Nadine Shah: Von den Rändern hinab

Text von Thomas Vorreyer
am 17. Juli 2013
Nadine Shah

Nadine Shah gehört zu jenen Künstlern, deren Gesang die Ränder der Wahrnehmung erschüttert – was ihr zahlreiche ruhmreiche Vergleiche eingebracht hat und was sich ganz hübsch, aber letztendlich frei assoziert, auf das Bild vom abgelegenen Haus ihrer Familie legt, welches sich auf den Klippen des kleinen Dorfes Whitburn nördlich von Sunderland an der stürmischen Nordsee befindet. Die Ghasel-Gesänge ihres aus Pakistan stammenden Vaters prägten ihre musikalische Entwicklung ebenso wie die Songs von Nina Simone, Mariah Carey und Whitney Houston, die sie schon früh perfekt zu imitieren wusste. Als Erwachsene hat sie sich dann jedoch einer eigenen Musik zugewandt, führt nun Jazz, Industrial und (Ethereal) Dark Wave zusammen und beschwört die mythische Bedrohlichkeit einiger Säulenheiligen des Alternative Rocks herauf. »Aching Bones«, »Dreary Town«, »To Be A Young Man« heißen die dazugehörigen Songtitel und Sujets. Gemeinsam mit dem u.a. für Depeche Mode und Blur tätigen Produzenten Ben Hillier hat sie nun ihr Debütalbum Love Your Dum And Mad aufgenommen, das am 26. Juli beim R&S-Ambient-Ableger Apollo Records (im Vertrieb von Alive) erscheint.

Auf einen Liveeindruck muss sich allerdings noch etwas geduldet werden: SPEX präsentiert Nadine Shah im November auf ihrer drei Konzerte umfassenden Deutschlandtour. Der Vorverkauf beginnt am Freitag.

SPEX präsentiert
 Nadine Shah live
05.11. Köln – Studio 672
06.11. Berlin – Privatclub
07.11. Hamburg – Indra

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