Schöner, besser, günstiger: Pop-Kultur-Festival 2017

Im dritten Jahr erfindet sich das Pop-Kultur-Festival ein bisschen neu. Geblieben ist der Anspruch, diskursive Räume in Berlin zu schaffen und gleichzeitig interdisziplinäre Grenzen der Popkultur zu überwinden. Heute beginnt der Vorverkauf.

„Inhaltlicher Schwerpunkt liegt bei Pop-Kultur auf der visionären Erweiterung von Produktions-, Arbeits- und Aufführungspraktiken im Hinblick auf performative Ansätze,“ sagen die Festivalveranstalter. Im Jahr 2017 setzt das Festival mit dem Bindestrich auf Eigenproduktionen: „Pop-Kultur: Commissioned Works“ zeigt mehrere Auftragswerke, die Pop-Kultur in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen wie AbraAndreas Dorau, Balbina, Hendrik Otremba und Fishbach entwickelt hat.

Programmschwerpunkt ist neben Konzerten und Lesungen die Geschichte der subversiven Musikszene des Ostens. Für die dritte Ausgabe des Pop-Kultur-Festivals fällt die Location demnach – nach dem Berghain und dem Bezirk Neukölln – in den Osten Berlins, auf das Gelände der Kulturbrauerei. Auf dem Gelände der ehemaligen Schultheiß-Brauerei in Prenzlauer Berg werden über 70 Konzerte, DJ-Sets, Talks und Filme zu sehen sein. Darunter: Diverse SPEX-Lieblinge wie Young FathersAlexis TaylorAnna Meredith, Friends of Gas und All diese Gewalt.

Ein erster Clip zeigt das Verwirrungspotenzial des Pop: Ein Streitgespräch so banal wie bewegend, das hier verbindet und dort aneckt und Fragen nach Identität, Geschichte, Sozialisierung und Perspektiven stellt. Eine Performance über Joey Ramone und Größe(nwahn), die die eh schon gescheiterte Kommunikation stört, zwischen Festivalzelten und Intensität, Deutsch und Englisch, tents und intense, hä, what, Empire State Building, achso, sky, ja nee, of course. Pop beyond words.

Anders als im letzten Jahr gibt es diesmal eine Abendkasse für Kurzentschlossene, außerdem einen übergreifenden Festivalpass sowie Tagestickets. Dank der Budgetaufstockung durch das Kulturstaatsministerium konnte sich das Festival nicht nur konzeptionell weiterentwickeln, auch die Ticketpreise sind deutlich günstiger als im Vorjahr: Das große Festivalticket kostet 60 Euro, Tagestickets liegen bei 25 Euro zzgl. Gebühren, zusätzlich wird ein Sozialticket erhältlich sein.

Weitere Infos und Tickets finden sich hier.

SPEX präsentiert Pop-Kultur 2017
23. – 25.08., Berlin – Kulturbrauerei