Der Spextrakt vom 7. Oktober 2009

Lily Allen ›unplugged‹ bei Chanel – – – Guns N’ Roses unschuldsbewusst gegenüber Ulrich Schnauss – – – Pavement kuratieren All Tomorrow’s Parties – – – Honest Jon’s Records im Portrait – – – Lenka Clayton im Kunstverein Wolfsburg – – – Madonna und Lady GaGa im Clinch – – – Abspann-Credit-Video von Lenny Kravitz und Justice – – – Fuck Buttons im Stream – – – Der Spextrakt.

  • MODE: Lily Allen Live at Chanel, Paris Fashion Week
    Gestern Róisín Murphy bei Viktor & Rolf, heute Lily Allen bei Chanel: Für die Vorstellung der Frühlings-/Sommer-Kollektion 2010 ließ Karl Lagerfeld nicht nur eine von Königin Marie Antoinettes Landsitz inspirierte Modelinie über einen zur Scheune umgebauten Catwalk laufen, mit einer unterirdischen Hebebühne wurde schließlich Lily Allen samt Band nach oben gefahren. Die sang ihren frühzeitige Ejakulation und ›Feuchtigkeitsflecken‹ thematisierenden Song »Not Fair«, ihre Band hingegen war wohl mehr Staffage – oder wie kriegt man sonst Akustikgitarre, Banjo und E-Bass ohne Funksender auf Konzertlautstärke? Das Teil-Playback sahen sich übrigens auch Prince und Rihanna an, die im Publikum von Chanel saßen.
  • INDUSTRIE: Guns N’ Roses vs. Ulrich Schnauss – GN’R respond to Plagiarism Lawsuit
    Gestern machte die Geschichte die Runde, dass der aus Kiel stammende Ambient-Produzent Ulrich Schnauss bzw. seine Labels Independiente und Domino Records USA Guns N’ Roses wegen Urheberrechtsverletzung verklagt. Im Intro des Track »Riad N‘ the Bedouins« (aus dem tatsächlich doch noch erschienenen »Chinese Democracy«) seien 45 Sekunden sehr nahe an Schnauss’ Track »A Strangely Isolated Place«. Nun reagierte der Guns-N’-Roses-Manager Irving Azoff mit einem formellen Statement: »The band (…) believes that there are no unauthorized samples on the track.«
  • MUSIK: Pavement to curate All Tomorrow Parties 2010
    Die Gerüchte sind nicht nur wahr, sie sind sogar zu knapp gefasst: Pavement haben sich für einige Shows wiedervereint, zudem ›kuratieren‹ sie die nächstjährige Ausgabe der All Tomorrow’s Parties. Wer seinen Besuch im Minehead Holiday Resort im britischen Somerset also mit Pavement-Nostalgie verbinden möchte: Ab Freitag beginnt der Vorverkauf.
  • MUSIK: Das Gold der frühen Jahre – Rare Musik von Honest Jon’s
    In der ZEIT gibt Thomas Groß einen lesenswerten Überblick über das von Mark Ainley, Alan Scholefield und Damon Albarn betriebene Londoner Label bzw. Fachgeschäft Honest Jon’s Records.
  • KUNST: Lenka Clayton’s »Reconstructed ZONE«
    Brötchen, Schrauben, Schlüssel, Elefanten: Der Ausstellungs-Beitrag der Künstlerin Lenka Clayton zu »Reconstructed ZONE« im Kunstverein Wolfsburg geht Details der doppelten Institutionen Berlins nach. Vor dem Mauerfall leisteten sich sowohl die Bundesrepublik und die DDR einen eigenen Zoo, eine Oper, einen Funkturm und ein Planetarium. Nach der Wende existieren alle Einrichtungen parallel weiter – Zwanzig Jahre später ist es an Zeit für einen direkten Vergleich en detail.
  • HUMOR: Madonna & Lady GaGa at Saturday Night Live
    Für die Yellow Press ein gefundenes Fressen: Lady GaGa und Madonna in knappen Latexfummeln, streitend, sich in den Haaren liegend und schließlich zur Versöhnung küssend – schon hat man eine knackige Geschichte. Natürlich war das eine Parodie der beiden auf sich selbst, Madonna und ihre Epigonin Lady GaGa traten in der letzten Ausgabe der amerikanischen »Saturday Night Live«-Show auf.
  • VIDEO: Lenny Kravitz – Let Love Rule (Justice Remix)
    Der Justice-Remix für Lenny Kravitz’ »Let love Rule« ist schon ein wenig älter, nun verpasste Regisseur Keith Schofield dem Track ein faszinierendes Musikvideo, das auf sehr lustige Art und Weise mit den Schlusscredits eines imaginären Spielfilms umgeht. (Link gefunden bei Moritz Schmall)
  • STREAM: Fuck Buttons – Tarot Sport
    Weniger Geschrei, mehr Bleeps. So lässt sich das Sounddesign von ›Britol’s finest‹, dem Noise-tronica-Duo Fuck Buttons, neuerdings auch umreißen. In der kommenden Woche kommen sie für einige Shows nach Deutschland, ihr neues Album »Tarot Sport« kann man nun in Gänze streamen.

Ergänzende Vorschläge für den Spextrakt nehmen wir über das Kontaktformular entgegen.

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