Kanye West & Spike Jonze

Ist Spike Jonze die Entschlüsselung des Phänomens Kanye Wests gelungen? Gemeinsam arbeiteten der Regisseur und der Sänger/Produzent/Designer/die Medienfigur West an dem Kurzfilm »We Were Once A Fairytale«, einer Art kathartischer Reinigung des Rappers, der zuletzt seine »Fame Kills«-Tour mit Lady GaGa kommentarlos absagen ließ – was für die Yellow Press zu Spekulationen von kreativer Neuausrichtung bis zu Alkoholproblemen und Entzug reichte.

    »We Were Once …« zeigt uns nun den im Nachtclub feiernden und sichtbar neben der Spur stehenden Entertainer West als er selbst, der die guten Ratschläge seiner Freunde sendungsbewusst bzw. großkotzig ausschlägt, sich wankend auf die Tanzfläche rettet und betrunken Frauen anrempelt. In einem Nebenzimmer lernt West schließlich eine Frau kennen, um kurz darauf mit herabgelassener Hose auf der Couch einzuschlafen – und später aufgewacht die Verwechselung seines vermeintlichen Akts mit dem tatsächlichen Rubbeln auf einem Sitzkissen zu bemerken. Schließlich schafft es West auf die Toilette, und dort beginnend hört der Seelen-Striptease Wests auf und der wahre Kurzfilm beginnt.

    Jagdmesser, Stiche in die Gedärme, sprudelnde Blütenblätter und ein zum Suizid gedrängtes Monster in West bestimmen die letzten Minuten von »We Were Once …«, deutlich beeinflusst von Jonzes jüngster Regie-Arbeit »Where the Wild Things Are« wirken diese Einstellungen und Motive. Dabei griff Jonze auch auf die Hilfe des Animations-Studios DTrainFX zurück, die ebenfalls an der Verfilmung jenes Kinderbuches beteiligt waren.


VIDEO: Kanye West & Spike Jonze – We Were Once A Fairytale

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