HGich.T »fotzicat«

Text von Thomas Vorreyer
am 8. November 2012

HGich.T »fotzicat«

*

Der eine oder die andere hat es vielleicht schon mitbekommen: Es fliegen wieder Dreck und Exkremente, Lebensmittel müssen dran glauben, und potentielle Heiratsvermittlern wird das Leben schwer gemacht. HGich.T sind zurück bzw. nie weg gewesen. So erscheint morgen erscheint ihr neues Album Lecko Grande bei Tapete, aber schon heute setzen sie ihre munter-verstörende Videoreihe fort. »fotzicat« heißt der Song, dessen Bewegtbild erstmals zeigt. Das Video, das SPEX erstmals zeigt, fällt – anders als etwa »uhu-arsch« neulich (siehe unten) – recht gesittet aus. Diesmal geht es zu einem Mitglied des zum Großteil akademischen Kollektivs nach Hause. Wir sehen: Auch hier werden lediglich Steuereinnahmen in Schweden generiert. DJ Hammer und MC Fotzicat dürfen ein wenig abhaten.

   Auf den ersten Blick mag mensch meinen, HGich.T würden eine der großen Fragen der Kulturgeschichte lauter als jede andere Formation dieser Zeit stellen: Sollte es wirklich jeder bzw. jedem erlaubt sein, Musik machen zu dürfen? (Klar!) Natürlich geht es auch größer: Was heißt es denn nun, normal zu sein, und was ist dann verrückt? Letztendlich handelt es sich aber doch nur um die grellbunte, schrille, chaotische Erdung des Kunstbetriebs mit allerhand Alltagsproblemen. Und um größtmögliches Spektakel mit kleinsten Mitteln. Fotzicat nimmt den Pimmel bis auf weiteres erstmal mit. 

*

*

Impressum