Text:
Die Redaktion
Ein neuer Teaser für »Immergut - Der Film« – – – Hudson Mohawkes Album »Butter« im Stream – – – Christopher Walken liest den Text von »Pokerface« – – – Johann Sebastian Bachs »Toccata und Fuge in D-Moll« als Grafik-Animation – – – Fernsehnachrichten aufgepeppt mit Auto-Tune – – – Der Spextrakt.
Text:
Gunnar Klack
Seit diesem Montag sind hier zwei neue Blogs online. Der Clou: Die Blogs werden nicht - wie es das Wort Weblog eigentlich bedeutet - tagebuchartig direkt aus dem Kopf des Autors in den Rechner getippt, sondern sie werden von Spex betreut. Martin Hossbach kümmert sich um den Blogging-Output zweier geschätzter Künstler. Kevin Cummins präsentiert in »Arca« immer Montags ein neues, von ihm geschossenes Foto, Martin Hossbach befragt ihn dazu jeweils auf Englisch. Es wird um bekannte, unbekannte, alte und neue Fotos gehen. Ähnlich dezent wird Martin Hossbach den Blog moderieren, der »Dear Me, Scott King« heißt. Scott King – bekannt durch »Cher Guevara« und »Anxiety & Depression« – zeigt ebenfalls neue und ältere Arbeiten, er verfasst auch eigene Texte dazu.
Text:
Walter W. Wacht
Nichts geht mehr: der Konzertteil von Spex Live ist restlos ausverkauft, die letzten Konzertkarten gingen am vergangenen Sonntag über den Tresen. Aber nicht verzagen: ab Mitternacht öffnet die Partykasse, abseits der Live-Shows von Phantom Ghost, Little Boots und Phoenix kann man so immer noch mit Spex in Berghain, Panoramabar und Lab.Oratory feiern.
Selbstverständlich ist dies ein schwacher Trost für all jene, die unsere aktuelle Titelband Phoenix sehen wollten, nun aber nicht mehr an Karten kommen. All jene mögen ab hier aufmerksam weiterlesen:
Text:
Walter W. Wacht
Tragisch war der Tod von Sebastian Hackert Ende Februar: der Deichkind-Produzent starb viel zu früh im Alter von 32 Jahren. Aber weiter geht es, so die Maxime der verbleibenden Mitglieder der Formation. Kürzlich wurde die neue Single »Luftbahn« veröffentlicht, für den Sommer wurden – siehe unten – eine Vielzahl an Festivalshows bestätigt. Nur wie die Zeit bis dahin vertreiben?
Seit Anfang April nutzt das Kollektiv mit großer Freude die Microblogging-Plattform Twitter (@Spex), Anfang Juni werden sie zudem auf einer Autofähre spielen:
Text:
Walter W. Wacht

Wer Musik produziert und am physischen Tonträger festhält, für den gilt: trage dem Gesamt-Produkt Rechnung und veröffentliche die Musik bestenfalls in Verbindung mit einer gut durchdachten Verpackung. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um ultralimitierte Vierfach-Vinyl-Boxen handeln, aber wenigstens das Artwork sollte sitzen.Dies unterstreicht auch die Spex-Rubrik »
Gelungene Verpackung«, die sich im Print-Heft und auf Spex.de herausragenden Designs widmet und aus der Flut der Veröffentlichungen heraussticht.
Würde das belgische Kunst- und Musiklabel
Les Disques du Crépuscule auch heute noch Musik verlegen, man könnte sich der Besprechung als »Gelungene Verpackung« sicher sein. Das vor 29 Jahren gegründete Label entwickelte unter der grafischen Leitung Benoit Henneberts schnell eine eigene, einzigartige visuelle Sprache, geprägt von Anzeigenästhetik der Zeit und dem Comicstil Ligne Claire. Der Kölnische Kunstverein widmet Les Disques du Crépuscule nun mit »
Après Crépuscule« eine ausführliche Ausstellung.
Text:
Christoph Braun

In den vergangenen Monaten haben die Brüder
Kaspar und
Moritz Metz durch ein paar hübsche Hacks von sich reden machen. So zeigten die Berliner Programmierer und Künstler im
vergangenen November das
Pylofon, einen Xylophon spielenden Roboter, der sowohl mit Handy und Game-Controllern, als auch über Internet steuerbar ist. Neben einem Laser-Projektor hat das
Metzwerk schließlich so etwas wie die digitale Falte erfunden: die »Transparenten Bildschirme«, eine Serienschaltung von Laptops, deren Monitore durchsichtig zu sein scheinen.
Text:
Christoph Braun
Der Neue Aachener Kunstverein zeigt Wolfgang Müller. Am Samstag, den 17. Januar wird um 20h die Ausstellung »Séance Vocibus Avium. Terror. Revolte. Glück« in Anwesenheit des Künstler eröffnet. Der in Berlin lebende Elfen- und Island-Intimus, Sänger und Spex-Autor zeigt dabei ausgewählte Werke der von ihm in den 80er Jahren mitgegründeten Avantgarde-Gruppe Die Tödliche Doris und lässt ebenso ausgewählte Hörstücke seines aktuellen Albums »Séance Vocibus Avium« erklingen.
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Michael Lutz
Politische Aussagen in elektronische Musik zu verpacken ist kein leichtes Unterfangen, weshalb die Konzept-Musik Matthew Herberts nur wenige Referenzen kennt. Sein Ansatz ist dabei meist so simpel wie genial. Es geht um Themen, die jeder kennt, beispielsweise: Essen. Auf »Plat du Jour« (Accidental, 2005), Herberts kritischem Statement zur industrialisierten Massenproduktion von Lebensmitteln, hört man das Geräusch, das ganze Hundertschaften obsthungriger Humanoiden beim gleichzeitigen Biss in einen knackigen Apfel erzeugen. Oder er versaut einem mit dem panischen Gegacker von 30.000 Industriehühnern den Appetit auf dieselben. Trotz solch verstörender Field Recordings lassen sich seine inspirierten Tracks aber auch ohne politischen Kontext genießen – es sind einfach unglaublich gute Stücke.
Wenn Matthew Herbert mit seiner Big Band Platten veröffentlicht, dann tut er das sinnigerweise unter dem Namen The Matthew Herbert Big Band. Und auch hier reflektiert die Musik eine grundlegende Idee, weshalb sie schon vor dem ersten Ton Aussagen über politische und gesellschaftliche Phänomene trifft – etwa indem Herbert sein Big Band-Ensemble als »Methapher für Demokratie« begreift, wie er im Rahmen der Reihe »Vorspiel« in Spex #317 zu Protokoll gab.
Text:
Christoph Braun
In Anlehnung an das alte Schamoni-Bonmot könnte man die Musik des norwegischen Duos Next Life als »eklig, aber toll« bezeichnen. Denn Hai Nguyen Dinh, der 1999 dieses Musikprojekt ins Leben rief, und sein derzeitiger Mitstreiter Todd Jensen spielen einen ultrraharten, ultraschnellen Metal mit Amiga- und sonstigen 8-Bit-Sounds nebst schwiemeligen ProgRock-Passagen. Allein, zuhause und generell in eher kontemplativen Stimmungen ist das nicht zu ertragen. Dennoch sei hier natürlich darauf verwiesen, dass die beiden Computer-Musiker aus Tønsberg Anfang Januar ihr zweites Album »The Lost Age« veröffentlicht haben.
Text:
Christoph Braun
»Les Filles« lautet der Titel der neuen Compilation von Rolf Witteler und Oliver Fröschke, den beiden Machern von Le Pop. Wie üblich auf den Zusammenstellungen des Kölner Labels für Popmusik aus (vornehmlich) Frankreich, richten die Kompilatoren ihr Augenmerk auf gut eingeführte Größen des Nouvelle Chanson wie Françoiz Breut und Coralie Clément, bisher eher im Hintergrund wirkende Namen wie etwa die im Dunstkreis von Calexico operierende Marianne Dissard sowie neue Namen wie zum Beispiel Maud Lübeck und C++. So unterstreicht »Les Filles« die Bedeutung von Le Pop als wichtigstem Importeur und Selecteur französischen Popliedgutes dieser Tage.