Text:
Jan Kedves

Vera von Lehndorff alias VERUSCHKA ist eine deutsche Modeikone. Im Spex-Modeinterview spricht sie u.a. über Schönheit, ihre Modelarbeiten für die Vogue der 1960er bishin zu Giles Deacon und die legendären Veruschka Self-Portraits. Derzeit läuft zudem das Filmporträt Veruschka - Inszenierung (M)eines Körpers von Paul Morrissey und Bernd Böhm in einigen deutschen Kinos.
Text:
Jan Kedves

Vera von Lehndorff alias VERUSCHKA ist eine deutsche Modeikone. Im Spex-Modeinterview spricht sie u.a. über Schönheit, ihre Modelarbeiten für die Vogue der 1960er bishin zu Giles Deacon und die legendären Veruschka Self-Portraits. Derzeit läuft zudem das Filmporträt Veruschka - Inszenierung (M)eines Körpers von Paul Morrissey und Bernd Böhm in einigen deutschen Kinos.
Text:
Max Dax, Anne Waak

Letzte Woche erhielt der in Paris geborene und in Berlin lebende CYPRIEN GAILLARD eine der wichtigsten Auszeichnungen hierzulande, den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst. Im Interview mit Spex spricht der Shootingstar des Kunstbetriebs u.a. ausführlich über seine Ansätze, Inspirationen, Reisen und die Arbeit mit dem Musiker Koudlam.
Text:
Walter W. Wacht

Auf Partys gehen, lange und hart feiern, Musik leben oder konsumieren kann beinahe jeder. Eine vitale Club- und Partykultur – siehe dazu auch die Serie »After Hours« – wie die der Techno-Szene Berlins entsteht hingegen nicht aus dem Nichts. Zwar gibt es in der Hauptstadt gefühlt mehr Clubs und Orte, als Bedarf daran zu sein scheint, aber ohne die Veranstalter, Booker und Künstler wären sie tote Orte, würde auch die Subkultur abseits der touristischen Anziehungspunkte kollabieren. Die neue Web-Serie »Party. Hard. Work!« erzählt das Feiern aus der Perspektive ihrer Macher.
Text:
Martin Hossbach

»Dem Brief droht das Schicksal, nicht mehr geschrieben zu werden«, lautete der einleitende Satz anlässlich unseres Essays zum »Brief als Ereignis«. Der Großteil unserer Kommunikation wird heutzutage digital geführt, dem gegenüber steht ein neuer Trend zum klassischen Briefwechsel – ob wie zuletzt in Buchform oder nun als Kunstprojekt. Die britische Künstlerin Lenka Clayton überträgt mit ihrer neuen Arbeit »Mysterious Letters« den Postbrief gleich auf ganze Gemeinden. Gemeinsam mit Michael Crowe will sie nun jedem Menschen auf der Welt einen Brief schicken und sucht dafür mittels Crowdfunding nach neuen Investoren.
Text:
Walter W. Wacht
Anfang des Jahres klang es noch nach einem guten Gag: Tocotronic sprachen anlässlich ihres aktuellen Albums »Schall & Wahn« alle »Bürgerinnen und Bürger von Entenhausen« mit einem Videogrußwort an. Was man aber im aktuellen »Micky Maus«-Magazins zu sehen bekommt, kann man wohl als feinste Selbstironie und gleichzeitig als Erlebnisbericht der schall- und wahnsinnigen Verkaufsschau in Hamburg verstehen. Donald Duck als ewig glückloser, ewig tobsüchtiger Freund Daisy Ducks, der es das neue Album der Gruppe Monotronic zu kaufen gilt. Im Interview erklären Tocotronic-Bassist Jan Müller und Ehapa-Redakteur Kai Reininghaus, wie es zu der Monotronic-Geschichte kam.
Text:
Martin Hossbach
Am 19., 20. und 21. Juni spielt das junge Berliner Solistenensemble Kaleidoskop seine ›Konzertinstallation‹ »Hardcore 2« im Radialsystem an der Spree. Spex präsentiert die Abende und empfiehlt zahlreiches Erscheinen. Martin Hossbach sprach anlässlich des Konzertprogramms, das u.a. aus Stücken von Ligeti, Xenakis, Beethoven und Telemann besteht, mit dem künstlerischen Leiter Michael Rauter und Geschäftsführer Volker Hormann.
Text:
Martin Hossbach
Jede Woche mindestens zwei MP3s frei Haus: Das US-amerikanische Label K bietet ab Juli mit dem »K Singles Zip-Pak« für 50 Dollar pro Jahr ein digitales Musikabo an. Ein E-Mail-Interview mit Labelgründer Calvin Johnson.
Text:
Ralf Krämer

Es ist wie verflucht: Wenn in Deutschland einmal TV-Serien entstehen, die den Vergleich mit amerikanischen HBO- oder britischen BBC-Standards nicht zu scheuen brauchen, werden sie entweder bald abgesetzt, oder sie stürzen eine Produktionsfirma in die Pleite. Letzteres musste die Berliner Producerin Kathrin Bullemer miterleben, als sie den aufwendigen Zehnteiler »Im Angesicht des Verbrechens« des Regisseurs Dominik Graf stemmte. Arte zeigt die Serie ab heute immer Dienstags und Samstags, im Folgenden finden sich Auszüge aus Ralf Krämers langem Interview zum Status Quo der deutschen Serienlandschaft (aus der aktuellen Spex #326) mit Bullemer, dem Kölner Drehbuchautor Orkun Ertener und dem Kölner Film- und Fernsehwissenschaftler Christian Junklewitz, der hauptberuflich Redakteur des Serienportals Serienjunkies.de ist.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 27.04.2010 15:54
Text:
Max Dax
Er galt als einer der wichtigsten deutschen Avantgarde-Regisseure und arbeitete ganz selbstverständlich in den unterschiedlichen Disziplinen Film, Theater und Oper, drehte rund 40 Filme in 40 Jahren und war einer der wichtigen Vertreter des ›Neuen Deutschen Films‹. Am Montag starb Werner Schroeter in Kassel im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer überwunden gedachten Krebserkrankung. Genau ein Jahr zuvor erschien in der Welt am Sonntag das untenstehende Interview, in dem Spex-Chefredakteur Max Dax mit Schroeter über das Lebensgefühl bei Nacht, die Erotik der Männer und seinen ersten Film nach dem Krebs sprach.
Text:
Max Dax, Mark Stewart
Sie liefen Gefahr, zu einer Supergroup zu werden, auf die sich alle einigen können – und daran zu ersticken. Also ließ sich Robert »3D« Del Naja, der Gründer und zuletzt alleinige Lenker der Band, acht Jahre Zeit, löschte ein bereits komplett eingespieltes Massive-Attack-Album und hieß seinen alten Mitstreiter Grantley »Daddy G« Marshall wieder in der Band willkommen. Mit »Heligoland« wärmen Massive Attack ihren auf »100th Window« auf Eiseskälte heruntergefahrenen Sound wieder spürbar auf. Warm ist auch die Umarmung, als sich Mark Stewart und Del Naja im Berliner Tempodrom wiedersehen. »How do you get the cheese from the bear in the woods?«, fragt Stewart zur Begrüssung. Und als Del Naja verdutzt guckt, feuert Stewart die Pointe ab: »C’mon, bear!«
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 | 01.02.2010 16:35
Text:
Max Dax
Sie ist ganz klein und zierlich, und man sieht ihr von Angesicht zu Angesicht die 76 Jahre nicht an: Yoko Ono, Konzeptkünstlerin von Weltrang und umstrittene Musikerin, veröffentlicht zum ersten Mal seit 1973 mit »Between My Head and the Sky« ein neues Album ihrer Plastic Ono Band. Diese ist in neuer Besetzung wiederauferstanden. Gemeinsam mit ihrem Sohn Sean Lennon versammelte sie eine Schar toller internationaler Musiker um sich – unter ihnen Cornelius und Erik Friedlander. Ihr eklektischer Pop klingt ebenso gegenwärtig wie relevant. Yoko Onos Timing ist perfekt: Die unermüdliche Kämpferin für den Weltfrieden nahm erst kürzlich auf der Biennale in Venedig neben John Baldessari den Preis für ihr Lebenswerk entgegen.
Erschienen in SPEX #323 11-12.2009 | 07.12.2009 08:15