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Walter W. Wacht
Daft Punk assoziiert man längst nicht mehr mit ihren bürgerlichen Namen, sondern nur noch mit ihrem Auftreten unter einer der ikonischsten Kopfbedeckungen der Popkultur. Wie prägend Daft Punk auch heute noch sind, schlägt sich in zwei aktuellen Projekten nieder. Vor kurzem veröffentlichte der Amerikaner Harrison Krix ein Video, das seine rund 17 Monate dauernde Arbeit an einer originalgetreuen, perfekten Kopie von Guy-Manuel de Homem-Christos Goldhelm abbildet. Außerdem kann man nun sechs neue Stücke aus Daft-Punks Maschinenmusik-Soundtrack zu »Tron Legacy« streamen.
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Walter W. Wacht
Die Frage nach der möglichst unabhängigen Finanzierung von Kulturprodukten ist und bleibt eine drängende: Während Musik- und Filmprojekte immer öfter von großen Markenartiklern unterstützt werden und der Staat seit einer ganzen Weile Geld zur Verfügung stellt, klafft auf der unabhängigen Seite oft ein Loch zwischen Produktionskosteneinsatz und späterem Umsatz bzw. Erlös. Rainer Kirbergs neues Filmprojekt »Das schlafende Mädchen« geht nun einen ähnlichen Weg: Der Verkauf von Filmstills und Fotografien vom Set wird in die Fertigstellung des Films einfließen, die Exponate werden im Rahmen einer Ausstellung in Berlin gezeigt.
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Walter W. Wacht, Martin Hossbach

Das neue Musikvideo zu Gonzales »I am Europe« ist streng genommen kein Musikvideo, sondern vielmehr: ein Kino-Trailer, der Gonzales Stück »I am Europe« dazu verwendet, auf seinen Schachspielfilm »Ivory Tower« hinzuleiten. Jason Beck alias Chilly Gonzales befindet sich gerade in der heißen Vorveröffentlichungsphase seines ebenso betitelten Albums, Ende dieses Jahres soll darauf noch der Spielfilm folgen. Im Interview mit Martin Hossbach für die kommende Spex-Ausgabe gab Gonzales schon einen Ausblick auf sein Film-Debüt »Ivory Tower«.
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Wibke Wetzker

Hysterisches Gekreische und schmachtende Blicke sind durchaus abschreckende Begleiterscheinungen des »Twilight«-Fiebers, weshalb sich ein differenzierter Blick auf das Zeitgeistphänomen Vampir lohnt. Wibke Wetzker erkennt in der »Twilight«-Saga, aber auch in der US-Serie »True Blood« einen Paradigmenwechsel: Die Deutungshoheit über den Vampir haben jetzt Frauen.
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 | 14.07.2010 14:14
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Walter W. Wacht
Über Festivals zu schreiben oder Empfehlungen dazu auszusprechen ist das Eine. Etwas völlig anderes ist es letztlich, als Besucher selbst vor Ort zu sein, über das Festival-Gelände zu schlurfen und sich ein eigenes Bild der Atmosphäre zu machen. Deshalb möchten wir zwar im Folgenden kurz auf die besondere, familiäre Atmosphäre, den unkommerziellen Hintergrund, das herausragende Booking und die beschauliche Lage des Klangbad-Festivals im Oberschwäbischen Scheer hinweisen – schließlich gab es das bereits. Zur Festivalvor- und Nachbereitung eignet sich zudem hervorragend die soeben erschienene Dokumentation »Klangbad: Avant-garde in the Meadows«.
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Martin Eiberle

Wie stiefmütterlich beziehungsweise hervorragend Serienproduktionen in Deutschland behandelt werden, wurde im ausführlichen Interview des Spex-Serien-Schwerpunkts in Ausgabe Spex #326 nachgezeichnet. Darin wurden mit »Kriminaldauerdienst« und »Im Angesicht des Verbrechens« zuletzt zwei hervorragende Serien als Studien aus der Unterwelt thematisiert. Nun kommt mit »Blutsbrüder« eine weitere vielversprechende und unterhaltsame Webserie hinzu.
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Harald Peters
Vincenzo Natali (»Cube«) und Guillermo del Toro (»Hellboy«, »Pans Labyrinth«) haben beide ein Faible für märchenhaften Meta-Horror, der über plumpe Effekte erhaben ist. In ihrem ersten gemeinsamen Film »Splice« ergründen Natali als Regisseur und del Toro als Produzent die moralischen Abgründe der Zivilisation, erzählt als schleimtriefende Wissenschaftsparabel.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 07.06.2010 11:22
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Walter W. Wacht

Nach Jahren des Darbens stehen Musikvideos plötzlich wieder im Mittelpunkt des Interesses: Online-Musikfernsehsender wie tape.tv (mit dessen Hilfe die Spex-Redaktion das Format »Spex TV« gestaltet), Video-Plattformen wie YouTube (deren Inhalte zum Großteil aus Musikclips bestehen) und ein neues inhaltliches Interesse von Musikern, Labels, Regisseuren und Fans an in Bildern erzählten Geschichten zu Lieblingssongs ließen in den letzten zwei Jahren eine Vielzahl kreativer wie revolutionärer Musikvideos entstehen. Dabei geht es der Musik(video)branche nicht einmal maßgeblich besser. In diesem Zusammenhang geht die heute in Hamburg stattfindende Veranstaltung »Exemplarische Verschiebungstendenzen im Musikvideo« der Frage nach, wie es eigentlich in Budgetfragen um das Musikvideo steht – und wie kleine Budgets die Kreativität befeuern bzw. unterminieren können.
Text:
Walter W. Wacht
Ein Jahr ohne Veröffentlichung? Undenkbar! Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren haben Animal Collective regelmäßig neues Material nachgelegt – mit zehn Alben verhältnismäßig viel, dazu kamen 12"- und 7"-Vinyls bzw. Maxi-CDs, EPs, die »Animal Crack Box« und ein Mixtape für Rough Trade Records. Warum sollten Animal Collective also im zehnten Jahr anders handeln? Im Juli veröffentlichen sie nun die DVD »ODDSAC«, ein »visuelles Album«, das gemeinsam mit Regisseur Danny Perez entstanden ist. In Berlin und Hamburg wird nun die Vorabpremiere gefeiert.
Text:
Ralf Krämer

Es ist wie verflucht: Wenn in Deutschland einmal TV-Serien entstehen, die den Vergleich mit amerikanischen HBO- oder britischen BBC-Standards nicht zu scheuen brauchen, werden sie entweder bald abgesetzt, oder sie stürzen eine Produktionsfirma in die Pleite. Letzteres musste die Berliner Producerin Kathrin Bullemer miterleben, als sie den aufwendigen Zehnteiler »Im Angesicht des Verbrechens« des Regisseurs Dominik Graf stemmte. Arte zeigt die Serie ab heute immer Dienstags und Samstags, im Folgenden finden sich Auszüge aus Ralf Krämers langem Interview zum Status Quo der deutschen Serienlandschaft (aus der aktuellen Spex #326) mit Bullemer, dem Kölner Drehbuchautor Orkun Ertener und dem Kölner Film- und Fernsehwissenschaftler Christian Junklewitz, der hauptberuflich Redakteur des Serienportals Serienjunkies.de ist.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 27.04.2010 15:54