Klaus Beyer: Die große Werkschau des deutschen Beatle

Klaus Beyer feiert sich vom 24. bis 27. Oktober mit einer großen Werkschau selbst. Und nach dem Blick zurück folgt der Blick nach vorn: Ein neues Album wird es auch geben. 

SPEX-Autor Ralf Krämer hat es mal so formuliert: »[W]er die Beatles, interpretiert von und porträtiert in den Worten und Werken von Klaus Beyer nicht kennt, kann unmöglich zum essentiellen Kern der Band aus Liverpool vorgedrungen sein.« Der legendäre Kreuzberger ist gelernter Kerzenzieher, Super8-Filmer, DIY-Held und war zehn Jahre lang Schlingensief-Schauspieler – doch Beyers Namen in Stein gemeißelt hat wohl sein Bemühen, alle Beatles-LPs im Laufe von 15 Jahren auf Deutsch einzuspielen, was ihn ganz offiziell zum deutschen Beatle macht. »Einspielen« ist untertrieben, vielmehr hat er sie dechiffriert, re-interpretiert und  -definiert. Von Gefall mir (orig. Please Please Me) bis Lass es sein sind sie alle auf Beyer’isch erschienen.

Doch wenn eine Tür zufällt, geht bekanntlich eine neue auf, und heraus tritt Klaus Beyer mit einem neuen Album. Ohne Beatles, dafür mit Eigenkompositionen. Und wie feiert der 62-jährige so einen einschneidenden neuen Schritt gebührend? Mit einer Werkschau natürlich: Vier Tage lang wird ab dem 24.10. im Kreuzberger Regenbogenkino nicht nur das Beste an Archivmaterial gezeigt – darunter die Beatles-Super8-Filme, Beyer in Schlingensief-, Georg-Maas- und Jörg-Buttgereit-Produktionen oder TV-Auftritte –, der Mann der Stunde wird außerdem aus seinem Tourtagebuch vorlesen und einen neuen Film präsentieren. Als Höhepunkt des bunten Treibens wird er mit Kerl Fieser und Frank Behnke (Ex-Mutter) und Herman Herrmann (Ex-Lassie-Singers) zusammen auftreten. Und zum Schluss schauen alle A Hard Day’s Night. Ohne Beyer, dafür mit den Beatles. Alle weiteren Infos dazu hier.