Music For Solaris
Ben Frost & Daníel Bjarnason vertonen, Brian Eno & Nick Robertson manipulieren
Text: Thomas Vorreyer
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Immer wieder Island. Klangexperimente zwischen Drone, Streichern und Electronica werden vor allem im hohen Norden meisterlich betrieben. Das ist es nur konsequent, dass der Australier Ben Frost von einem Ende der Welt ans andere verzogen ist. Fruchtbar sind seine Kollaborationen mit den einheimischen Valgeir Sigurdsson oder Daníel Bjarnason. Mit letzterem hat Frost das Album Sólaris komponiert, eine Auseinandersetzung mit dem gleichnamigen Sci-Fi-Roman Stanislaw Lems und dessen 1972er Verfilmung von Andrej Tarkovskij. Unter dem Titel Music for Solaris absolvieren die beiden – initiert vom Unsound Festival und unterstützt von CTM – nun mit dem polnischen Sinfonietta Cracovia einige wenige Livetermine, zu denen der morgige in der Volksbühne Berlin gehört. Und während die Musik sich in das psychologische Spannungsfeld zwischen Lems irdischen Protagonisten und der fremden unfassbaren Intelligenz des Solaris-Ozeans einfühlt, werden die Bilder von Tarkovskijs Verfilmung in den Hintergrund projiziert – manipuliert allerdings von Brian Eno und Nick Robertson.
Anschließend spielt die Sinfonietta Cracovia noch Krzysztof Pendereckis Chaconne, Henryk Góreckis Trzy utwory w dawnym stylu sowie Spiegel im Spiegel von Arvo Pärt. Der Vorverkauf findet sich hier. SPEX präsentiert und verlost hier noch 1x2 Plätze.
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Video — Ben Frost & Daníel Bjarnason »Cruel Miracles«
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