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Walter W. Wacht
»Was gibt es für Marketingleute Besseres als eine Gruppe mit eindeutigem ›unique selling point‹?«, fragt Sebastian Hammelehle in seinem Artikel zu Arcade Fire in unserer aktuellen Ausgabe Spex #328. Klassische Musikvideos zählen nicht zum Marketingrepertoire der kanadischen Band. Ihr Clip zu »Neon Bible« war interaktiv, eine rein auf die Vermarktung über das Internet zugeschnittene Bewegtbildarbeit – und erzeugte eine dementsprechend große Aufmerksamkeit im Netz. Auch der neue experimentelle Kurzfilm »The Wilderness Downtown« von Regisseur Chris Milk zu Arcade Fires Stück »We Used to Wait« (aus »The Suburbs«) spricht diese digitale Sprache.
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Walter W. Wacht
Wenn Ende August das neue Album »Fukui« der Gruppe Stella erscheint, wird man seine Hörgewohnheiten erst einmal neustarten müssen. Auf »Fukui« werden zwar viele Geschichten auf den elektronischen Arrangements von Thies Mynther und Mense Reents erzählt, nur sind diese Geschichten von Stella-Sängerin Elena Lange vollständig auf japanisch gesungen. Einen ersten längeren Vorgeschmack verschenken Stella nun als MP3.
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Walter W. Wacht, Michael Lutz

1000 Robota trieben seit ihrem Parolen-Album »Du nicht er nicht sie nicht« nicht nur manch unbearften Journalisten zur Weißglut, sondern säten auch Hass unter den Absolventen der Hamburger Schule. Das Ironische daran: All die Aufregung versinnbildlichte exakt das Wesen dieser Krawallgruppe, die im Herbst endlich wieder live zu sehen sein wird. Das neue Musikvideo zum 1000-Robota-Song »Fahr weg« aus ihrem neuen Album »UFO« passt dazu nun ganz gut, zeigt es doch auch den Live-Aufbau von 1000 Robota
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Walter W. Wacht
Alle Oval-Hörer bzw. ›Musik-von-CD-Richtung-MP3-Digitalisierer‹ mögen sich bitte kurz innerlich verneigen: Die undankbare Arbeit der id3-Tag-Erstellung haben wir freundlicherweise jüngst übernommen. Nicht weniger als siebzig Stücke ist das neue Oval-Album »O« stark, allesamt mit unterschiedlicher Groß-/kleinschreibung – da kann sich jeder selbst ausrechnen, dass die Gracenote-Fummelei nervig war. Wem diese enorme Stückzahl an entspannten Doombientronica-Tracks noch nicht ausreicht oder noch Bedarf an neuem Klangmaterial für die Anruferverwaltung seines Mobiltelefons hat, den dürfte das kostenlose Klingelton-Paket des Berliners Markus Popp alias Oval interessieren.
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Walter W. Wacht

Und schon wieder sind drei Jahre vergangen: Im Sommer 2007 erschien mit »Our Love to Admire« das dritte Album der New Yorker Band Interpol, am Ende des Jahres wählten die Spex-Leser die Platte zum sechstbesten Album des Jahres. Wo wird also am Jahresende »Interpol«, das neue, selbstbetitelte Album landen? Die Platte ist bereits eingespielt, dem Aufnahmeende folgten diverse Besetzungswechsel, die Vorab-Single »Lights« wurde samt Musikvideo veröffentlicht und im November kommen die teils neuformierten Interpol für zwei Shows nach Deutschland.
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Walter W. Wacht
Mit gänzlich ruhigem Gewissen darf man La Roux sowie Major Lazer wohl als zwei der musikalischen Erfolgsgeschichten des vergangenen Jahres bezeichnen. Während sich die Britin Elly Jackson als La Roux am sirenenhaften Achtziger- und Neunziger Wave-Pop versuchte, versammelten die Produzenten Diplo und Switch nahezu alle jamaikanischen Dub- und Reggae-Spitter von Rang und Namen unter dem Digital-Dancehall-Banner Major Lazer. Nun machen sie ein Mixtape lang gemeinsame Sache.
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Walter W. Wacht
Bei vielen Bands läuft der Produktionskreislauf ganz klassisch ab: Studio, Promotion, Single- bzw. Albumveröffentlichung und anschließende Tournee. Nicht so bei beispielsweise der Neo-Wave-Punk-Band Cold Cave um den früheren Hardcore-Sänger Wesley Eisold: Die aus Philadelphia stammende Gruppe veröffentlichte im Winter letzten Jahres zwar auch ein Album – die eiskalte Synthesizer-Punk-Platte »Love Comes Close« –, ruhte sich anschließend aber nicht auf guter Presse und Publikumszuspruch aus, sondern machte das, was sie zuvor schon oft gemacht haben: Kassetten. Neben zwei bereits erschienene Tapes folgt kurz nach ihrer am Samstag beginnenden Deutschland- und Schweiz-Tournee eine Remix-EP mit Bearbeitungen von Prurient, Pantha du Prince, Optimo (Espacio) und Studio-Legende Arthur Baker.
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Walter W. Wacht

Man kann tolle Musikvideos also doch noch ohne Mord und Totschlag realisieren, wie Regisseur Jared Raab und der Computerkünstler Rob Bairos mit dem neuen Musikvideo zu »What to Say« der kanadischen Born Ruffians unter Beweis stellen. Ab dem 16. Mai sind die Ruffians auf Deutschland-Tournee.
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Walter W. Wacht

Polizeigewalt, Willkür, staatliche Repression, quasi-ethnische Reinigungsversuche. Wie schon im Musikvideo für Justices »Stress« hält Regisseur Romain Gavras die Kamera gerade dann drauf, wenn es unangenehm zu werden droht. Im Falle der neuen M.I.A.-Single »Born Free« bzw. des das Stück flankierenden Musikvideos thematisiert Gavras gleichzeitig Völkermord und Rassismus, andererseits eine Episode der Comic-Serie »South Park«.
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Walter W. Wacht
Sind Blur denn nun wieder vereint, oder doch nicht, oder vielleicht nur ein klein wenig und das nur manchmal? Im Zuge ihrer jüngsten Reunion wurde vieles an Gerüchten zu einem neuen Album über die verschiedenen News-Seiten geschnattert, letztlich blieben diese Gerüchte ganz einfach Gerüchte. Aber: Blur spielten einige wenige Konzerte, veröffentlichten die Dokumentation »No Distance Left to Run« und schoben nun anlässlich des britischen »Record Store Days« die auf 1.000 Exemplare limitierte 7"-Vinyl-Single »Fool’s Day« nach. Diese verschenken sie nun als Gratis-Download.