Dave Heumann: Album-Vorabstream »Here in the Deep« / Titeltrack-Videopremiere

Foto: Matt Condon

Dave Heumann ist eigentlich Alphastoner bei den Marylander Folk-, Noise- und Strauchfreunden Arbouretum. Was er solo treibt, klingt auch hölzern. Aber ganz anders.

Der Bart tropft wie seine Musik. Im Video zum titelgebenden Stück seines Solodebüts, dem Tennissocken-Adiletten-Schleicher »Here In The Deep«, gibt Heumann den verhinderten Poolboy. Und überhaupt: dieses Album ist ein langes Abtauchen wider Willen.

Nach 13 Jahren als Vorzeige-Haudegen oben genannter Desert-Rock-Gruppe nutzte Heumann die Kunstpause zwischen den Performance-Videodrehs in Massivholzhäusern mit Massivholzmobiliar, um sich abzuseilen. Here In The Deep könnte auch »Ein Zottel auf der Flucht« heißen, es bietet zehn Mal Kerouacmusik. Inklusive Rücklichtern. Dave-Heumann-Gitarrensoli vermochten schon immer zu schimmern. Die Klarheit, durch die sein erstes Album im Alleingang besticht ist jedoch eine ganz andere als die der metallborstigen  Arbouretum-Stücke. Die Gitarre leiert feiner, die Schellen klirren wie als Schellen getarnte Glasperlen, während Heumanns Stoizismus nach der Einführung neuer Begrifflichkeiten verlangt – wie steigert man »am ruhigsten«?

Here In The Deep erscheint am 16. November auf Thrill Jockey. Neben Dave Heumann sind Schlagzeuger Mike Kuhl, Jenn Wasner von Wye Oak sowie Pianist Hans Chew darauf zu hören. Here In The Deep wurde von John Parish abgemischt, es kann hier vorbestellt werden. Das Video zum Titelstück, in dem Walker Teret von Lower Dens Bass spielt, wurde von Jay Buim realisiert, der bereits mit Future Islands und The Sea And Cake arbeitete. SPEX.de zeigt es als Premiere und streamt Here In The Deep in voller Länge exklusiv vorab.

Dave Heumann live
15.11. Leipzig – UT Connewitz
16.11. Berlin – Musik & Frieden (ehemals Magnet)
17.11. Köln – King Georg
19.11. Schorndorf – Club Manufaktur

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