Text:
Nadin Wildt

Irgendwo zwischen Trash und Mainstream parodierte James Gunn Shakespeare und Pornos, schrieb Zombie-Remakes und überkandideltes Family-Entertainment. Seine Superhelden-Hommage Super ist die Quintessenz seines Schaffens – mit Rainn Wilson als miesester Superheld der jüngeren Kinogeschichte und Ellen Page als dessen hysterischer Sidekick. Spex hat sich mit Gunn getroffen und verlost die DVD.
Text:
Thomas Hübener

Wen interessiert schon die Anerkennung der UN? Der Autor und Regisseur Paul Poet hat für seine Dokumentation Empire Me - Der Staat bin ich! die Welt bereist, um Mikronationen zwischen Sextherapie, Abenteurertum und Kapitalismusalternativen zu porträtieren. Morgen, am 19. Januar, startet der Film in Deutschland und Österreich.
Text:
Wibke Wetzker

An der gerade angelaufenen David Fincher-Verfilmung von Stieg Larssons Thriller Verblendung mit Daniel Craig und Rooney Mara sind vor allem drei Punkte interessant: Der Amerikanismus des Remakes, das unsägliche Product Placement und der Soundtrack von Trent Reznor und Atticus Ross unter der Mithilfe von Karen O.
Text:
Thomas Vorreyer

Casper trifft Lena, Lena trifft Casper. Arte zeigt in der neuen Folge von Durch die Nacht mit ... eine fehlgeschlagene Beschäftigungstherapie für zwei ungleiche Teenie-Idole. So kalt war deutscher Pop selten.
Text:
Ralf Krämer

Erstmals seit 1990 (Nouvelle Vague) ist wieder ein neuer Film von JEAN-LUC GODARD in einigen deutschen Kinos zu sehen. FILM SOCIALISME vereint Historie, Finanzkrise und Hochsee in einem! Und das JLG-Werk will, nein, muss erlebt werden. Natürlich zu zweit. Spex präsentiert den Kinostart und verlost Freikarten.
Text:
Nadin Wildt
»Wir sind von einer Art / verstehen uns blind / weil wir dieselbe Gattung sind«, röhrt die fiktive Band Tier, deren Musik Alexander Hacke zum Script von Luci van Org und Ziska Riemann geschrieben hat, in LOLLIPOP MONSTER. Dieser seltsame Rammstein-Sound ist ausgerechnet das verbindende Element zwischen den konträren Figuren, Welten, sogar Generationen des Films. Während diese Düsternis ganz dem Wesen der depressiven Künstlerfamilie der 15-jährigen Oona (Sarah Horváth) entspricht, versucht die gleichaltrige Ari (Jella Haase) damit gerade gegen ihr zwanghaft harmonisches Zuhause zu rebellieren.
Text:
Ralf Krämer
Genrefilme aus Skandinavien wie Pusher, die Stieg Larsson-Trilogie oder So finster die Nacht beweisen seit Jahren, dass originelle Thriller, Krimis oder Horrorslasher keine Frage eines Hollywood-Budgets sein müssen. Allein deswegen machte die Programmreihe Norway Expanded auf dem letzten Sonntag zu Ende gegangen größten Filmfestival Polens, dem New Horizons in Wroclaw neugierig. 23 Kurz- und Langfilme aus den letzten drei Jahren versprachen ein aussagekräftiges Bild des Status Quo im Filmland Norwegen.
Text:
Nadin Wildt
Jake Gyllenhall verlässt im zweiten Kinofilm des Bowie-Sohns Duncan Jones die Zeit- und Raumstrukturen, um einem Terroristen das Handwerk zu legen. Fesselnder als die rätselhaften Prämissen dieser kriminalistischen Wissenschaftsfiktion ist dabei das charismatische Spiel der drei Hauptfiguren. Zum Kinostart am 2. Juni verlosen wir vier Gewinnpakete mit Freikarten, SOURCE CODE Projektionsuhren und Kopfhörern.
Text:
Ralf Krämer
Am gestrigen Dienstag kam der Film in die Köpenicker Straße in Berlin-Kreuzberg. Vor einer Fabrik, direkt neben der Redaktion der Spex, wuchs ein Gerüst in die Höhe, Scheinwerfer strahlten ins Gebäude, ein Wagendorf aus Trailern und Catering-Bus entstand. Auf dem Drehplan: Die Fortsetzung der erfolgreichen Kinokomödie »Männerherzen« – business as usual also. Keine drei Stunden später erreichte die Redaktion die Meldung, dass der deutsche Filmproduzent Bernd Eichinger völlig unerwartet an einem Herzinfarkt verstorben ist. Ein Nachruf.
Text:
Barbara Schweizerhof

Die Instrumentalisierung der eigenen Physis, die Sucht, auf der Bühne zu stehen und ein wahrlich mephistophelisches Angebot: In Darren Aronofskys neuem Psychotriller »Black Swan« glänzt Natalie Portman als von tiefer Unsicherheit geprägte Ballettänzerin, die sich alles abverlangt, um endlich groß herauszukommen.
Text:
Esther Buss
»Mad Men«, eine neue TV-Serie aus den USA, konjugiert im Stile einer High-End-Soap die Konstellationen einer New Yorker Werbeagentur in den Sechzigern durch. Die deutsche Fassung läuft ab dem 6. Oktober auf ZDF neo.
Erschienen in SPEX #319 03-04.2009 | 06.10.2010 16:21
Text:
Wibke Wetzker

Hysterisches Gekreische und schmachtende Blicke sind durchaus abschreckende Begleiterscheinungen des »Twilight«-Fiebers, weshalb sich ein differenzierter Blick auf das Zeitgeistphänomen Vampir lohnt. Wibke Wetzker erkennt in der »Twilight«-Saga, aber auch in der US-Serie »True Blood« einen Paradigmenwechsel: Die Deutungshoheit über den Vampir haben jetzt Frauen.
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 | 14.07.2010 14:14