noch nicht, notierte Jens Balzer damals in der Berliner Zeitung zu einem Telefonat mit Sandra Grether. Nun kann man davon halten was man will, festhalten lässt sich nur, dass Doctorella heute aufgeladener und bereiter denn zuvor sind: In Kürze wird ihre erste Single, bald auch ein Album erscheinen, am Samstag spielen sie ihre nächste Show.
Text:
Walter W. Wacht

Hieß es in der Titelgeschichte von Spex #322 noch, Ja-Panik-Sänger Andreas Spechtl habe »seinen Distelmeyer gelesen«, so muss man heute ergänzen: Ja, Panik haben ihren Distelmeyer gesehen. Ob als Cover, Hommage, Adaption oder Raubkopie – Wie auch immer man das neue Musikvideo zur zweiten Single »Pardon« der Gruppe Ja, Panik bezeichnen mag, es bleibt eine originelle Adaption von Jochen Distelmeyers letztem Clip »Lass uns Liebe sein«. Darin groovte Distelmeyer juvenil an der Seite einer Hiphop-Dance-Gruppe durch ein verspiegeltes Tanzstudio, wippte bei den Gesangseinlagen tänzelnd mit den Knien und reihte sich schlussendlich in die Choreografie der Tänzer ein. Wie sich die Bilder nun doch ähneln.