Rilo Kiley, Video zu »The Moneymaker«

Wer das achtminütige Intro ignoriert, dem kann nicht wirklich geholfen werden: Rilo Kiley beleben mit ihrer neuen Single »The Moneymaker« das Konzept des Kurzfilms in der Musik. Das Musikvideo, der Song gegen Ende ist nur das Beiwerk, die wahre Geschichte wird vorne erzählt.
    Vielerorts wird das Video (bzw. erwähntes Intro des Clips) als »Porno-Casting« bezeichnet, als Fleischbeschau quasi, jedenfalls kaum als künstlerisch wertvoll. Dabei muss man fragen, wer eigentlich beschlossen hat, dass Porno-Darsteller nicht auch Intelligentes sagen können. Genau das tun sie nämlich in »The Moneymaker«: Tommy Gun, Hailey Young, Faye Runaway, Italia Christie und viele mehr kommen im Video zu Wort. Die erste Garde des – nun ja – »Erotikgeschäfts«, die über die Motivation zur Pornokarriere, über gescheiterte Partnerschaften, über Liebe, über das »Geschäft«, über Vertrauen und über die eigenen Zukunftspläne außerhalb der Szene spricht. Das mag nicht schockierend sein, es ist aber ein ungewohnter Einblick in eine Industrie, deren Protagonisten von der Öffentlichkeit oft genug als stupide Maschinen, nicht aber als wirkliche Menschen, Persönlichkeiten wahrgenommen werden.
    Und so wirkt auch ein Darsteller wie Tommy Gun, der nach eigener Aussage in um die 450 Filmen gespielt hat, mehr als menschlich wenn er feststellt: »I have all this. But what did it cost me? What did i sacrifice for this?«

Das »reine Musikvideo« von »The Moneymaker« vorneweg, die lange Fassung des Videos im Anschluss::


Rilo Kiley – Under The Blacklight (03:19 Min)

 


Rilo Kiley – Under The Blacklight (12:09 Min)

VIDEO: Rilo Kiley – The Moneymaker

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