Indonesische Musik im Berghain mit der Raung-Raya-Serie / Verlosung

Al Suwardis Planet-Harmonik-Ensemble

Die Raung-Raya-Serie im Berghain widmet der Vielfalt der indonesischen Musik gleich fünf besondere Konzerterlebnisse. SPEX verlost Tickets für das erste Event.

Metallophone, Trommeln, ein Gong aus Bronze: Indonesische Musik wird meist durch die Brille des Gamelan gelesen. Ihre Tradition reicht jedoch viel weiter. Die Raung-Raya-Reihe von Morphine Records hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, nicht nur dem Gamelan, sondern auch anderen Stilen der Region eine Bühne zu bieten. An fünf Abenden wird im Berghain eine Auswahl an Projekten vorgestellt, die zuvor auf dem belgischen Europalia-Festival präsentiert wurden. Über 60 Künstler setzen bei dieser Reihe ein Statement für die Sicht- und Hörbarkeit der vielfältigen Musikkulturen Indonesiens.

Am 19. Oktober startet die Serie mit Moondog For Gamelan. Der indonesische Komponist und Gamelan-Musiker Iwan Gunawan wird gemeinsam mit seinem Ensemble und Stefan Lakatos eine Auswahl der Kompositionen von dem obskur-genialen Multiinstrumentalisten Moondog, dem legendären Viking Of Sixth Avenue, neu interpretieren.

The Magic Of Sunda huldigt am 15. November dem einstigen Königreich Sunda mit seiner mystischen Kultur. So auch Karinding Attack. Die Metalmusiker verwenden dafür aus Bambus gebaute Instrumente, Percussions sowie Growling. Tarawangsawelas aus Bandung, der „Stadt der Blumen“ im Westen Javas, spielen die Tarawangsa, ein traditionelles Saiteninstrument aus der Region. In Kollaboration mit Rabih Beaini entstand für das Europalia Festival das gemeinsame Projektalbum Wanci, das demnächst auf Morphine Records erscheint. Otto Sidharta ist nicht nur Professor in Jakarta, sondern auch einer der Pioniere elektronischer Musik in Indonesien. Auch das Elektrokollektiv Uwalmassa erlaubt mit Field Recordings, Percussions und Liveinstrumenten einen Einblick in die (zeitgenössische) indonesische Musikszene.

Der Frauenchor Patshiva Cie / Foto: Athane Adrahane

Das vorerst letzte Event der Reihe in diesem Jahr präsentiert am 5. Dezember Ata Ratu, die Queen of Jungga. Mit ihrer selbstgebauten viersaitigen Gitarre, der Juke, verlässt die Sängerin zum ersten Mal Indonesien, um auf dem Europalia Festival – und auch im Berghain zu spielen. In Berlin wird sie gemeinsam mit Palmer Keen, dem indonesisch-amerikanischen Musikethnologen und Initiator von Aural Archipelago, auf der Bühne stehen. Keen selbst wird zudem auch eine Auswahl seines Archivmaterials zusammen mit der Hardcore-Punk-Band Zoo präsentieren.

Im neuen Jahr wird die Serie am 10. Januar mit The Craft Of Senyawa fortgesetzt. Das Duo Senyawa aus Yogyakarta, bestehend aus Instrumentalist Wukir Suryadi und Vokalist Rully Shabara, präsentiert eine breite Auswahl seiner Werke – und bringt dafür extra ihre Instrumente aus Yogyakarta mit. Teil dieser Performance wird auch der belgische Frauenchor Patshika Cie sein.

Am 16. Januar wird die Eventreihe mit Aloysius Suwardi’s Planet Harmonik abgeschlossen. Al Suwardis Arbeit bei Planet Harmonik schließt den Kreis zum Gamelan. Mit seinen selbstgebauten Instrumenten und seinem 22-köpfigen Ensemble transformiert der Komponist indonesische Musiktraditionen zu zeitgenössischen Texturen.

Raung Raya – Indonesian Music with Rabih Beaini & Morphine Records
19.10. Berlin – Berghain: Moondog For Gamelan
15.11. Berlin – Berghain: The Magic Of Sunda
05.12. Berlin – Berghain: Ata Ratu
10.01. Berlin – Berghain: The Craft Of Senyawa
16.01. Berlin – Berghain: Aloysius Suwardi’s Planet Harmonik
Weitere Infos gibt’s hier.

SPEX verlost 1×2 Tickets für Moondog For Gamelan am 19. Oktober im Berghain. Zur Teilnahme einfach eine Mail mit dem vollständigen Namen sowie dem Betreff „Indonesian Music“ an gewinnen@spex.de senden.

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