Auszeit bei Studio Ghibli

Die japanische Animationsfilmschmiede Studio Ghibli (Prinzessin Mononoke) wird nicht schließen, aber vorerst die Produktion von Filmen auf Eis legen.

»Was die Zukunft des Studio Ghibli betrifft, so ist es keinesfalls unmöglich, auf ewig Filme zu produzieren. Jedoch werden wir eine kurze Pause einlegen, um uns zu überlegen, wie es von hier aus weitergehen soll.« Das gab Toshio Suzuki, Manager von Studio Ghibli, im japanischen Fernsehen bekannt. Wegen eines Übersetzungsfehlers kursiert derzeit die Nachricht im Netz, Ghibli würde sogar definitiv schließen. Aus dem Studio rund um die beiden Regisseure Hayao Miyazaki und Isao Takahata stammen so fantasievolle Filme wie Prinzessin Mononoke, Das wandelnde Schloss oder Chihiros Reise ins Zauberland, für das man einen Oscar als bester Animationsfilm erhielt. Auch Miyazakis Sohn Gorō wurde hier später als Regisseur tätig. Das Studio Ghibli wird während der Produktionspause weiterhin mit einem verkleinerten Team als Dienstleister im Filmgeschäft bestehen bleiben. Außerdem wird man sich weiterhin um die Marken- und Nutzungsrechte kümmern.

Während der letzte Film des Studio Ghibli, Die Legende von Prinzessin Kaguya, seine Produktionskosten nicht mehr einspielen konnte, startete vor drei Wochen hierzulande das finale Werk von Hayao Miyazaki, Wie der Wind sich hebt, ebenfalls eine Ghibili-Produktion, in den Kinos. Für die Buchverfilmung Omoide no Marnie, die in Japan bereits anlief, gibt es noch keinen Starttermin.