Review: The Kooks Inside In/Inside Out

Die Kooks haben ein Problem. Ein Erektionsproblem. Denn genau das ist es, was auf ihrer ersten Single »Eddies Gun« thematisiert wird. Und nun in jedem Interview zur Sprache kommt. Denn was ist einfacher, als fehlende Reife an so einem Text festzumachen, zumal es mit der zweiten Single »Sofa Song« gleich eine weitere Perle gibt, die sich, was die Lyrics betrifft, ebenfalls recht gut im Oeuvre von Blink 182 machen würde – um sie dann dem kompletten Album zum Vorwurf zu machen.

    Was im Fall des Debüts der Band aus Brighton doch ziemlich deutlich als an ebendiesem Erektionsproblem herbeigezogen zu werten wäre. Denn musikalisch geht zumindest auf zwei Dritteln der Platte so ziemlich alles, was man sich von einer zeitgenössischen britischen Band, die sich als Popband versteht, nur wünschen kann. Was sehr pointiert daherkommt, wenn sie zwar rotzig, aber trotzdem leichtfüßig sind.

    Wenn dieses Niveau mit der zweiten Platte dann sogar auf Albumlänge gehalten werden kann und es Band-Beau Luke Pritchard bis dahin gelingen sollte, sich deutlich abseits von »American Pie« auf Motivsuche für seine Verse zu begeben, ich stünde als Apostel dieser frohen Botschaft Gewehr bei Fuß (geil eklige Kombi aus Bibel- und Kasernenhof-Slang, das soll mir erst mal jemand nachmachen).

LABEL: Virgin

VERTRIEB: EMI

VÖ: 24.03.2006

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here