Grizzly Bear »Yet Again«
Durchbruch des Alleinseins
Text: Thomas Vorreyer
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Wie war das nochmals mit New Weird America? Wie Alexis Waltz aktuell in SPEX N°340 aufzeigt, gelingt Grizzly Bear mit ihrem neuen Album Shields ein »fein austariertes Kunststück«, das zwar unterstreicht, dass diese Band zu den besten der Gegenwart gezählt werden muss, sich aber erneut jeder »Popstarpose« verwehrt. Den verrückten Geist, jenes Träumen, das stets hinter dieser immer klarer, aber auch homogener werdenden Musik steckt, legt die Regisseurin Emily Kai Bock im Video zu »Yet Again« offen. Hier bricht einer Eiskunstläuferin der gefrorene Boden unter den Füßen weg (Kennt mensch so ähnlich mit einem Basketballplatz auch aus der leidlichen Werbung.) und sie versinkt in einen tiefen fantastischen See, der sich unter der Eissporthalle auftaut. Doch die vermeintliche Paralleldimension, die sie nun im blau-glitzernden Anzug betritt, entpuppt sich als alles wieder einfangende Realität, als Teenage-Depression zwischen Rummelvereinsamung und der Autofahrt ins verlassene zu Hause, Sinnbild des Scheiterns aller hohen Träume. Nach Grimes' »Oblivion« gelingt Bock so erneut ein Video, dass den adoleszent-verstimmten Blick auf das Gegenwarts-Amerika in ihrem klassischsten Bildern einfängt.
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[...] in der bildlichen Reinwaschung der Protagonistin. Bock und Prosofsky, die auch Grizzly Bears »Yet Again«, Kool Musics »Running Back To Everyone« sowie »Oblivion« von Grimes [...]