Ästhetik der Post-Apokalypse: Tim Aminov – Videopremiere »One Lone Survivor«

Der Russe Tim Aminov ist ein Klangarchitekt, sein Spezialgebiet: die Ästhetik des Unaufdringlichen. Bevor am 15. Februar seine Moment-EP erscheint, präsentiert SPEX den Clip zu »One Love Survivor« und mit ihm den Beweis, dass sie noch Sinn machen – diese Musikvideos.

Einer der unüberhörbarsten Trends der zurückliegenden drei Jahre war die Synthese aus fragmentierter Elektronik und emotionalem Stimmeinsatz. Scheinbar Antagonistisches fügte sich bei Musikern wie James Blake, The xx oder auch The Acid zu äußerst homogenen Klangwelten. Auch Tim Aminovs organische Miniaturen pendeln sich unaufdringlich und unaufhaltsam irgendwo zwischen Dubstep, Electronica und Soul ein.

Das Video »One Lone Survivor« ist in erster Linie eine auf bedrohlich anmutende Harmonie getrimmte Miniatur, deren elektronischer Kern durch spärlichen Klavier- und Streichereinsatz sowie stimmlich durch den Briten Pete Josef mit einer menschlichen Note versehen wird. Doch erwächst aus Nähe und Intimität manchmal auch etwas Bösartiges: in post-apokalyptischen Bildern dokumentiert »One Lone Survivor« einen melancholischen Tag eines jungen Überlebenden. Setting, Bilder und die abschließende dramatische Jäger-Sequenz lassen Assoziationen an das grandiose Computerspiel The Last of Us zu.

»One Lone Survivor« ist neben vier weiteren Songs Teil der am 15. Februar via Sonar Kollektiv kommenden EP Moment. SPEX präsentiert das Video als Premiere.

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