Musik von morgen: Album-Vorabstream: LeRoy »Skläsh«

Foto: Ann-Sophie Wanninger

Smartes Wissen für SPEX.de-Leser: Die Entdeckung der Langsamkeit ist kein Roman, es ist eine LeRoy-Platte. 

Der Beipackzettel ist ein Warnzettel. »Skläsh ist eine Substanz. Schmeißt man sie ein, ist man drin«, heißt es in der P.S.-Zeile. Wie so oft umsonst durch die Promohülsen gekämpft, das hätten wir auch so gemerkt. Wer LeRoy anspielt, ist drauf.

Das heißt drin. LeRoy-Musik ist Raum-Musik. Das kann ein Hallraum sein, ein Zeitraum, ein logischer Raum, meist aber ein unlogischer, ein Zimmer, abgeschlossen, eigentlich eher unabgeschlossen, jedenfalls eines, in dem man Zeit verbringt, viel Zeit – ein Warteraum.

Leo Hopfinger, so der bürgerliche Name des Produzenten, Lieferanten maximaler Hit-Edits (Andy/Warhol und Quattro Stagioni) und Kopfkratzers, harrt aus. Schon beim Eröffnungsstück seines Solodebütalbums sieht man den Schirmmützenträger zwölf Minuten lang in die Trocknertommel seines Stammwaschsalons starren. Und das ist, der Mann warnt weiter, nur die Kurzversion.

Skläsh erscheint am 16. Oktober via Schamoni Musik. SPEX.de streamt das Album exklusiv in voller (wirklich voller) Länge vor dem Release und präsentiert das erste Video zur ersten LP – der Titel ist eine weitere Warnung für alle, die »mal schnell reinhören« wollen.

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