Jarvis Cocker, zurück am Schreibtisch

Jarvis Cocker

Jarvis Cocker nutzt seine Radioauszeit wohl zum Schreiben neuer (möglichst pointierter) Songs. Das hat er nun zumindest in einem Interview angedeutet. Für die Pulp-Kino-Doku gibt es noch keinen deutschen Termin.

Jarvis Cocker's Sunday Service hieß die Show auf BBC Radio Six, die der Pulp-Sänger bis Dezember wöchentlich moderierte. »Musik zu machen, kann recht einsam sein«, erzählte er nun dem Observer. Radiosendungen hingegen seien »gesellig. Die Leute können direkt antworten. Man hat zudem Büroparties, was schwierig ist, wenn man alleine Lieder schreibt.« Anlass für das Gespräch war die neue Musikdoku Pulp. A Film about Life, Death & Supermarkets, die in Großbritannien nächste Woche anläuft. Für den SPEX-Raum fehlt derweil noch immer ein Start- oder zumindest Festivaltermin. Regisseur Florian Habicht hat dafür nicht nur die Band portraitiert, sondern auch deren Heimatstadt, Sheffield, und ihre Bewohner. Das Pulp-Konzert vor Ort während der 2011/12er Comeback-Tour bildet den Aufhänger des Films.

Jarvis Cocker wiederum ist schon mit neuen Dingen beschäftigt. Ein Buch scheidet zwar aus (»Ich würde gerne, aber … Es ist eine Mischung aus zu faul sein und verdorben sein vom Schreiben von Liedtexten. In Liedern kann man etwas schreiben, das nur eine Seite lang ist und doch ist es ein ganzer Song.«), aber in diesem Jahr will er die Radio-Pause nutzen, um wieder Musik zu schreiben: »Ich will herausfinden, ob ich noch irgendwelche interessanten Lieder zu schreiben habe, oder ob ich sie bereits alle geschrieben habe.« Zuvor hatte er bereits angemerkt, dass es ihn und die Band stets »frustiert« habe, nie einen wirklich kurzen Pop-Song geschrieben zu haben. »Wir würden etwas schreiben, was wir für einen fantastischen, prägnanten, geistreichen Pop-Song hielten, und wenn man dann die Zeit stoppte, dann wären es etwa vier Minuten und dreißig. Wie konnte das sein?«

Das klingt doch eher nach einem möglichen neuen Pulp-, denn Jarvis-Cocker-Solo-Album.