Kein Bluff

Eigentlich waren die nuller Jahre für den Indierock ein ergiebiges Jahrzehnt. Doch was blieb, bei Lichte besehen? Vor allem ein beeindruckendes Missverhältnis von Quantität und Qualität. Die Bands, deren Namen heute noch geläufig sind und die mehr herausholten als bloß die verwischte Momentaufnahme ihres eigenen Einfluss-Overkills, sind schnell aufgezählt. Arcade Fire aus Montreal gehören zu den wenigen Hochinspirierten der Szene, und man darf ihnen durchaus zutrauen, auch in den Zehnern bedeutend zu bleiben.

Seit der Bandgründung verstehen sich Arcade Fire darauf, Rätsel aufzugeben und am eigenen Mythos zu basteln. Das fängt schon bei ihrer Informationspolitik an: Meistens verbreiten sich zuerst widersprüchliche Gerüchte um neue Veröffentlichungen oder Auftritte der Band, die dann in kryptischen Internet-Botschaften bestätigt oder aber widerlegt werden.

Was jetzt definitiv feststeht: Die Eheleute Win Butler und Régine Chassagne werden diesen Sommer ein zwischenzeitlich restlos ausverkauftes Berlin-Konzert geben (im Vorprogramm: Micachu), bei dem sie viele neue Stücke ihres dritten Albums »The Suburbs« präsentieren werden. Doch selbst wenn sie nur bluffen sollten – wer jemals ein Arcade-Fire-Konzert gesehen hat, weiß, wie groß diese Band live sein kann. Diese Chance hat man im Winter dann auch in München und Düsseldorf, für beide Städte wurden ebenfalls von Spex präsentierte Konzerte bestätigt, Tickets sind bereits im Vorverkauf erhältlich. Das 16 Songs starke und rund siebzigminütige Album »The Suburbs« erscheint am 2. August auf City Slang Records, neben den bereits bekannten Stücken »The Suburbs« und »Month of May« kann man nun auch den nächsten neuen Song »Ready to Start« streamen.

 


STREAM: Arcade Fire – Ready to Start

Spex präsentiert Arcade Fire Live:
31.08. Berlin – Tempodrom (ausverkauftt, mit Owen Pallett)
28.11. München – Zenith
29.11. Düsseldorf – Philipshalle

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