Rampensau, selbstironisch

chilly-gonzales-the-unspeakable    Das erste Stück beginnt, wie es sich für einen der größten Entertainer, die jemals im Bademantel am Piano saßen, gehört: mit Trommelwirbel und mächtigen Blechbläserakkorden. Dann fängt der Dauer-Klavierspiel-Weltrekordbrecher Jason Charles Beck alias Gonzales mit der Zeile »Come and listen to a jerk talking 'bout how hard he works« an zu rappen und gibt damit die Thematik des Albums vor. The Unspeakable Chilly Gonzales ist »larger than life«, parodistisch und introspektiv zugleich, oder, um es in Becks eigenen Songtiteln auszudrücken: Es schwankt zwischen bombastischer Supervillain Music, einer Party In My Mind und der Frage Who wants to hear this?

    Beck schlüpft für sein achtes Album wieder in sein Rapper-Alterego CHILLY GONZALES, doch anstatt von elektronischen Instrumenten sorgt – bis auf das Klaviersolo beim letzten Stück – ein Kammerorchester für die Musik. Arrangiert hat die Orchesterparts Gonzales' Bruder Christophe Beck, der 1998 für seine Filmmusik zur TV-Serie Buffy the Vampire Slayer einen Emmy Award gewann. Im Verlauf der neun Stücke spielt Gonzales die Rolle der selbstironischen Rampensau erneut mit Bravour und übertrifft die Hiphop-Stars, die er immer wieder auf die Schippe nimmt mit links an Einfallsreichtum. Am Ende kündigt er an: »One of these days I will shut up and play the piano.« Bitte nicht!

    The Unspeakable Chilly Gonzales erschint am Freitag, den 10. Juni auf Gonzales' eigenem Label Gentle Threat. Live gibt es ihn mit Orchester Ende Juni in Berlin und Hamburg zu erleben.


VIDEO: CHILLY GONZALES – The Unspeakable Chilly Gonzales Video Medley

the-unspeakable-chilly-gonzales-cd-coverCHILLY GONZALESThe Unspeakable Chilly Gonzales

01. Supervillain Music
02. Self Portrait
03. Party In My Mind
04. Different Kind Of Prostitute
05. Rap Race
06. Beans
07. Bongo Monologue
08. Who Wants To Hear This?
09. Shut Up And Play The Piano

LABEL: Gentle Threat | : 10.06.2011

CHILLY GONZALES und Orchester live:
26.06. Berlin — Volksbühne
28.06. Hamburg — Kampnagel

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