Großer Löffel Gefühl: Handjerks „Indexical“ im EP-Vorabstream

Diesen Freitag erscheint Indexical, die Debüt-EP des in Berlin ansässigen Deutsch-Norwegers Handjerks. Die vielschichtige Mischung aus Düsterfolk, Kammerpop und R’n’B kann man schon heute vorab hören – exklusiv bei SPEX:

Wie klingt die Musik von jemandem, der mit Musik eigentlich nichts am Hut hat? Richtig, meistens ziemlich spannend. Denn sie folgt keinen ausgetrampelten Pfaden, kennt kein „macht man halt so“. So auch Handjerks, das musikalische Projekt von Julian Bauer, einem jungen Berliner mit Wurzeln in Norwegen. Bauer hatte sich bislang hauptsächlich mit Film, Theater, Literatur und den dazugehörigen Wissenschaften beschäftigt. Das hört man nun.

Die fünft Songs auf seiner Debüt-EP Indexical eint ein Sinn für die passende Dosis Pathos im rechten Moment. Im besten Sinne theatralisch erzählt Bauer darauf mit einem stellenweise an Anohni erinnernden Leidenston von der morbiden Seite des Gefühls. Subtiles sucht man vergebens, Bauer legt den großen Löffel im Verlauf der knapp 20 Minuten eigentlich nie aus der Hand. Klingt übertrieben? Mitnichten. Eher wahnsinnig ambitioniert.

Denn so eine intensive, eklektische, flamboyante Mischung aus eletrifiziertem Düsterfolk, barockem Kammerpop und R’n’B hat man in Deutschland selten gehört. Das gilt auch für Zeilen, wie im zentralen Song „On A Verge“: „I construct hands that won’t touch the deeper meaning / I jerk my jerk off / He comes with game theories.“ Noch Fragen? Einfach unten klicken, wir streamen Indexical schon heute exklusiv vorab.