Jacques Greene

Verlosung: Von schnurgerader Tanzdiktion zu Vocalfetzenfetischismus

Text: Jan Wehn

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Wenn man dann in der Schule vom Lehrer statt Hausaufgaben einen Haufen Aphex Twin- und Boards of Canada-CD’s in den Tornister gekippt bekommt, ist klar, dass da alsbald etwas Brauchbares bei herumkommen dürfte. Der junge Jaques Greene brütet dann fortan natürlich noch seltener über den Schulheften und verkabelt sein MacBook lieber mit der zusammengejobbten MPC und feilt in bester Schreibtischproduzentenmanier an eigenen Tracks.

   2010 kommt Greene mit vibrierendem House inklusive klappernden Claps und schnurgerader Tanzdiktion seitens der Kickdrum via Night Slugs um die Ecke, schwenkt dann mit LuckyME im Rücken auf verstolperte Melancholiamusik im Stile eines Burials um, verschneidet all das mittlerweile auf seinem eigenen Label Vase Records mehr als gekonnt mit Vocalfetzenfetischismus und R’n’B-Twist und wagt so den gekonnten Schulterschluss mit der tagesaktuellen Bedroomproduzentengarde.

   Genau dieser klangliche Querschnitt dürfte uns auch am Samstag im Horst Krzbrg, Berlin, erwarten, wo Jacques Greene gemeinsam Sound-Aficionados wie Lando Kal, Finckobot und N>E>D auflegt. Spex verlost noch 2x2 Plätze.

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