H. R. Giger ist tot, der Schrecken bleibt

Skizze zu »Alien« von H.R. Giger

Alien-Schöpfer H. R. Giger ist gestern gestorben. Nicht nur im Kino, auch in der Pop-Musik hinterließ er zahlreiche Spuren.

Man holt nicht zu weit aus, wenn man behauptet, H. R. Giger hätte den Horror auf eine neue Stufe gehoben. Dem Unvorstellbaren gab der surrealistische Künstler und Desinger ein Gesicht – und sehr viele Zähne. Der 1940 geborene Schweizer schuf das mysteriöse Alien, welches sich 1976 durch Riddley Scotts Film gleichen Names fraß: Eine gleichermaßen filigrane wie bösartige Figur, deren voller Schrecken sich vor allem durch das fast vollständige Ausbleiben von Ganzkörperaufnahmen entfaltete. Giger, der später auch das Filmdesign von Poltergeist II gestaltete, bekam dafür einen Oscar, der schlauch-tropfenförmige Monsterkopf – halb industriell, halb organisch in seiner Erscheinung – wurde zur Filmikone. Seine spätere Mitarbeit an Kondom des Grauens sei ihm verziehen, dafür war Giger u. a. auch Plattencover für Danzig, Dead Kennedys oder Debbie Harry verantwortlich. Chris Cunningham zitierte seine »Windowlicker«-Figur im gleichnamigen Video für Aphex Twin und der Designer selbst wiederum entwarf in einer Auftragsarbeit den eigentümlichen Mikrofonständer der Band Korn.

Bereits vor 16 Jahren wurde das Museum HR Giger Château St. Germain in der Schweiz eröffnet. 2012 wurde die Alien-Reihe mit dem Film Prometheus (siehe SPEX N°339) wiederbelebt. Ein schwerer Sturz, an dessen Folgen er erlag, bereitete Hans Rudolf Gigers Leben gestern ein viel zu frühes Ende.

Nachfolgend ist eine Dokumentation über Gigers Arbeit am Set von Alien zu sehen,