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Hendrik Otremba

Neue Kriterien erfordern die Konzerte von Mutter: Mit ihrem neuen Album »Trinken Singen Schießen« ist die Band um Max Müller derzeit in Deutschland zu sehen, Spex präsentiert ihre laufende Tournee, weitere Termine folgen im Dezember. Hendrik Otremba sah Mutter bei ihrem Konzert im Kölner Gebäude 9 und sah eine einzigartige Band.
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Gerd Janson

Im September 2009 setzte der britische Musiker und Klangkünstler Matthew Herbert einen lange gehegten Wunsch um: Den Klang eines Clubs samt seiner Gäste einzufangen und in Musik zu transformieren. Als Ort wählte Herbert dafür das Offenbacher Robert Johnson aus, Spex.de berichtete über »One Club«. Anfang Juli diesen Jahres kehrte Matthew Herbert nun nach Offenbach zurück, Gerd Janson beobachtete die Aufführung des einjährigen Prozesses. Am 29. Oktober erscheint »One Club« in Deutschland, bis zum 11. Oktober hört ihr den Album-Stream exklusiv auf Spex.de.
Erschienen in SPEX #328 09-10.2010 | 07.10.2010 10:30
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Walter W. Wacht

Da hilft selbst das beste Haarspray nicht: der bretthart zur Tolle toupierte Afro hält nicht länger Stand. Die afroamerikanische Soul-Sängerin Janelle Monáe ist gerade in der Mitte ihres rund 45-minütigen Sets im Rahmen der Modemesse Bread & Butter angelangt, als ihre Frisur hitzebedingt kollabiert. Kein Wunder: 37 Grad Celsius zeigt das Thermometer auf dem Rollfeld des früheren Verkehrsflughafens Berlin Tempelhof an, und die gefühlte Temperatur liegt weitaus höher. Die 24-jährige Monáe trägt's mit Fassung, rückt die Haare zurecht und setzt ihre furiose Live-Show fort.
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Michael Lutz
Im September letzten Jahres nahm die Pavement-Reunion Fahrt auf. Nachdem sich die prototypische Neunziger-Indie-Band um Sänger Stephen Malkmus vor zehn Jahren auflöste, um drohenden Altersausfallerscheinungen präventiv vorzubeugen, sammelten sie sich im Herbst doch noch einmal, um das Musikprogramm des britischen All Tomorrow’s Parties- Festivals zu kuratieren. Aus vier Anfangs geplanten Shows wurde letztlich eine ausführliche Tournee, am Mittwoch spielten sie das erste ihrer drei Konzerte im deutschsprachigen Raum. Michael Lutz besuchte die Berlin-Show in der C-Halle und erlebte zwischen Mischpult und Moshpit jede Menge Quasi-Mittzwanzigjährige. Heute und morgen kann man Pavement noch Live in Wien und München erleben.
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Die Redaktion

Anstelle langer Worte, die später doch nur nach Eigenlob klingen, möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken: Bei allen Besuchern von Spex Live im Berghain am vergangenen Mittwoch, die unsere Konzert- und Club-Nacht bis in die frühen Morgenstunden gefeiert haben. Bei allen Bands und DJs, die auf drei Floors insgesamt mehr als 26 Stunden Musik gespielt haben. Bei allen Mitarbeitern des Berghains, die durch ihre Hilfe und ihr Engagement diesen Abend erst möglich gemacht haben. Bei allen Partnern und Kollegen, die unser Fest inhaltlich und logistisch unterstützt haben.
Die Luft zitterte vor Klarheit – dies möchten wir bei Spex Live in Köln im Rahmen der c/o pop am 23. Juni gerne wiederholen. Als Vorgeschmack auf die Konzerte von Robyn, Bonaparte und Caribou zeigen wir im Folgenden Bilder des jüngsten Spex Live-Abends in Berlin.
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Joachim Ody

Utopischer Mystizismus, kulturelle Schocks sowie Tod und Trauer ohne Erbarmen: Joachim Ody besuchte in der vorvergangenen Woche MaerzMusik 2010 in Berlin, das »Festival für aktuelle Musik«, das sich im Vorjahr des Jubiläums religiös erhaben und hochsensibel präsentierte – und nur Aufbruchsignale und den Glauben an die Utopie vermissen ließ.
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Wibke Wetzker

Der Berliner Kulturbetrieb stand in der vergangenen Woche ganz im Zeichen der 60. Berlinale. Auch Spex war auf den Filmfestspielen in der Hauptdstadt unterwegs, mit Schreibauftrag, Jurykompetenz und als Teil eines filmbegeisterten Publikums. Für Max Dax begann die Berlinale mit seiner Begrüßung als Mitglied der Kurzfilmjury im Rahmen der Eröffnungsgala im Berlinalepalast. Am Ende fiel auch sein Votum zu Gunsten eines Beitrags aus Schweden aus: »Händelse Vid Bank« von Ruben Östlund wurde mit der goldenen Trophäe für den besten internationalen Kurzfilm ausgezeichnet. Die Geschichte über einen gescheiterten Banküberfall wertete die Jury als gelungene »Reflektion unserer Zeit und wie diese von den Medien beeinflusst ist«, in seinem Spex-Blog »Dissonanz« reflektiert Dax eigene Beobachtungen der diesjährigen Berlinale. Für die Medien ist solch ein Filmfest appetitanregendes Häppchen und gefundenes Fressen zugleich:
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Philipp Ekardt
Riesig wuchernde Mega-Perücken, ein Take auf Hiphop-Bling und Morsezeichen Richtung Disco-Kugel: Mit ihrer neuen Band Sweet Machine spielte Peaches kürzlich neben den Nachwuchs-Acts The Terror Pigeon Dance Revolt! und Heartsrevolution auf der Kickoff-Party zur Diesel:U:Music-Welttournee im Berliner Club WMF. Dass es in Peaches’ neuer Show um Surrealismus geht, wurde spätestens nach dem ersten Drittel klar. »Do you want to see some real fashion?!«, fragte Peaches und ließ ihren Intimbereich blinken.
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Benjamin Dannemann

Soeben endete das Donaufestivals 09 – Man sah die dronende Spannungs-Spirale der Black Dice, die liebenswert verschrobenen Butthole Surfers und die glorreichen Vier: Sonic Youth.
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Philipp Ekardt

Die häufig zu lesende These, dass Tonträgerverkäufe nichts mehr über den Fame von Musik-Acts aussagen, bewahrheitete sich bei der Berliner Show von Fischerspooner.
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Ralf Krämer

Am 01. April spielten Bob Dylan und Band in Berlin. Ralf Krämer besuchte das Konzert, bei dem auch die allerletzte Reihe des Publikums im Takt zurückklatschte.