We Don’t Care About Music Anyway – Sounding Images #5 mit Frauke Boggasch

Japan – Land der Strenge. Japan – Land der Schamesröte. Bleibt da Raum für Exzess? Die Reihe Sounding Images kontert Stereotype zum fünften Mal mit Bewegtbild.

„Ich bin überzeugt davon, dass es Alternativen jenseits gesellschaftlich auferlegter Normen geben muss“, sagt Yamakawa Fuyuki. Der gebürtige Londoner ist einer der in Tokio wütenden Sounddekonstruktivisten, die im Fokus der Dokumentation We Don’t Care About Music Anyway stehen. Was er noch sagt: „Ich bin außerdem überzeugt davon, dass es meine Aufgabe ist, diese Möglichkeiten auszuloten.“

In der Film- und Diskussionsreihe Sounding Images, die von SPEX-Autorin und Kunsthistorikerin Fiona McGovern im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde, ist der 2009 veröffentlichte Film von Cédric Dupire und Gaspard Kuentz das fünfte Vehikel, um Perspektiven über den Tellerrand herkömmlicher Vorstellungen von Klang, Kunst und Klangkunst zu eröffnen. Über gemeinsames Schauen und Diskutieren mit Gästen wie Undergroundfilmemacher Klaus Maeck oder Komponist Bill Dietz hat sich die Serie im Berliner Acud Macht Neu als Möglichkeitsraum für Interaktionen zwischen Musik, Performance und experimentellem Film jenseits des Konsenskorsetts etabliert.

Nach tradierten Gender-, race– oder Geschlechtervorstellungen werden im Rahmen der fünften Auflage Länderklischees von einem differenzierten Blick in die japanische Undergroundszene abgelöst. Die in Berlin ansässige Künstlerin Frauke Boggasch hat viele Jahre in Tokio gelebt und sich mit dortigen Pop-Gegenentwürfen beschäftigt. Sie steht nach dem Film Rede und Antwort. Der Rest ist Noise.

Sounding Images #5
We Don’t Care About Music Anyway
10.01. Berlin – Acud Macht Neu
Alle weiteren Informationen gibt es hier.

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