Kleine Umbrüche: Kakkmaddafakka – Videopremiere »Young You« & Tourdaten

Das norwegische Gute-Laune-Kollektiv Kakkmaddafakka wird am 26. Februar sein drittes, schlicht betiteltes Album KMF veröffentlichen. Zuvor präsentiert SPEX das Video zum zweiten Vorboten »Young You« in der Premiere.

Seien wir doch mal ehrlich: Kakkmaddafakka waren noch nie Kritikerlieblinge. Das wird sich auch mit ihrer neuen Single nicht ändern. Zu simpel sind ihre Melodien, zu geradlinig die Verse, zu naiv die Texte und sowieso der ganze Ansatz. Für auf Progression getrimmte Ohren ist der aus einem Jugendzentrum in Bergen heraus entwickelte Piano-Powerpop eigentlich eine Beleidigung: Hooks, Melodien und Songstrukturen, die tausendmal gehört sind. Der Clou: das alles wirkt immer wieder.

Kakkmaddafakka sind vor allem eine Liveband, deren größte Stärke die Energie ist, die sie auf die Bühne bringt – Gehirn ausschalten, Kopfnicken, Mitgrölen. Talent, Massen mit Spaß an der Freude zu infizieren, kann Kakkmaddafakka nun wirklich nicht absprechen. Wer diese Truppe einmal live gesehen hat, wird bestätigen: verantwortlich für dieses Phänomen war vor allem der sogenannte »Kakkmaddachoir«, der sich aus euphorischen und stets gut gekleideten Tänzern zusammensetzte.

In diesen Kontext fügt sich die zweite Single »Young You«: dominiert vom bandtypischen Piano-Sound, ergänzt durch The-Whitest-Boy-Alive-Gedächtnis-Gitarrenmelodien, eine Boy-meets-girl-Geschichte und treuherzig-naiven Text. Verlässlichkeit ist auch eine Tugend. Und ganz beim Alten bleibt ja nicht alles. Der Sound ist in der Summe leicht entschleunigt, entspannter und vor allem melodischer als früher, dennoch hochgradig tanzbar. Eine Richtung, in die schon die Vorabsingle »Galapagos« wies.

Im April kommen Kakkmaddafakka auf Deutschland-Reise, um das neue Studioalbum KMF vorzustellen. Zugleich markiert die Tour mehrere Umbrüche innerhalb der Band um die Gründungsmitglieder Axel und Pål Vindenes. Zum einen wurde Freund und Wegbegleiter Erlend Øye in der Aufgabe des Produzenten abgelöst, der die letzten beiden Alben federführend betreute, zudem verabschiedet man sich vom Majorlabel. Zum anderen ist ein neuer Pianist dazugekommen, auf den »Kakkmaddachoir« wird dafür verzichtet. Was das für die Livequalitäten der Band bedeutet – let’s go and see.

Kakkmaddafakka live
05.04. Saarbrücken – Garage
06.04. Köln – Gloria
07.04. Leipzig – Täubchenthal
08.04. Erlangen – E-Werk
09.04. Berlin – Huxleys
11.04. Hannover – Faust
12.04. Wiesbaden – Schlachthof
13.04. München – Freiheit
14.04. Stuttgart – Im Vizemann
15.04. Heidelberg – Halle O2
16.04. Hamburg – Uebel & Gefährlich

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