Film - Artikel

Untot – Von Menschen & Monstern

Getrunken wird zu Hause: »Twilight« und »True Blood«

Text: Wibke Wetzker



Hysterisches Gekreische und schmachtende Blicke sind durchaus abschreckende Begleiterscheinungen des »Twilight«-Fiebers, weshalb sich ein differenzierter Blick auf das Zeitgeistphänomen Vampir lohnt. Wibke Wetzker erkennt in der »Twilight«-Saga, aber auch in der US-Serie »True Blood« einen Paradigmenwechsel: Die Deutungshoheit über den Vampir haben jetzt Frauen.                            

 
 

Vater, Mutter, Monsterkind

»Splice« von Vincenzo Natali

Text: Harald Peters

Splice Still TeaserVincenzo Natali (»Cube«) und Guillermo del Toro (»Hellboy«, »Pans Labyrinth«) haben beide ein Faible für märchenhaften Meta-Horror, der über plumpe Effekte erhaben ist. In ihrem ersten gemeinsamen Film »Splice« ergründen Natali als Regisseur und del Toro als Produzent die moralischen Abgründe der Zivilisation, erzählt als schleimtriefende Wissenschaftsparabel.                            

 
 

Im goldenen Licht eines Parkplatzes

»A Single Man« von Tom Ford

Text: Esther Buss

A Serious Man Tom Ford Stills

In »A Single Man« zeigt sich Modedesigner und Regiedebütant Tom Ford wenig interessiert am ›period picture‹. Am 8. April läuft der Film in den Kinos an.                            

 
 

Sei Du selbst und Du bist schön

»Precious – Das Leben ist kostbar« von Lee Daniels

Text: Barbara Schweizerhof

In der Tradition von Filmen wie »Die Farbe Lila« und »Dangerous Minds« erzählt Lee Daniels »Precious – Das Leben ist kostbar« von der Vergegenwärtigung eines Außenseiterschicksals. Dank seiner außergewöhnlich drastischen Konsequenz, sogar Mariah Carey verzichtete in einer Nebenrolle auf ihren üblichen Glamour, erhielt »Precious …« als Geheimtipp zwei Oscar für das beste adaptierte Drehbuch und die beste Nebenrolle. Heute startet der Film in den deutschen Kinos.                            

 
 

Pluralismus der Parallelwelten

Ein Rückblick auf die Berlinale 2010

Text: Wibke Wetzker

Der Berliner Kulturbetrieb stand in der vergangenen Woche ganz im Zeichen der 60. Berlinale. Auch Spex war auf den Filmfestspielen in der Hauptdstadt unterwegs, mit Schreibauftrag, Jurykompetenz und als Teil eines filmbegeisterten Publikums. Für Max Dax begann die Berlinale mit seiner Begrüßung als Mitglied der Kurzfilmjury im Rahmen der Eröffnungsgala im Berlinalepalast. Am Ende fiel auch sein Votum zu Gunsten eines Beitrags aus Schweden aus: »Händelse Vid Bank« von Ruben Östlund wurde mit der goldenen Trophäe für den besten internationalen Kurzfilm ausgezeichnet. Die Geschichte über einen gescheiterten Banküberfall wertete die Jury als gelungene »Reflektion unserer Zeit und wie diese von den Medien beeinflusst ist«, in seinem Spex-Blog »Dissonanz« reflektiert Dax eigene Beobachtungen der diesjährigen Berlinale. Für die Medien ist solch ein Filmfest appetitanregendes Häppchen und gefundenes Fressen zugleich:                            

 
 

Sie denken immer nur an das Eine?

Die Psychotherapie-Serie »In Treatment«

Text: Christoph Dreher, Christine Lang

In Treatment HBO StillDie verblüffende HBO-Serie »In Treatment« spielt fast ausschließlich in der Praxis eines Psychotherapeuten und konzentriert sich dabei auf das, was gutes Fernsehen schon immer ausmachte: Sitzen und Reden. Ab dem 15. Februar läuft die erste Staffel auf 3Sat.                            

 
 

Ihr werdet schon noch Augen machen

James Cameron und das 3D-Kino

Text: Tomasso Schultze

Avatar TeaserAngekündigt wird nicht weniger als eine neue Revolution des Kinos. 3D ist das Zauberwort, und »Avatar«, James Camerons erster Film seit »Titanic« von 1997, soll es auf großem Parkett richten. Gedanken zur Dimensionalität des Films und der Imaginationskraft des Kinozuschauers.                            

 
 

Durch, durch, durch!

Neue Berlin-Techno-Dokumentation »After Hours« auf 3min.de und Spex.de

Text: Walter W. Wacht
Als Auswärtiger auf Berlin zu schauen, bedeutet oft genug: Verwunderung, was der neue Wirbel um Techno soll. Seit rund vier Jahren erfährt die Techno-Kultur der Hauptstadt wachsendes mediales wie Besucher-Interesse – seien es Clubs wie Berghain, Watergate und Bar25, Plastik-Hymnen wie »3 Tage wach« bei »The Dome«, oder äußerst erfolgreiche Bücher wie »Lost And Sound« von Tobias Rapp, das nun auch in englischer Übersetzung veröffentlicht wird. Daneben wurde ein Film wie »Berlin Calling« zum internationalen Kassenschlager und katapultierte seinen Hauptdarsteller Paul Kalkbrenner in vormals ungeahnte Erfolgsdimensionen. Sogar über Ricardo Villalobos, den Pop-Star unter den Techno-Produzenten, wurde nun ein Film gemacht – der Berliner Regisseur Romuald Karmakar hat dem gebürtigen Chilenen Villalobos ein filmisches Denkmal gesetzt. Auch die neue Dokumentation »After Hours« portraitiert Techno in Berlin, die spannende Webserie ist nun auf dem Webserien-Portal 3min.de und Spex.de zu sehen.                            
 
 

Kanye West & Spike Jonze

We Were Once A Fairytale

Text: Walter W. Wacht

Ist Spike Jonze die Entschlüsselung des Phänomens Kanye Wests gelungen? Gemeinsam arbeiteten der Regisseur und der Sänger/Produzent/Designer/die Medienfigur West an dem Kurzfilm »We Were Once A Fairytale«, einer Art kathartischer Reinigung des Rappers, der zuletzt seine »Fame Kills«-Tour mit Lady GaGa kommentarlos absagen ließ – was für die Yellow Press zu Spekulationen von kreativer Neuausrichtung bis zu Alkoholproblemen und Entzug reichte.

    »We Were Once …« zeigt uns nun den im Nachtclub feiernden und sichtbar neben der Spur stehenden Entertainer West als er selbst, der die guten Ratschläge seiner Freunde sendungsbewusst bzw. großkotzig ausschlägt, sich wankend auf die Tanzfläche rettet und betrunken Frauen anrempelt.                            

 
 

Die durch die Hölle gehen

13 Tzameti

Text: Ralf Krämer

In »13 Tzameti« imaginiert Regisseur Géla Babluani den Kampf der Klassen in seiner brutalstmöglichen Zuspitzung als organisiertes russisches Roulette.                            

 
 
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