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Of Montreal – Berlin-Konzert abgesagt

Text: Walter W. Wacht
Of MontrealIhr Konzert im Berliner Lido Mitte Oktober war ›der Knüller‹! Zwar passte ihr Schimmel (kein Pilz, kein Konzertflügel, ein echtes, lebendes Pferd!) nicht in die Kisten mit der Konzert-Backline, die rund eineinhalbstündige Show war dennoch ein Erweckungsmoment: so oppulent und abwechslungsreich können Konzerte – auch bei Indie-Bands – also auch sein. Am 20. Januar 2009 sollte sich dieses Spektakel in Berlin wiederholen – leider mussten Of Montreal ihre einzige Deutschland-Show nun aber absagen. Der Grund: Franz Ferdinand.

Am gleichen Abend eröffnet die Hippie-Kommune aus Athens, Georgia das Konzert der Franzen im Londoner Club Heaven, bereits im Vorverkauf erstandene Karten werden erstattet. Ein Trostpflaster: die Band wird im Zeitraum zwischen Sommer und Herbst nach Deutschland zurückziehen, versicherte ihre deutsche Touragentur Puschen.

Nun aber: ein Video des erwähnten Schimmels.



VIDEO: Of Montreal - Kevin Barnes on a Horse                            
 
 

David Wagner – Umdeutungshoheit

Text: Christoph Braun
Sukultur»Helden« lautet der Titel eines Bändchens, in dem der durch den Roman »Meine nachtblaue Hose« zu einiger Bekanntheit gelangte David Wagner seine Umdeutungshoheit beweist. Denn die »Helden«, das sind Neu-Arrangements von Texten, die Wagner in Zeitungen gefunden hat. Umgeschaut hat er sich anscheinend - es gibt in »Helden« keine nähere Erläuterung zur Arbeitsweise des 37-jährigen Berliners - in Porträts so genannter Macher in den Wirtschaftsseiten.                            
 
 

One Shot Orchestra – Auf Tour mit Kopfnicker-House

Text: Christoph Braun
One Shot OrchestraDas One Shot Orchestra besteht aus Fkalker, Zachov und Simon B. Drei junge Typen aus Frankreich, Deutschland, Schweiz, die von Bern und Berlin aus operieren, sich als »DJ Orchestra« bezeichnen, während ihrer Live-Auftritte jedoch Schlagzeug, Bass, Gitarre und Keyboards spielen. Das klingt sehr tanzbar: Ungefähr, als hätten DFA-Acts wie Juan Maclean oder LCD Soundsystem soeben ihre Vorliebe für Balearic Beats entdeckt.                             
 
 

Karin Dreijer Andersson – Soloalbum als Fever Ray, Stream

Text: Walter W. Wacht
Fever RayOb es im nächsten Jahr wohl ein neues The-Knife-Album geben wird? Knifflig! Wie kürzlich an dieser Stelle berichtet arbeitet das schwedische Duo derzeit gemeinsam mit der dänischen Performance-Gruppe Hotel Pro Forma an einer Oper, beziehungsweise arbeiten The Knife an Musikstücken für jene Oper, die im Herbst 2009 ihre Uraufführung erleben soll. Olof Dreijer befinde sich daher derzeit im südamerikanischen Amazonas-Gebiet, um dort Field Recordings für die »Tomorrow, in a Year« betitelte Aufführung zu sammeln. Seine Schwester Karin Dreijer Andersson ist da schon weiter: nach ihren Gastvocals auf dem letzten dEUS-Album »Vantage Point« hat sie soeben ihr erstes Solo-Album fertiggestellt, im März nächsten Jahres wird es erscheinen.                            
 
 

Arcade Fire – ›Miroir Noir‹

Text: Christoph Braun
Arcade FireDie Standardversion kostet 11,7047 Euro, also Fünfzehn Dollar Neunundneunzig: »Miroir Noir« lautet der Name des Filmes, indem Arcade Fire den Aufnahme-Alltag hinter »The Neon Bible« dokumentieren. Es geht um Aufnahme-Sessions im Montréaler Studio der Band, um Making-Ofs von Videoclips, dazu Kurzfilme und Live-Mitschnitte. Zur Erinnerung: »The Neon Bible« war das Durchbruch-Album der achtköpfigen Band und landete auf Platz drei der Spex-Lesercharts '07.                             
 
 

Kitty, Daisy & Lewis - Neue Single, Live in Berlin

Text: Walter W. Wacht
Kitty, Daisy & LewisDie anständige britische Rock’n’Roll-Band Kitty, Daisy & Lewis, bekannt aus Spex #316, veröffentlicht am 15. Dezember bei der ebenso anständigen Schallplatten-Firma Sunday Best Records eine neue Single. Es handelt sich dabei um die Doppel-A-Seiten-Veröffentlichung »(Baby) Hold Me Tight« / »Buggin’ Blues«, welche in den ›zeitgemäßen‹ Formaten CD und MP3 verkauft wird, für ›Fans‹ allerdings auch auf 7- bzw. 10-Inch-Vinyl gepresst wurde.

Tipp: Schenken Sie diese Veröffentlichung doch ihren Eltern, sie werden ihre wahre Freude daran haben.

Und noch ein Tipp:                            
 
 

Hercules And Love Affair, Santogold & Peaches – Auf dem Electronic Beats Festival Berlin

Text: Walter W. Wacht
Electronic Beats FestivalDer November reißt die wohl größten vorweihnachtlichen Budget-Löcher: kurz vor dem Jahreswechsel kommt noch einmal jede Band auf Tour, an so manchem Abend kann man in den deutschen Großstädten gleich vier oder fünf Konzerte in verschiedenen Clubs besuchen. Dem ist auch am 20. November in Berlin so, der Unterschied ist nur, dass das Electronic Beats Festival (EBF) an nur einem Ort – dem Berliner Postbahnhof – stattfindet und man sich so zumindest das enervierende Hetzen durch die Stadtteile spart. Andererseits spricht das Line-Up Bände: neben den britischen Late Of The Pier treten gleich vier Favoriten der Spex-Redaktion auf, namentlich Peaches, Munk, Santogold sowie die New Yorker Gruppe Hercules And Love Affair. Dementsprechend ist die Veranstaltung ausverkauft, weswegen man bezüglich Tickets aufmerksam weiterlesen sollte.                            
 
 

Telepathe – Franchise-Modell TV On The Radio

Text: Christoph Braun
TelepatheOk, ok. Das mit dem Franchise-Label klingt jetzt total wie ein Vorwurf. Soll es gar nicht sein. Denn das Debüt-Album von Telepathe, das am 23. Januar 2009 auf V2 / Cooperative Music erscheint, klingt. Nur haben Melissa Livaudais und Busy Gangnes eben immer auch etwas, was die Titel-Gruppe von Spex #317 so berühmt gemacht hat: Schimmerndes Amalgam, alles drin, alles fließt. Die Auflösung folgt auf dem Fuß: Nach einer Maxi auf IAMSOUND und einer 7"-Single für Merok haben sich Telepathe, ganz Brooklyn Ladies, Dave Sitek von TV On The Radio als Produzenten ausgesucht.                            
 
 

Melt! – Ferropolis Forever

Text: Christoph Braun
FerropolisUnbestritten haben die Kollegen von der Melt! GmbH & Co. KG, ihres Zeichens Event-Arm des Intro, mit dem Melt!-Festival einen Höhepunkt unter den hiesigen Musikfestivals etabliert. In Zukunft wird diese Firma das spektakuläre Gelände des alten Braunkohle-Tagebaus in Gräfenhainichen regelmäßig bespaßen. In der vergangenen Woche hat die Stadt Gräfenhainichen einem diesbezüglichen Betreiberkonzept zugestimmt. Aus der Pressemeldung:                            
 
 

Get Physical – Die Nummer 100 im Katalog

Text: Christoph Braun
GP100Mit Get Physical, der Autoren-Supergroup unter den Techno-Labels, kann es einem so gehen wie der Schildkröte in der Wüste. Soviel Sand zum klauen, soviele Hit-Veröffentlichungen zum hören und in den Mix einspeisen. Dass es aber im siebten Jahr der Labelgeschichte bereits 100 Veröffentlichungen sind, die ihren Weg aus Berlin-Prenzlauer Berg hinaus in die Clubs geschafft haben, ist angesichts des Produktions- und DJ-Aktivitäten von Get Physical-Machern wie M.A.N.D.Y., DJ T. oder Booka Shade kaum zu glauben. »GP100« markiert nun tatsächlich diesen, wie sagt man im Deutschen, Milestone.                            
 
 

H.P. Baxxter & Heinz Strunk – Heute »durch die Nacht« auf Arte

Text: Walter W. Wacht
Arte»Ich glaube das wird ein guter Abend, so oder so«, sagt Scooter-Frontmann H.P. Baxxter kurz vor der ersten Begegnung mit Heinz Strunk. Gemeinsam trafen sie sich für die Reihe »Durch die Nacht mit…«, die heute Abend auf Arte zu sehen ist.

In Hamburg besuchte Strunk die Studioräume von Baxxter, eine Querflöte hat er mitgebracht. Auf der dunkelbraunen Ledercouch neben dem Aquarium wird über die beiderseitige Vergangenheit geschnackt und viel geraucht, anschließend geht es in die Aufnahmekabine, um einen Scooter-Track mit Querflöteneinsatz wegzumetern. Genial!                            
 
 

Jim Avignon – Das Buch, das Erdferkel & die Partys

Text: Christoph Braun
Friendly Capitalism Lounge»Trouble With The Aardvaark« lautet der Titel des neuesten Buches von und mit Jim Avignon. Ein Aardvark mit einem »A« vor dem »K« ist ein Erdferkel und damit eines der anerkannt hässlichsten Tiere dieser Erde; das »Aardvaark« mit zweimal Doppel-»A« gehört zudem zum Inventar der Cartoon-Fiuguren, bekannt aus dem »Rosaroten Panther«. Und an diesem Arsenal der Characters arbeitet sich Pop-Art brut-Melancholiker Avignon in dieser Werkschau des Momentes ab. In der nächsten Viertelstunde werden eh wieder weitere 15 Avignons auf Papier gebracht worden sein.                            
 
 
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