Review: Sigur Rós Takk…

Sigur Rós gehören in dieser Zeitschrift mit Sicherheit zu den ganz wenigen Bands, die man niemandem mehr groß vorstellen muss, die als Phänomen quasi gesetzt sind und geliebt werden. Wenn es darum geht, missionierend in Worte zu fassen, was nur Tonträger (oder die raren Konzerte der Isländer) wirklich transportieren können, fallen dabei immer wieder Vokabeln wie Abaton, ätherisch, ausufernd, Charme, Dankbarkeit, Driften, Drone, Effekte, Elfen, Engelszungen, Energie, Entfernungen, Erdkruste, Esoterik, Expressionismus, Fantasiesprache, Flamme, Gefühle, Geheimnis, Geisteszustände, Gischt, Hopelandish, Inspiration, Impressionismus, irritierend, Island, Kairos, Kirche, klaustrophobisch, Koketterie, Konzentration, Kopfstimme, körperlich, Kunstpause, küssen, Landschaft, Länge, Licht, Liebe, Linearität, Lösung, Luft, monumental, Nieselregen, Ocean Of Sound, Orte, Pathos, Polysexualität, rätselhaft, Reykjavik, Sagen, salzig, Samt, schwarmartig, Siegesrose, sphärisch, Sonne, Streicher, Transparenz, Urgewalt, Wellen, Widderhoden, Wind, Wolken usw.

    Das ist auch diesmal wieder so. Nur werden Heerscharen von jubilierenden Menschen da draußen und hier drinnen diesmal auch davon reden, wie vergleichsweise leicht zugänglich dieses Album ist, wie es neben aller Monumentalität und den gewohnt langen Anläufen auch »rockige« Momente enthält, dicht wird und dir die Hand reicht, statt im Nebel zu entschwinden. Und sie werden vielleicht auch vom besten Sigur Rós-Album sprechen, zumindest dem besten dieses Jahrtausends. Und Recht haben. Uns bleibt da nur, ihnen ein vorsichtiges »takk« zu entgegnen. Was »danke« bedeutet – und dies hier auch aus ganzem Herzen meint.

LABEL: EMI

VERTRIEB: EMI

VÖ: 09.09.2005

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here