Happy Birthday

Nakajima Haruo wird wehmütig auf die vergangenen 50 Jahre zurückblicken. von 1954 bis 1972 steckte er als Godzilla-Darsteller in einem Latexkostüm, schwitzte für das längst zum Kult hinaufstillisierte japanische Monster-Genre – und erntete nie Lohn für seine 18 Jahre und 12 Rollen als "Godzilla …
Nakajima Haruo wird wehmütig auf die vergangenen 50 Jahre zurückblicken. von 1954 bis 1972 steckte er als Godzilla-Darsteller in einem Latexkostüm, schwitzte für das längst zum Kult hinaufstillisierte japanische Monster-Genre – und erntete nie Lohn für seine 18 Jahre und 12 Rollen als "Godzilla". Ein Angebot aus Hollywood gab es mal, zu dem Zeitpunkt winkte Haruo nach einem Gespräch mit seinem Produzenten noch ab. Heute ist der über 70-jährige das wahre Urgestein unter den Godzilla-Filmen. 1998 schaffte es zumindest Godzilla nach Hollywood: Roland Emmerich verpackte das Genre in einen aktuellen Kontext, New York als Katastrophen-Spielplatz nach einem Atombombentest Frankreichs. Klischee as usual für das westliche Kino.

Am 03. November 1954 stieg Godzilla zum ersten Mal mit metallisch-schepperndem Geschrei aus dem Meer (wahlweise auch aus der Erde oder einem Berg) um Städte zu verwüsten, die Militärs verzweifeln zu lassen und mutierte Supermonster zu bekämpfen. Seitdem wurden 28 Monster-Streifen gedreht, die bei uns in (un-)regelmäßigen Abständen auf dem Kanal mit "Den Besten Filmen aller Zeiten" laufen. In Japan wurde gerade der vorerst letzte Teil von Godzilla mit dem Titel "Final Wars" abgedreht.

Drei Wochen nach seinem Geburtstag kann Godzilla noch einmal beim Landgang beobachtet werden. Das japanische Kulturinstitut richtet am 24.11.04 in Köln einen Abend mit Jörg Buttgereit aus. Buttgereit, Autor des Buches "Monster aus Japan greifen an – Godzilla, Gamera und Co." wird in einem Vortrag einen Überblick über die Geschichte des Ur-Kino-Reptils halten, im Anschluss daran wird der Film "Godzilla und die Urweltraupen" von 1964 in deutscher Synchronisation gezeigt.

24.11.2004 – 19 Uhr
Köln – Japanisches Kulturinstitut
Universitätsstr. 98

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