SonyBMG mit Rechtsverletzung?

populärer werden und von einer stetig steigenden Zahl von Deutschen genutzt werden. Diese von SonyBMG, T-Online International AG und dem Euro Lab for Electronic Commerce & Internet Economics in Auftrag gegebene Studie analysiert ebenso die zukünftige Entwicklung der DSL-Verbreitung bis zum Jahr 2010.

Da solche Studien jedoch nicht nur von Fachleuten gelesen werden, sondern auch dem Thema "Online" weniger zugewandte Journalisten die Publikation verstehen sollen, benötigt eben diese Studie einen Glossar zu den Internet- bzw. Online-spezifischen Fachbegriffen. Und hier wird es interessant!

Nachdem bereits im August "Spiegel-Online" verdächtigt wurde, sich bei Wikipedia bedient zu haben musste nun auch bei "Deutschland Online 2" Schadensbegrenzung betrieben werden. Auch in diesem Fall hat man sich bei der offenen Online-Enzyklopädie Wikipedia Inhalt geborgt ohne vorher zu fragen. Was prinzipiell kein Problem darstellen würde, wäre Wikipedia nicht unter der GNU Free Documentation License geschützt, die eine kommerzielle Nutzung eindeutig untersagt. Des weiteren schmückte man sich bei "Deutschland Online 2" mit fremden Blumen: Die Quelle des Glossars wurde nicht genannt, der nahezu 1:1-Kopie jedoch ein eigenes Copyright angehängt. Schätzungen des Kefk Network zufolge wurden alleine in den Kefk-Stichproben der "Deutschland Online 2"-Studie rund 370 Urheberrechtsverletzungen ausgemacht, die sowohl in der Online- als auch Printpublikation auftauchten. Mittlerweile findet sich auf der Homepage von "Deutschland Online 2" ein Verweis auf Wikipedia (der die GNU-Bedingungen jedoch nicht vollständig erfüllt), die Printausgabe wird jedoch vermutlich unverändert bleiben.

Die Geschichte um diese Urheberrechtsverletzung wird begleitet von einem leichten Anflug von Ironie: Während einerseits geschützte Inhalte aus dem Internet kopiert werden, legt man auf der anderen Wert auf juristische Sicherheit. Das Problem um "Deutschland Online 2" liess sich mit einer kurzen E-Mail aus der Welt schaffen. Die von Labelgrößen wie SonyBMG, BMG Records, Universal Music, Edel Records, EMI Music oder Warner Music Group angestrengte Abmahnwelle wegen Urheberrechtsverletzungen im Internet gegen Privatpersonen wurde hingegen bis zum Ende durchgezogen.

Als vor knapp einer Woche die Studie "Deutschland Online 2" veröffentlicht wurde konnte man im (elektronischen) Blätterwald weitläufig nachlesen, dass Breitbandanschlüsse immer populärer werden und von einer stetig steigenden Zahl von Deutschen genutzt werden. Diese von SonyBMG, T-Online International AG und dem Euro Lab for Electronic Commerce & Internet Economics in Auftrag gegebene Studie analysiert ebenso die zukünftige Entwicklung der DSL-Verbreitung bis zum Jahr 2010.nnDa solche Studien jedoch nicht nur von Fachleuten gelesen werden, sondern auch dem Thema "Online" weniger zugewandte Journalisten die Publikation verstehen sollen, benötigt eben diese Studie einen Glossar zu den Internet- bzw. Online-spezifischen Fachbegriffen. Und hier wird es interessant!nnNachdem bereits im August "Spiegel-Online" verdächtigt wurde, sich bei Wikipedia bedient zu haben musste nun auch bei "Deutschland Online 2" Schadensbegrenzung betrieben werden. Auch in diesem Fall hat man sich bei der offenen Online-Enzyklopädie Wikipedia Inhalt geborgt ohne vorher zu fragen. Was prinzipiell kein Problem darstellen würde, wäre Wikipedia nicht unter der GNU Free Documentation License geschützt, die eine kommerzielle Nutzung eindeutig untersagt. Des weiteren schmückte man sich bei "Deutschland Online 2" mit fremden Blumen: Die Quelle des Glossars wurde nicht genannt, der nahezu 1:1-Kopie jedoch ein eigenes Copyright angehängt. Schätzungen des Kefk Network zufolge wurden alleine in den Kefk-Stichproben der "Deutschland Online 2"-Studie rund 370 Urheberrechtsverletzungen ausgemacht, die sowohl in der Online- als auch Printpublikation auftauchten. Mittlerweile findet sich auf der Homepage von "Deutschland Online 2" ein Verweis auf Wikipedia (der die GNU-Bedingungen jedoch nicht vollständig erfüllt), die Printausgabe wird jedoch vermutlich unverändert bleiben.nnDie Geschichte um diese Urheberrechtsverletzung wird begleitet von einem leichten Anflug von Ironie: Während einerseits geschützte Inhalte aus dem Internet kopiert werden, legt man auf der anderen Wert auf juristische Sicherheit. Das Problem um "Deutschland Online 2" liess sich mit einer kurzen E-Mail aus der Welt schaffen. Die von Labelgrößen wie SonyBMG, BMG Records, Universal Music, Edel Records, EMI Music oder Warner Music Group angestrengte Abmahnwelle wegen Urheberrechtsverletzungen im Internet gegen Privatpersonen wurde hingegen bis zum Ende durchgezogen.

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