Patric Catani Blingsanity

Patric Catani

Patric Catani muss man sicherlich nichts von Hudson Mohawke erzählen. Aber so wie einem die zwölf Stücke seines neuen Albums Blingsanity (Guter Titel!) zu Kopfe steigen, das gelingt derzeit wohl eigentlich nur noch dem jungen Schotten – und vielleicht noch dessen Kollegen Rustie. Catani, der kreative Wüterich, der u.a. auch als Candie Hank und mit Driver&Driver oder Puppetmastaz seine Spuren hinterlassen hat, besticht auf dem am 24. Mai bei Keep It Business erscheinendem Werk vor allem in genau dieser Kategorie.
   »Lithuanian Roots«, »How I Roll« oder »On the Radar« heißen seine fröhliche Psychosen, auf tiefgrabenden Fundament gebaut, mit infektiösem Bleepen und Klingklang übertüncht. Bassmusik auf der absoluten Höhe der Zeit. Aber dabei belässt es Catani nicht. Da wäre noch »Head of the Enemy«, ein schwitziges nachtdunkles Stück Battle-Bass zwischen Weltraumschlacht und Barfight. Ein bisschen was mit Hörspiel-Charakter (eins der vielen Steckenpferde des Künstlers) gibt es auch, bei »Family Circus« etwa.
   Wie passend, dass wir nachfolgend das Album erstmals und via WiMP im Stream präsentieren können. Wer nach dem Hören noch nicht genug hat, sollte sich einmal Catanis »Dronecast« zu Blingsanity zu Gemüte führen und kann sich außerdem ebenfalls weiter unten noch »Heartstrong« downloaden. Außerdem gibt es Konzerttermine.

 

Patric Catani live
17.05. Hamburg – Hörbar (Experimental Session)
18.05. Hamburg – Hafenklang als Ill Till
19.05. Hamburg – Golden Pudel als Candie Hank mit Gudrun Gut, T.Fehlmann
12.06. Berlin – Berghain Kantine