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Velvet Underground »I’m Not A Young Man Anymore«

Eine von Lou Reeds letzten Tätigkeiten war die Zusammenstellung von Bonus-Material für eine 45-Jahre-Box-Set von Velvet Undergrounds White Light/White Heat. Nun gibt es daraus das bislang unveröffentlichte »I'm Not A Young Man Anymore« im Stream zu hören.

Lou Reed (1942 – 2013)

Lou Reed, Gründungsmitglied von The Velvet Underground, ist tot. Der Musiker, Sänger und Texter verstarb heute im Alter von 71 Jahren.

Review: Füxa Dirty D

Füxa kommen aus Detroit und gehören zum Suicide-Spacemen-3-Spiritualized-Flügel der Velvet Underground Appreciation Society, der warme Drone, gerne georgelt, ist ihr Fundament, auch auf ihrem neuen Album »Dirty D«.

Christy & Emily No Rest

Christy And Emily No Rest Tonträger Pop-Briefing Spex #326Dax: Zwei, die narkotisiert in schwer fassbaren Traum- und Zeitschleifen kreisen. »Don’t you ever dream that you’re like the kings and monsters? / Sleep tight, sleep tight, sleep tight, sleep tight« – Christy Edwards und Emily Manzo driften mit ihrem direkt an die frühen The Velvet Underground anknüpfenden opaken Harmoniegesang, mit ihren dunklen, minimalistischen Arrangements und vergangene Jahrzehnte beschwörenden Melodien an Musik an, die heute so nicht mehr gemacht wird, aber nie unmodern war.

Live Film! Jack Smith!

Jack Smith Live Hebbel ArsenalEr gilt als einer der Vordenker von Camp, die Filme von Jack Smith verbanden klassischen Film mit Elementen der Popkultur: Tanz, Musik, Design und Alltägliches hatten einen festen Platz in der bewusst auf Lo-Fi getrimmten Ästhetik des 1932 geborenen Amerikaners. Vor zwanzig Jahren starb er schließlich im jungen Alter von 56 Jahren in New York, bis dahin konnte er – neben zahlreichen Kurzfilmen – fünf Spielfilme als Regisseur realisieren, in vier Streifen trat er selbst als Schauspieler auf – seitdem inspirierte er unzählige nachfolgende Musiker und Künstler wie The Velvet Underground oder Antony Hegarty. Im Oktober wird Smith – einen Monat nach seinem zwanzigsten Todestag – mit einem fünftägigen Film- und Performance-Festival geehrt.

Am Kamin mit Yo La Tengo (3/3)

Ihre etwa zwölf Studioalben, diverse Best Ofs und obskure Cover-CDs ergänzten Yo La Tengo im letzten Jahr mit der nur über ihre Homepage erhältlichen Kompilation »They Shoot, We Score«. Sie bildet nicht nur das filmmusikalische Schaffen der umtriebigen Drei ab, sie ist auch die einzige Möglichkeit, Perlen aus den Scores der Independent-Filme »Game 6« und »Old Joy« legal auf CD zu bekommen. Doch auch die Gastauftritte der Band aus Hoboken stehen für ihre Affinität zum Medium Film – von ihrer unvergessen Darstellung von The Velvet Underground im Valerie-Solanas-Biopic »I shot Andy Warhol« bis hin zu einer kleinen Szene in einer sehr populären TV-Serie. Der dritte Teil des Kamin-Gesprächs mit Yo La Tengo dreht sich außerdem um ihre Heimat  Hoboken sowie deren andere berühmte Kinder, Alfred Kinsey und Frank Sinatra.

Bo Diddley – 30.12.1928 – 02.06.2008

Bo DiddleyEs sind traurige Zeiten für die Popkultur: vor kurzem starb der Pop-Art-Künstler Robert Rauschenberg, gestern gingen Modedesigner Yves Saint Laurent und Rock&Roll- und Blues-Pionier Bo Diddley. Das Kalendarium 2009 wäre also um drei wichtige Einträge reicher, Diddley beeinflusste mit seinem außergewöhnlichen Gitarrespiel sowie seinen selbstentwickelt- und gebauten E-Gitarren ganze Generationen. Ob die Rolling Stones, Velvet Underground, die Sex Pistols, The Clash, The Stooges oder The White Stripes: alle bezogen sich explizit auf Diddley oder coverten seine Stücke.

Diddley wuchs als Adoptivkind im Süden der USA, in der Ku-Klux-Klan-Hochburg McCombs in Mississippi, auf. Seine ersten musikalischen Erfahrungen sammelte er früh: er lernte Geige, im Alter von 12 Jahren adaptierte er zunächst das Geigenspiel für die Gitarre, um wenige Jahre später mit seiner neuen Spieltechnik bis Mitte der 1950er Jahre größere Erfolge zu feiern. Ende der Fünfziger veröffentlichte er seine erste Single (»Bo Diddley / I’m A Man«), Anfang der Sechziger verschlug es ihn nach Washington D.C., wenige Jahre später zog er sich aus dem Musikgeschäft zurück.

Nach einer Rückkehr auf die Bühne Anfang der Siebziger spielte Diddley immer wieder Konzerte und unternahm einzelne Versuche als Schauspieler. Nach einem Schlaganfall vor rund einem Jahr war Diddleys Sprachzentrum angegriffen, im August 2007 erlitt er einen Herzinfarkt. Gestern erlag Diddley im Alter von 79 Jahren einem zweiten Infarkt. Er wird unvergessen bleiben.



VIDEO: Bo Diddley - Bo Diddley (Live at The TNT Show, 1966)

Tate 2.0 – Bringt Musik in die Hallen

TateTracksDie Verbindung von Popmusik und Pop-Art gleicht einem Trauerspiel: Sie ist quasi inexistent. Nur wenige Musiker wie z.B. Jim Avignon / Neoangin wagen den Spagat, sich neben Musik auch mit »›klassischer‹ Kunst« (wie das jetzt wieder klingt) auseinander zu setzen. Die großen und vielfach bemühten Tage von Warhol und Velvet Underground, von Factory und Banane, sind jedenfalls passé. An Innovation fehlt es, auch seitens der Museen, die erst seit wenigen Jahren  in den potentiell Dauerkarten kaufenden »Nachwuchs« investieren: Lange Nächte der Museen, junge Kunst, DJs im Eingangsbereich, das gehört ja schon längst zum Repertoire der Kulturlandschaft. Auf den Trichter der »Musikproduktion« kommt man eher selten. Hierzulande. Im Ausland ist das – Klar! – anders: Schon seit längerer Zeit begleitet die britische Tate Modern die junge Musikszene Londons. Seien es Roll Deep, Man Like Me, Klaxons, The Long Blondes oder The Chemical Brothers: Alle durften bereits ein Ausstellungsstück der renommierten Tate-Sammlung auswählen und es durch die Komposition eines eigenen Musikstücks in einen neuen Sinnzusammenhang stellen. Tate Tracks ist der Oberbegriff dieses hochinteressanten und – das ist das Bizarre – naheliegenden Konzepts, und die Tate Tracks erfreuen sich weltweit stetig wachsender Begeisterung. Hier kommt nun der Leser ins Spiel.

Nicht nur die Indie-Prominenz soll aus dem Querschnitt der Sammlung wählen dürfen, seit heute dürfen auch unbekannte Musiker an dem neuen Spin-Off von Tate Tracks – Your Tate Track – teilnehmen. Einige Vorraussetzungen gilt es zu beachten: Die teilnehmenden Solo-Künstler oder Bands müssen zwischen 16 und 24 Jahre alt sein, stilistisch sind keine Grenzen gesetzt, allerdings muss ein Stück der Sammlung Grundlage für den entstehenden Track sein. Bis zum 31. August kann man seine Arbeiten via MySpace einreichen (TateSpace hier), die User selbst haben bis dahin die Möglichkeit, eingereichte Stücke zu bewerten. Die 20 bestbewertesten Arbeiten werden dann ab Anfang September von einer Jury bestehend aus Basement Jaxx, Graham Coxon und Roll Deep bewertet, der Gewinner am 17. September bekannt gegeben. Der Preis: Eine Installation des eigenen Werks in der Tate. Mehr als lohnenswert!

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