Spex #334: Lars von Trier, Retromanie, Sergej Jensen

Spex #334, die September/Oktober-Ausgabe 2011 inklusive der Spex-CD #98 mit 15 Titeln ist ab Freitag, den 12. August 2011 am Kiosk erhältlich. Weitere Informationen, Ergänzungen sowie ausgewählte Texte aus der neuen Ausgabe folgen in Kürze auf www.spex.de.

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Cover-Illustration – Mikhail Reyman

MUSIK:

AMY WINEHOUSE (1983 – 2011)
Text – Jan Kedves

JOLLY GOODS Wut und Können
Text – Jörg Sundermeier | Foto – Jonas Lindström

AZARI & III Posen der Nacht
Text: Anne Waak | Fotos – Kristin Loschert

KREAYSHAWN Jeder nennt jeden so
Text – Stephan Szillus | Fotos – Jorge Peniche

NICO MUHLY / SON LUX Die Komponisten der Zukunft
Text – Ralf Krämer | Fotos – Eva Tuerbl

    Die beiden jungen amerikanischen Komponisten NICO MUHLY und SON LUX arbeiten an einer Klassik der Zukunft – mit direkten Bezügen auf Steve Reichs Minimal Music und das Vokabular des Pop.

the-raptureTHE RAPTURE Euphorie hoch drei
Text – Anne Waak | Foto – Ruvan Wijesooriya

    Vor neun Jahren waren THE RAPTURE mit House of Jealous Lovers dem Post-Punk-Revival einen Schritt voraus, und auch jetzt ruhen sich die drei New Yorker nicht einfach auf ihren Lorbeeren aus: Das neue Album der Band, In the Grace of Your Love, überzeugt mit Gospel-Einflüssen und einer reizvoll eigensinnigen Mischung aus Liebesdurst und Aufgekratztheit.

NGUZUNGUZU / KINGDOM / MIKEQ Vom Blues zum Bass
Text – Jan Kedves | Foto – Ezra Rubin / Kingdom

    Das Beat- und Basswissen des britischen Dubstep ist in den USA angekommen: Mit seinem Label Fade to Mind hat der Produzent KINGDOM in Los Angeles eine Plattform geschaffen, deren Künstler wie NGUZUNGUZU oder MIKEQ in ihrem Clubsound die amerikanische Tradition des Rhythm & Blues mit verschiedenen Varianten der Bassmusik kombinieren.

VORSPIEL: BLONDIE »Hillary Clinton? Sie Arschloch!«
Interview und Musikauswahl – Jan Kedves und Ralf Krämer | Fotos – Heji Shin

    Es müsste längst Teil des Lehrplans für Grundschüler sein, dass Deborah Harry, Rufname: Debbie, als Sängerin von BLONDIE zu den größten Musik- und Stilikonen der siebziger und achtziger Jahre gehört. Spätestens mit ihrer Rolle in David Cronenbergs Videodrome (1983) etablierte sich die »Godmother of New Wave« auch als Schauspielerin – kein Wunder also, wenn das »Vorspiel« anlässlich des neuen Blondie-Albums Panic of Girls ein wenig einer performativen Audienz gleicht: Im Berliner Hotel de Rome doziert Blondie-Gitarrist und Harrys Ex-Lebensgefährte Chris Stein (61) über musikalische Detailfragen, während Harry (66) schon mal scheinbar abwesend in der mitgebrachten Spex blättert – nur, um sich im entscheidenden Moment lebhaft einzuschalten und über ihr Fake-Französisch, die Muppet Show und die Rolle des Schlagzeugs im Jazz zu sprechen.

DEEB & HEND HAMMAM »Gott verändert die Gesellschaft nicht …«
Interview – Hartwig Vens | Fotoa – Jon Adrie Hoekstra

    Vor gut einem Jahr schrieb die damals 22-jährige Studentin HEND HAMMAM ihr Gedicht Brief an den Präsidenten der Republik und trat damit auf die Open-Mic-Bühnen von Kairo. Das Ziel, das Land vom Tyrannen Mubarak zu befreien, war damals illusorisch, das Gedicht eine mit dem Mut der Verzweiflung vorgebrachte Sehnsuchtsfantasie, die öffentlich vorzutragen man angesichts des ägyptischen Zensur- und Polizeiapparats als heroisch bezeichnen kann. Am 11. Februar gelang es dem ägyptischen Volk, diese Fantasie zu verwirklichen: 18 Tage dauerten die Proteste, nachdem eine über die sozialen Netzwerke mobilisierte Bewegung für den 25. Januar einen Tag des Zorns ausgerufen hatte.

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DIE GROSSEN GESCHICHTEN:

TITEL: LARS VON TRIER
Cover-Illustration – Mikhail Reyman

lars-von    »Oh Lars, that was intense!« – so reagierte Hollywoodstar Kirsten Dunst im Mai auf der Pressekonferenz in Cannes, nachdem LARS VON TRIER sich rechts neben ihr in Erläuterungen seiner deutschen Wurzeln verfahren und schließlich mit dem dahingewitzelten Satz geendet hatte: »Okay, I’m a Nazi«. Der Rest ist Geschichte. Allerdings wäre Melancholia, Lars von Triers neuer Film, auch ohne Skandal einen Spex-Titel wert gewesen. Zum Kinostart im Oktober untersuchen wir das Phänomen von Trier und den gesamten Wahnwitz des Dänen. Die Dramaturgin Maja Zade bespricht Melancholia. Über Cannes & Co. debattieren der Autor Manfred Hermes und kein Geringerer als Udo Kier. Auf die Geschichte der Selbstinszenierungen Lars von Triers blickt die Kunsthistorikerin Doris Berger zurück, während der Regisseur selber lieber in die Zukunft blickt: Als nächstes plant er eine Mischung aus Philosophie und Porno.

MELANCHOLIA Sein Traum wird wahr
Text – Maja Zade | Bilder – Concorde Filmverleih

    Mit sechs Uraufführungen in den letzten sechs Jahren hat sich Lars von Trier zu einem der meistgespielten zeitgenössischen Autoren auf den deutschen Theaterbühnen entwickelt. Alleine fünf seiner Drehbücher – darunter auch Antichrist und die im Kino zu Unrecht gescheiterte Business-Satire The Boss of It All – hat Maja Zade übersetzt. Für Spex beschreibt die in Schweden und Deutschland aufgewachsene Dramaturgin der Berliner Schaubühne von Triers neues Werk Melancholia als zuweilen antiquierte, aber äußerst konsequente Kollision von Psychokomödie und Science-Fiction-Film.

UDO KIER & MANFRED HERMES »Im Kino der betonten Härten«
Moderation – Ralf Krämer | Fotos – Heji Shin

    Ob als Sohn Satans in Hospital der Geister oder als schnippischer Hochzeitsplaner in Melancholia: Das Rollenrepertoire des früheren Warhol- und Fassbinder-Schauspielers Udo Kier in Lars von Triers Filmen ist konkurrenzlos. Der Autor Manfred Hermes untersucht in seinem Buch Deutschland hysterisieren das Lieblings-Fassbinder-Werk Lars von Triers: Berlin Alexanderplatz. Für Spex debattieren Hermes und Kier über Melancholia, den Nazi-Skandal in Cannes und die Möglichkeiten eines kommenden Trier-3D-Pornos.

INTERVIEW: LARS VON TRIER »Ein Sadist zu sein, ist kein Vergnügen«
Interview – Ralf Krämer | Illustration – Mikhail Reyman

    Frisch zurück aus der Sommerfrische, spricht Lars von Trier in seinem Büro im Studiokomplex Filmbyen am Rande Kopenhagens mit Spex über seinen Tölpel-Hans-Humor, Wolfgang Wagner, die sprichwörtliche Pussy Power – und das alles via Skype.

MASTER AND SERVANT Lars von Trier als Selbstinszenierung
Text- Doris Berger

    Unbehagen heraufzubeschwören gehört für Lars von Trier zur Imagepflege, ob mit seiner Filmsprache, seinen Themen oder seinen teils provokativen Äußerungen – als Metatext zu seinen Filmen. Die in Los Angeles lebende Kunsthistorikerin, Kuratorin und Kritikerin Doris Berger (u. a. Projizierte Kunstgeschiche: Mythen und Images in den Filmbiografien über Jackson Pollock und Jean-Michel Basquiat, transcript 2009) analysiert für Spex Lars von Triers Mise-en-scène künstlerischer Autorschaft.

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SPECIAL: RETROMANIA

    Seit Jahren jagt ein Retrotrend den nächsten. Hat uns die Vergangenheit längst eingeholt? Ein Blick in Simon Reynolds’ Buch Retromania, ins Mastering-Studio des Vaters von Kitty, Daisy & Lewis sowie ins aktuelle Mainstream-Kino.

RETROMANIA Die Zukunft ist draußen
Text — Tobi Müller

    Hat uns die Vergangenheit längst eingeholt? Gibt es aus dem Hamsterrad der ewigen Retro-Zyklen im Pop kein Entrinnen mehr? Diese unangenehmen Fragen stellt der bekannte britische Musikkritiker Simon Reynolds in seinem neuen Buch Retromania – Pop Culture’s Addiction to Its Own Past. Auch wenn der Autor darin von verallgemeinernden Thesen absieht, schickt sich sein sehr genau beobachtetes Buch an, zum Standardwerk zu werden – nicht zuletzt, weil Reynolds seinen eigenen Pessimismus kritisch hinterfragt.

GRAEME DURHAM Die Demos liegen auf dem Laptop
Interview – Johannes von Weizsäcker | Bilder – Dan Wilton

the-exchange    Mithilfe von digitalen Plug-ins lässt sich heute im Studio alles erzeugen – von der futuristischsten bis zur historischsten Soundästhetik. Dennoch vertrauen Künstler und Bands wie The xx, Four Tet oder Dizzee Rascal auf the real thing und bringen ihre Produktionen in GRAEME DURHAMs Masteringstudio The Exchange nach Camden, wo Kathodenstrahlröhren und anderes antikes Gerät für Klangveredelung sorgen. Durham ist selbst Musiker – und Vater: Seine Kinder Kitty, Daisy & Lewis treiben es mit dem Analog-Fetischismus auf die Spitze. Johannes von Weizsäcker hat sich im The Exchange Studio umgeschaut und mit dem Betreiber gesprochen – der mit dem Wort Retro nichts zu tun haben will.

RETROCINEMANIA Das Kino kehrt der Gegenwart den Rücken zu
Interview – Georg Seeßlen | Bilder – Paramount Pictures

    Während Simon ReynoldsRetromania die Analyse der pop culture weitestgehend auf den Bereich der Popmusik begrenzt, wirft Filmtheoretiker Georg Seeßlen einen Blick ins Filmgeschäft und nähert sich verschiedenen Erklärungsmodellen zum Phänomen der ewigen Wiederkehr in aktuellen Kino- und TV-Produktionen, beispielsweise in Transformers 3: Dark of the Moon oder der Steven-Spielberg-Produktion Super 8. Als Fachmann für Medien der Alltagskultur stellt Seeßlen die betrübliche Diagnose: Das Mainstreamkino hat aus Angst vor dem eigenen Tod die Flucht in der Zeitschleife nach vorn angetreten und wird per Retrofuturismus zum reinen Recyclingunternehmen.

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MODE:

MODESTRECKE
Produktion und Styling – Alexandra Dietl | Fotografie & Artwork – Katja Schubert | Fotoassistenz – Ulrike Schraberger | Hair & Make-up – Timo Pravitianos | Models – Kristina Z., Marian Kreuzer, Tim Franco | Special Thanks to TOM vom München 72 Park

MODE-INTERVIEW: WALTER VAN BEIRENDONCK »Dich lassen wir hier nicht rein, du Hardrocker!«
Interview – Jan Kedves | Fotos – Charlie De Keersmaecker

beirendonck    Wenn es heute die Tendenz der Modeindustrie ist, die bisweilen komplizierte Figur des Stardesigners durch anonyme, strikt profitorientiert arbeitende Designteams zu ersetzen, dann verkörpert WALTER VAN BEIRENDONCK noch das alte Modell des Modeschöpfers, der konsequent – mit Haut und Haaren sozusagen – für seine ganz persönliche Ästhetik einsteht. Der 1957 im belgischen Brecht geborene Designer kleidete in den Neunzigern mit seinen poppigen W.&.L.T.-Entwürfen eine ganze Generation von Ravern ein, brach dann mit seinem Geldgeber Mustang und betreibt seitdem in Antwerpen ein eigenes, kleines Label. Im September eröffnet im Antwerpener Modemuseum (MoMu) eine große Beirendonck-Retrospektive. Im Interview spricht er über seine Anfänge mit den Antwerp Six, seinen Kommilitonen Martin Margiela und seinen Praktikanten Raf Simons.

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KUNST:

SERGEJ JENSEN »Alles zu erklären, ist viel nerviger«
Interview – Aram Lintzel

    Bislang weigerte sich SERGEJ JENSEN, öffentlich über sich und seine Arbeit zu sprechen – dabei ist er mit seinen Gemälden, die häufig aus ein- oder verschiedenfarbigen Stoffbahnen bestehen, in aller Munde. Die Arbeit des 1973 geborenen, in Berlin lebenden Dänen hat einen starken Pop-Bezug: Jensen selbst spielt in Bands, Dirk von Lowtzow schrieb 2005 für ihn den Tocotronic-Song Dark Star, Stella verwandten im letzten Jahr eines von Jensens Bildern als Cover für ihr Fukui-Album und Rainald Goetz beschrieb 2008 in Klage Jensens Kunst als »in sich zurück-genommene Diskretschönheit«. Bevor er im September in der Berliner Galerie Neu eine Einzelausstellung eröffnet, hat der Maler mit Aram Lintzel für Spex an seinem »individuellen Belastungsprogramm« gearbeitet und ein paar Fragen beantwortet.

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LITERATUR:

UMGERÜSTET FÜR DIE FREIE WILDBAHN »Robocalypse« von Daniel H. Wilson
Text – Oskar Piegsa | Bilder – BBC2

    Droht sich das Versprechen des digitalen Zeitalters, uns Wohlstand und Stabilität zu bringen, umzukehren? Die Menschheit fühlt sich im Angesicht scheinbar allgegenwärtiger Maschinen zunehmend ohnmächtig. So auch im Romandebüt von DANIEL H. WILSON, in dem die Roboter ein einziges Ziel haben: die Natur vom Menschen zu befreien. Dem Spaß dieser apokalyptischen Technik-Fantasie kann sich unser Autor Oskar Piegsa nicht ganz entziehen, gerade weil Robocalypse voll im popkulturellen Zeitgeist liegt, der jüngst auch das Qualitätsfernsehen erreichte: Der britische Dokumentarfilmer Adam Curtis, für die Hybridisierung von Wissenschaft und Pop bekannt, zeigte jüngst auf BBC2 seinen Dreiteiler All Watched Over by Machines of Loving Grace, aus dem die Bilder auf den folgenden Seiten stammen.

INTERVIEW: THOMAS MEINECKE »Nur wenn getrommelt wird, kommen die Götter«
Text – Sebastian Hammelehle | Bilder – Rachel de Joode

meinecke-de-joode    »THOMAS MEINECKE ist jetzt eine Romanfigur«, verkündete jener Text, den wir im letzten Heft als exklusiven Auszug aus Meineckes neuem Buch Lookalikes druckten. Der Roman spielt einerseits auf der Düsseldorfer Königsallee, wo der Schick der BRD konserviert ist, andererseits reiste Meinecke nach Salvador da Bahia, um dort – auf den Spuren des Schriftstellers Hubert Fichte – nach den magischen Praktiken des Candomblé zu suchen, welche House-Partys gleichen. Über all dies – sowie über Britney Spears aus Thüringen und Fromms-Kondompackungen – hat Sebastian Hammelehle mit Meinecke gesprochen.

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FILM:

BEFREITE KLÄNGE, ZERSÄGTE NERVEN »Töne der Angst« von Frank Hentschel
Text – Thomas Hübener

    Nachdem der Verlag Bertz + Fischer unter dem Titel Sex und Subversion. Pornofilme jenseits des Mainstreams (2010) einen spannenden Sammelband zum alternativen Bumsfilm herausbrachte, ist ihm zum Thema des ebenfalls auf körperliche Reaktionen abzielenden Horrorkinos im neuen Band der Reihe Deep Focus ein besonderer Coup gelungen: Mit seiner Studie zur Musik im Horrorgenre betritt FRANK HENTSCHEL Forschungsneuland. Dem Buch liegt eine DVD mit Ausschnitten aus den untersuchten Filmen bei, anhand derer sich die Argumentation des Autors audiovisuell wunderbar nachvollziehen lässt.

KEINE ORDNUNG IM LABOR »Ecstasy Bandits« von Étienne Sauret
Text – Maximilian Linz & Alexis Waltz | Bild – Ascot Elite

    Ein ergiebigeres Sujet als der mittlerweile 86-jährige Chemiker ALEXANDER SASHA SHULGIN ist kaum vorstellbar. Der Wiederentdecker von MDMA und Pate der Ecstasy-Kultur schrieb sich mit seiner Erforschung psychoaktiver Substanzen in die Politiken, Diskurse und Begehrensströme des 20. Jahrhunderts ein. Nun erscheint mit Ecstasy Bandits ein Dokumentarfilm über den genialen Wissenschaftler auf DVD. Maximilian Linz und Alexis Waltz haben ihn unter die Lupe gelegt.

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KRITIKEN:

REZENSIONEN UND KOLUMNEN zu neuen Platten, Songs, Compilations, Videos etc.
Texte – Jens Balzer, Sven Beckstette, Tim Caspar Boehme, Carmen Böker, Max Dax, Robert Defcon, Detlef Diederichsen, Jonathan Fischer, Ulrich Gutmair, Sebastian Hammelehle, Lutz Happel, Thomas Hübener, Gerd Janson, Holger Klein, Dominikus Müller, Kito Nedo, Joachim Ody, Jörg Sundermeier, Alexis Waltz, Carolin Weidner, Nadin Wildt, Jenni Zylka

fatty-folders-cover-kleinALBUM DER AUSGABE: Roman Flügel Fatty Folders

KRITIKEN mit Africa Hitech, Apparat, Balam Acab, Beyoncé, Blanck Mass, Cant, Com Truise, DJ Diamond, DJ Rim / DJ Elroi, Four Tet, Ganglians, How To Dress Well, Jill Scott, Joakim, John Maus, Jonti, Juke Nukem, Lil B, Machinedrum, Matthew Herbert, Monostars, Neil Young, Part Time, Popol Vuh, Psychedelic Horseshit, Pure X, Ricardo Villalobos / Max Loderbauer, Roman Flügel, SBTRKT, S.C.U.M., Shabazz Palaces, Sparrow And The Workshop, Joy Division / New Order, Washed Out, Wombs, Zwanie Jonson u.a.

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SPECIAL:

MICHAEL CLARK
Text – Esther Buss | Buchansichten – Violette Editions

michael-clark    Wenn es eine Persöhnlichkeit gibt, die wie selbstverständlich die Sphären des Pop, der Kunst, der Mode und des britischen Underground mit den Welten des Balletts und des Neuen Tanzes in Beziehung setzt, dann ist es MICHAEL CLARK. Der 1962 in Schottland geborene Tänzer trat Mitte der Achtziger zusammen mit der Londoner Club-Ikone Leigh Bowery in Filmen des Videokünstlers Charles Atlas auf, für Performances kooperierte er mit The Fall und tanzte zu Mark E. Smiths trotzigem Granteln, zu David Bowies Heroes entwickelte er eine Choreografie voller Rockposen. Im Londoner Verlag Violette Editions ist nun mit Michael Clark endlich ein erstes Buch über diesen Ausnahmetänzer erschienen. Es enthält großartige Fotografien, die Clarks Karriere und die seiner 1984 gegründeten Company dokumentieren.

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LIVE:

SPEX PRÄSENTIERT(E): Spex Live, Adrian Sherwood presents Dub Session Vol. 1, New Fall Festival, Moon Duo, Planningtorock, Baby Dee, The Red Krayola, Kunst als Klang kuratiert von Pantha du Prince

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SONSTIGES:

Editorial // MitarbeiterInnen der Ausgabe (Heji Shin, Johannes von Weizsäcker, Tobi Müller, Jorge Peniche) // Reaktionen // Impressum

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SPEX VOR 16 JAHREN:

Brand New! You're Retro!

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BEILAGE:

spex-cd-98-coverSPEX-CD #98
 
01. THE RAPTURE How Deep Is Your Love (DFA / Cooperative Music)
02. PART TIME I Wanna Take You Out (Mexican Summer / Cooperative Music)
03. ZWANIE JONSON A Boy and a Girl (Staatsakt / RTD)
04. GANGLIANS Jungle (Souterrain Transmissions / RTD)
05. JOLLY GOODS If I Were a Woman (Staatsakt / RTD)
06. S.C.U.M. Amber Hands (Mute / GoodToGo)
07. SPARROW AND THE WORKSHOP Faded Glory (Distiller Records / Soulfood)
08. PSYCHEDELIC HORSESHIT French Countryside (FatCat / RTD)
09. WOMBS God Is My Co-Pilot (Ratio Records)
10. APPARAT Black Water (Mute / GoodToGo)
11. SON LUX All the Right Things (Anticon / Indigo)
12. SHABAZZ PALACES Swerve … The Reaping of All That Is Worthwhile (Noir Not Withstanding) (Sub Pop / Cargo)
13. DJ DIAMOND Rep Yo Clique (Planet Mu / Cargo)
14. MACHINEDRUM Now U Know the Deal 4 Real (Planet Mu / Cargo)
15. ROMAN FLÜGEL Song With Blue (Dial / Kompakt)

    HINWEIS: »Dies ist eine Promo-CD« sagt eine freundliche Frauenstimme zu Beginn von Track Nr. 14 (MachinedrumNow U Know The Deal 4 Real) dieser Spex-CD: Ein Satz, der normalerweise nur auf Rezensions-CDs für Journalisten zu hören ist und der als Anti-Piraterie-Maßnahme gedacht ist. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir vom Label und dessen PR-Promoter eine falsche Datei erhalten haben – ein Irrtum, der während der CD-Produktion leider nicht auffiel. Keinesfalls handelt es sich um eine unautorisierte Verwendung des Stückes. Alle linzenrechtlichen Fragen wurden vorab geklärt. 

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Spex #334 – Die September/Oktober-Ausgabe ab dem 12. August 2011 am Kiosk.

Die nächste Ausgabe – Spex #335 – erscheint Mitte Oktober 2011.