Pacific Strings

Fragilität statt Dream-Pop-Kleister

Text: Thomas Vorreyer

Pacific Strings
Foto — Juan Manuel Sanchez

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Neulich, vor einer Woche während eines Showcases unter dem Titel »POOL«. Vier schüchterne junge Musiker. Ein Name, der mir schon einmal irgendwann vorher in den Kopf gesetzt wurde, dem ich aber dann doch nicht nachgegangen war: Pacific Strings. Daniel John Boyle, Florian Zeisig und Maggie Buck Armstrong, heute ergänzt um einen Bassisten, hatten einen kurzen Anfahrtsweg. Der Brite, der Münchener und die US-Amerikanerin leben gerade in Berlin, wo seit Frühjahr ein herzerwärmender, zurückgenommener Sound entstanden ist. Gitarrenpop mit Folkbeigeschmack, der den restlichen Dream-Pop-Hypes voraus hat, auch mal weniger mehr sein zu lassen. Was gerade das Konzert belebt: das skizzenhafte ihres Spiels bietet den einzelnen guten Melodieideen Raum zur Entfaltung, Boyle und Armstrong singen fragile Duetts, die Schüchternheit weicht der Intimität. Das nasskalte Regen draußen: vergessen.

   Ihre Kassette Woodgate Valley (Stream nachfolgend) erscheint am 19. November bei CF Records (High Places, Cloud Nothings, Mt Eerie). Am Samstag, dem 17. November, spielen Pacific Strings als Vorband von Hundred Waters in der Berghain Kantine, Berlin – diesem Hinweis sollte mensch nachgehen.

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