Verschwommene Bilder in verblassten Farben

2011 ist das Jahr, in dem Dubstep endgültig in den Mainstream ausbricht. Zeichnete sich schon im vergangenen Jahr mit den Alben von Mount Kimbie und Darkstar eine stilistische Öffnung ab, so beschleunigt sich die Popularität der ursprünglich hermetisch abgeriegelten Szene gewaltig: Britney Spears neue Single »Hold it Against Me« besticht durch einen gewaltigen Dubstep-Breakdown, eine Supergruppe wie Magnetic Man veröffentlicht ihr Album bei Sony Music und mit dem Dancepop-Projekt Modestep wurde kürzlich »der Basshunter des Dubstep« ausgerufen. Mit James Blake eröffnet zudem ein konsensualer wie berechtigter Hype das Pop-Jahr 2011.

Schon mehrmals wiesen wir auf Spex.de auf die frappierende musikalische Entwicklung des britischen Popmusik-Studenten hin, sein selbstbetiteltes Debüt folgt dieser Linie: Ein fragiles wie intimes Album ist Blake gelungen, neben der hübschen Oberfläche aus zartem Gesang und gefälliger Komposition wartet Blake allerdings auch mit Kanten auf: scheppernde Electronica und tiefe Bässe ziehen sich durch nahezu alle Stücke des Albums – Dubstep hallt allerdings nur noch in Andeutungen nach.

Das neue Musikvideo zu »The Wilhelm Scream« unterstreicht James Blakes Ausrichtung auf die Popmusik: Gezeigt werden keine abstrakten Motive, keine Handlung, keine Choreografie. Gezeigt wird der Künstler, und nur das. So wie seine Musik erlaubt sich aber auch der Clip abseitige Elemente: verschwommene Bilder in verblassten Farben.

Das Album »James Blake« erscheint am 4. Februar auf Atlas Records (Universal Music), über den untenstehenden Player kann man vorab einen elfminütigen Album-Sampler streamen. Mehr zu James Blake in der nächsten Ausgabe von Spex – ab dem 25. Februar am Kiosk erhältlich.

 


VIDEO: James Blake – The Wilhelm Scream


STREAM: James Blake – James Blake (Album Sampler)

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