Text:
Die Redaktion
Als am vergangenen Samstag der Tod von Christoph Schlingensief bekannt wurde, war nicht nur die Trauer in der Spex-Redaktion groß, zahllose Menschen gedachten dem 49-jährig an Lungenkrebs verstorbenen Regisseur. »Wie weit würde ich eigentlich gehen?«, war einer der Gedanken Alec Empires zu Schlingensiefs großen gesellschaftlichen Engagement. Genau wie Frank Spilker (Die Sterne) und Gernot Bronsert und Sebastian Szary Modeselektor erinnert Alec Empire an Christoph Schlingensief.
Text:
Max Dax
Die neue Spex #328 ist ab dem 20. August am Kiosk erhältlich. Max Dax gibt im Editorial einen Überblick über die Themen der aktuellen Ausgabe.
Text:
Silke Janovsky

Resterampe einmal anders: Der Kalifornier Ariel Pink lässt die Low-Fidelity hinter sich und bedient sich stattdessen aus dem Zeichen- und Soundreservoir fetter Achtziger-Gassenhauer. Zu seinem neuen Song »Mistaken Wedding« gibt es nun ein neues Musikvideo.
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 | 02.08.2010 08:29
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Aram Lintzel
Brian Wilson hasst den Strand, schon immer. Die vier Mitglieder der Drums inzwischen wohl auch. Seit »Let’s Go Surfing«, ihrem hymnisch-hysterischen Hit aus dem letzten Jahr, haben sie das Image der feucht-fröhlichen Beach-Popper weg. Ein Stigma, das die Brooklyner Band loswerden will.
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 | 23.07.2010 08:22
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Ralf Krämer
Conor J. O’Brien wandelt auf Solopfaden, seit sich seine Band The Immediate 2007 aufgelöst hat. Der Bruch traf den Dubliner völlig unvorbereitet: The Immediate, die er mit zwölf Jahren gegründet hatte, waren 2003 nach ihrer ersten EP in Irland zu einer nationalen Sensation aufgestiegen, nicht zuletzt, weil die vier Musiker während ihrer Sets zwischen Britpop und Avantgarde-Rock wie Irre im Rotationsverfahren die Instrumente tauschten. Weil aber alle außer O’Brien mit ihrem Leben noch etwas anderes vorhatten, hörte die Band kurz nach Auslieferung ihres Debütalbums auf. »Ich habe mich erst mal heftig betrunken«, blickt O’Brien zurück. Als Villagers hat er soeben sein Solo-Album veröffentlicht, am 5. Juli spielt er in Berlin.
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 | 02.07.2010 14:56
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Oskar Piegsa
Das Thema Regenbogenfamilie ist im Pop angekommen: »I’m gonna fuck my friends and get a little tiny baby«, singt JD Samson im Song »Credit Card Babie$« ihrer queeren Elektropop-Band Men. »Es geht um die Hürden, die dem Kinderwunsch von Lesben und Schwulen in den Weg gelegt werden«, sagt Samson und meint damit auch finanzielle Hürden. »Why don’t you adopt / Borrow someone’s cock«, heißt es in dem Song – schließlich gibt es billigere Wege, an ein Kind zu kommen, als für den Gegenwert eines Kleinwagens in der Samenbank shoppen zu gehen. Strategischer Sex mit schwulen Freunden zum Beispiel.
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 02.07.2010 | 25.06.2010 08:28
Text:
Max Dax
Liebe Leserinnen und Leser,
1. SEX Herr Bonaparte: »Eigentlich geht es um Sex. Ganz wilden, animalischen Sex.« Jens Balzer: »Ich hatte es für eine Parabel auf die moderne Industriegesellschaft gehalten.« Herr Bonaparte: »So kann man es auch sehen.« Oder, acht Seiten zuvor, Jake Shears von den Scissor Sisters im Spex-Gespräch mit Sebastian Hammelehle: »Ich habe früher viele Wohnungen mit sehr vielen Strichern geteilt. Ich habe kein Problem mit Prostitution. Ich respektiere diesen Job. Als Popstar verkauft man sich ja auch, das meine ich gar nicht negativ – es ist vielleicht eher eine mentale Prostitution auf der Bühne, aber die Leute kommen ja doch auch, um meinen Körper zu sehen. In den besten Momenten unserer Konzerte habe ich mich immer als Prostituierter gefühlt.« (Vgl. auch: 4. Vampire.)
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 | 18.06.2010 11:13
Text:
Sebastian Hammelehle
Uffie ist der Hype von vor drei Jahren, ihr Konzept ist längst von der kalifornischen Landpomeranze Ke$ha kopiert und in die Charts überführt worden. Zu spät für Uffies Debütalbum ist es aber nicht – denn auf ihm packt sie ihre Geringschätzung für amerikanische Mainstreamkultur in großartige Texte.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 03.06.2010 12:28
Text:
Elias Kreuzmair
jj sind vom ewigen Heilsversprechen des Pop zutiefst überzeugt: »Pop ist alles, was man liebt, auf einmal.« Zum Beispiel ein Butterflymesser, ein schwarzer Labrador oder brennende Fackeln. Oder Rauch, der anmutig aus dem Mund geblasen wird, oder Tränen aus Blut, die der einzige Farbtupfer im sonst so kühlen Schwarzweiß des Videos zur jj-Single »Let Go« sind. Eine seltsame Spannung durchzieht die Ästhetik, der sich das schwedische Duo, bestehend aus Elin Kastlander und Joakim Benon, bedient: Es gibt da das Reine und Helle – wie der Engelsflügel, der das Cover ihres neuen Albums »jj N° 3« ziert – und das Verstörende, das Messer und die Blutstropfen, die sich über weißen Grund verteilen.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 18.05.2010 11:55
Text:
Dominikus Müller
Das Konzept erinnert an Fischerspooner, doch kommen sie im Gewande des Barock daher und verspüren den Drang, vollkommen in der Pose des Tableau vivant aufzugehen: Angeführt vom Countertenor Jamie McDermott, suchen The Irrepressibles aus London zwischen Mode, Musik und Performance-Kunst den spektakulären Auftritt. Vom 9. bis 12. Mai sind The Irrepressibles mit ihrer aufwendigen Live-Show präsentiert von Spex in Deutschland zu sehen.
Erschienen in SPEX #325 03-04.2010 | 03.05.2010 14:46