Der Song, der in Vergessenheit geriet

Eindeutig unneindeutig, so klingt die Musik von Chaz Bundick alias Toro y Moi. Doch wenn der erst 23 Jahre junge Amerikaner diesen Sommer in Deutschland auftritt, kann man möglicherweise besser verstehen, was ihn umtreibt. Denn er selbst erklärt sich ungern, was es umso schwerer macht, seinen Popentwurf zu dechiffrieren. Durch die Verkettung mannigfacher Referenzen, die Jahrzehnte der Musikgeschichte umspannen – Shoegaze-Flächen und Hiphop-Samples, Bedroom-R&B und Synthesizer-Pop, verwaschene Keyboards und schillernder French House –, entstehen bei Bundick stabile neue Verbindungen. Dominikus Müller beschrieb es in der vergangenen Spex als »Musik aus dem digitalen Gondwana«. Toro y Moi erinnert atmosphärisch immer an ganz bestimmte Momente – an diesen einen Song, dessen Namen in Vergessenheit geriet.

    Während für den Winter schon sein zweites Album angekündigt wurde, erscheint am 20. Juli zunächst Toro y Mois neue Single »Leaving Everywhere« als 7"-Vinyl auf Carpark Records. Analog zum Song-Titel verlässt Bundick in Kürze seine Heimat, um vier von Spex präsentierte Live-Shows in Deutschland zu spielen.

 


STREAM: Toro y Moi – Leave Everywhere

Spex präsentiert Toro y Moi Live:
15.07. Berlin – Comet Club
02.08. Hamburg – Astra Stube
03.08. Frankfurt – Ponyhof
04.08. Nürnberg – K4

Foto: CC Carlos Solares / Flickr

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