Mac DeMarco, der unwiderstehliche Slacker

Pepperoni Playboy

Mac DeMarco ist der »Pepperoni Playboy«, wie eine gleichnamige Dokumentation über ihn bestätigt.

Er hat dieses Gesicht. Man sieht es – und muss laut auflachen. Nichts gibt es, was man dagegen tun könnte. Diese prominente Alfred E. Neuman-Zahnlücke, diese verstrahlten Schelmaugen, perfekt bedeckt mit der schmuddeligen Trucker-Cappie. Beharrlich schräg, oftmals lächerlich, aber immer mit einer aufrichtigen und liebenswürdigen Art, wie Mac DeMarco sie auf seinen Alben 2 und Salad Days zu Genüge unter Beweis gestellt hat.

Darum macht es nur Sinn, dass nun der geballte Slacker-Charme auf 34 Minuten digitales Celluloid gebannt wurde und unter dem Titel Pepperoni Playboy läuft. Und natürlich ist das nicht etwa eine schnöde Documentary, nein, auch keine Mockumentary, sondern – wie auch sonst – eine »Macumentary«.

Verantwortlicher ist Videoregisseur Jon Leone, der unter anderem Videos für Animal Collective und Beach House in seiner Vita verzeichnen kann, und auch über Pepperoni Playboy legt sich ästhetisch so manch Dream Pop-Schleier. 

Wir begleiten den als Vernor Winfield McBriare Smith IV geborenen Sänger und seine Bandkumpels bei ihrer China-Tour, erhaschen einen Blick auf den von ihm selbst errichteten »Mac-Shrine«, verlieren uns in den Augen eines halbnackten DeMarco beim erotisierten Flipperspiel oder notieren uns seinen Tipps für aufstrebende Indierocker. Unterm Strich: ein polterndes Fest. 

Die erlernten Lektionen können dann am Freitag in Köln erprobt werden, wenn Mac DeMarco neben Goldfrapp, Jon Hopkins, Milky Chance und Vimes beim Electronic Beats Festival auftritt. Unsere Verlosung dazu läuft nur noch bis morgen.