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Walter W. Wacht
Wenn im Mai das neue, derzeit noch unbetitelte Album von LCD Soundsystem erscheint, hat der Kopf des Projekts bereits ein arbeitsreiches Jahr hinter sich. Parallel zum dritten LCD-Studioalbum mit dem um sich gescharten Musikerkollektiv arbeitete James Murphy am Soundtrack zu Noah Baumbachs Spielfilm »Greenberg«, einer Liebeskomödie mit Ben Stiller über einen von Orientierungslosig- und Antrieblosigkeit überwältigten Vierzigjährigen, der House-sittend in Los Angeles an dem eigenen alternden Freundeskreis zu nagen hat. Neben dem Soundtrack sowie dem neuen Studio-Album kommt James Murphy mit LCD Soundsystem im Mai für eine Club-Show nach Deutschland.
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Wibke Wetzker

Der Berliner Kulturbetrieb stand in der vergangenen Woche ganz im Zeichen der 60. Berlinale. Auch Spex war auf den Filmfestspielen in der Hauptdstadt unterwegs, mit Schreibauftrag, Jurykompetenz und als Teil eines filmbegeisterten Publikums. Für Max Dax begann die Berlinale mit seiner Begrüßung als Mitglied der Kurzfilmjury im Rahmen der Eröffnungsgala im Berlinalepalast. Am Ende fiel auch sein Votum zu Gunsten eines Beitrags aus Schweden aus: »Händelse Vid Bank« von Ruben Östlund wurde mit der goldenen Trophäe für den besten internationalen Kurzfilm ausgezeichnet. Die Geschichte über einen gescheiterten Banküberfall wertete die Jury als gelungene »Reflektion unserer Zeit und wie diese von den Medien beeinflusst ist«, in seinem Spex-Blog »Dissonanz« reflektiert Dax eigene Beobachtungen der diesjährigen Berlinale. Für die Medien ist solch ein Filmfest appetitanregendes Häppchen und gefundenes Fressen zugleich:
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Michael Lutz
Bei Warp Records’ Bewegtbild-Dependence Warp Films erschien unlängst eine DVD zu den All Tomorrow’s Parties, jener englischen Festivalreihe, die mehrmals jährlich im Camber Sands Holiday Camp in East Sussex und im Butlins Holiday Camp in Minehead, Somerset stattfindet. Für jedes Festival wird ein anderer Künstler bzw. eine Band mit der Programmgestaltung beauftragt, weshalb die Lineups stets einen anderen Geschmack widerspiegeln und dabei nicht selten die feinsten Geheimtipps mit Größen aller erdenklichen Genres vereinen.
Im Februar und März geht die mit Gastbeiträgen von Les Savy Fav, The Gossip, Seasick Steve, Patti Smith, Daniel Johnston, Sonic Youth, David Cross, den Yeah Yeah Yeahs, Portishead, Animal Collective und vielen weiteren arbeitende Dokumentation, die weitaus mehr bereithält als nur Konzert-Mitschnitte, auf Kinotour in Deutschland – eine gute Gelegenheit also, sich von diesem Paralleluniversum einen Eindruck zu verschaffen. Und wer nun keine Zeit zum Kinobesuch hat, der kann den 82-minütigen Film auch als DVD bei Rapid Eye Movies erstehen.
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Christoph Dreher, Christine Lang
Die verblüffende HBO-Serie »In Treatment« spielt fast ausschließlich in der Praxis eines Psychotherapeuten und konzentriert sich dabei auf das, was gutes Fernsehen schon immer ausmachte: Sitzen und Reden. Ab dem 15. Februar läuft die erste Staffel auf 3Sat.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 | 15.02.2010 10:00
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Tomasso Schultze
Angekündigt wird nicht weniger als eine neue Revolution des Kinos. 3D ist das Zauberwort, und »Avatar«, James Camerons erster Film seit »Titanic« von 1997, soll es auf großem Parkett richten. Gedanken zur Dimensionalität des Films und der Imaginationskraft des Kinozuschauers.
Erschienen in SPEX #323 11-12.2009 | 15.12.2009 11:59
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Martin Hossbach
Der dritte Tag des Unerhört! Musikfilmfestivals in Hamburg steht unter anderem im Zeichen des Fans: In ihrem Film »The Posters Came From The Wall« beschäftigen sich der Künstler und Turner-Preisträger Jeremy Deller sowie die Filmemacherin Nicky Abrahams mit einem elementaren Teil der Popmusik, den Fans einer Band. Für »The Posters …« reisten Abrahams und Deller um die halbe Welt, interviewten Anhänger von Depeche Mode und befragten sie nach den Motiven ihrer leidenschaftlichen Verehrung für die nach Dellers Aussage in England immer noch nicht ernst genommen werdende Band.
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Martin Hossbach
Das Unerhört! Musikfilmfestival in Hamburg wurde gestern offiziell eröffnet, am morgigen Samstag sieht man dort »Hans im Glück«, Claudia Lehmanns Dokumentation mit und über den Berliner Musiker Hans Narva. Dazu wird es im Rahmen der Filmvorführung ein Konzert Narvas mit seiner Band Hands Up Excitement geben. Martin Hossbach sprach mit der Regisseurin über ihre Motivation zu »Hans im Glück«, Narvas Rolle als Musiker der DDR-Band Herbst in Peking und seiner Reaktion auf die Dokumentation.
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Walter W. Wacht

Als Auswärtiger auf Berlin zu schauen, bedeutet oft genug: Verwunderung, was der neue Wirbel um Techno soll. Seit rund vier Jahren erfährt die Techno-Kultur der Hauptstadt wachsendes mediales wie Besucher-Interesse – seien es Clubs wie Berghain, Watergate und Bar25, Plastik-Hymnen wie »3 Tage wach« bei »The Dome«, oder äußerst erfolgreiche Bücher wie »Lost And Sound« von Tobias Rapp, das nun auch in englischer Übersetzung veröffentlicht wird. Daneben wurde ein Film wie »Berlin Calling« zum internationalen Kassenschlager und katapultierte seinen Hauptdarsteller Paul Kalkbrenner in vormals ungeahnte Erfolgsdimensionen. Sogar über Ricardo Villalobos, den Pop-Star unter den Techno-Produzenten, wurde nun ein Film gemacht – der Berliner Regisseur Romuald Karmakar hat dem gebürtigen Chilenen Villalobos ein filmisches Denkmal gesetzt. Auch die neue Dokumentation »After Hours« portraitiert Techno in Berlin, die spannende Webserie ist nun auf dem Webserien-Portal 3min.de und Spex.de zu sehen.
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Martin Hossbach
Das Unerhört! Musikfilmfestival startet aus Redaktionssicht in die heiße Phase: Am Freitag präsentiert der Produzent und Spex-Musikvideoblogger Moritz Schmall im Kino 3001 Hamburg die elf besten Musikvideos des Jahres 2009. Martin Hossbach befragte Schmall im Vorfeld zur Relevanz des Musikclips und seinem Interesse für jenes Medium.
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Martin Hossbach
Am morgigen Donnerstag beginnt das von Spex präsentierte Unerhört! Musikfilmfestivals in Hamburg. Nach Interviews mit den Regisseuren einzelner Filmbeiträge sprach Martin Hossbach nun mit Unerhört!-Programmkoordinator Stefan Pethke über die Entstehungsgeschichte des Musikfilmfestivals, das inhaltliche Konzept, einzelne Schwerpunkte und Filmbeiträge sowie über Pethkes persönliches Highlight, der Dokumentation »Station 17: Neu«.