Editorial Spex #335
NOEL GALLAGHER, Zola Jesus, Björk & der Leserpoll
Text: Jan Kedves, Wibke Wetzker

Das Model aus unserem Games-Special im Resident Evil-Shirt.
FOTO: Claudia Rorarius
Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
Flash! – Nur zehn Minuten (das Zeitfenster, in dem man ein Ei hartgekocht bekommt) standen unserem Fotograf Dan Wilton zur Verfügung, um NOEL GALLAGHER ins beste Licht zu rücken. Nicht, dass Gallagher mies drauf gewesen wäre – wie Jenni Zylkas Interview beweist. Er kann nur eben Kameras nicht leiden, Posieren ist nicht sein Ding, und manche sagen, dies mache ihn erst zu Noel Gallagher. Drei Stunden Zeit hingegen nahm sich Zola Jesus nach ihrem Auftritt beim Dockville Festival in Hamburg; bis früh in den Morgen modelte die kalifornische Goth-Reanimateurin für Adrian Crispin und Ann-Kathrin Obermeyer in gespenstischen Hotelfluren – was umso unheimlicher wirkt, wenn man bedenkt, dass sich die Originalpolaroids, jetzt, da sie gescannt und gedruckt sind, längst im Prozess ihres Verblassens befinden. Ob die Shootings für Spex nun aber Stunden oder Minuten dauern: Wir sind stolz, den Großteil unserer Texte mit selbst produzierten Fotos bebildern zu können.
*
Pow! – Dass Björk längst in ihrer ganz eigenen Liga spielt, bedeutet im Falle des neuen Albums Biophilia eine besondere Herausforderung für die Kritik. Das Werk ist nicht einfach Album, sondern App-Album, edukatives Musikgame – oder soll man es intuitiv-interaktive Öko-Oper nennen? Wir behandeln das ambitionierte Projekt an zwei Stellen in dieser Spex: Im Text über den Biopop von Björk, Feist und Camille keimt die Frage auf, ob Björk möglicherweise ihre Erweiterung ins Tablet-Format nur ersonnen hat, um davon abzulenken, dass ihre neuen Songs allein nicht tragen? Im Games-Special wiederum nähert sich Heiko Gogolin Biophilia von der technischen Seite: In seinem Text zu Pop und Computerspielen findet der ehemalige Chefredakteur der Games-Zeitschrift Gee Björks App-Offensive »ungemein verspielt«, aber auch »überraschend hässlich«.
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Grrrr! – Unsere Follower in den sozialen Netzwerken werden es bereits bemerkt haben, die HeftleserInnen seien hiermit darauf hingewiesen: Wir haben einen neuen Onlineredakteur. Thomas Vorreyer heißt er, geboren wurde er 1990, am liebsten trägt er Schwarz – wer mehr erfahren will, blättere eine Seite weiter zu den MitarbeiterInnen der Ausgabe. Wir können versichern: Es gibt absolut keinen Grund für diesen jungen Mann, sich die Hand vors Gesicht zu halten – außer vielleicht schüchterne Bescheidenheit. Hauptsache, unsere Website spex.de fühlt sich gut betreut. Seit Anfang September schnurrt sie. Willkommen, Thomas!
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Zoom! – In nur zweieinhalb Monaten wird 2011 Vergangenheit sein, und das bedeutet auch: Mit dem nächsten Heft kommen der Spex-Jahresrückblick und der Leserpoll. Wie immer möchten wir unsere LeserInnen hier also duzen und fragen: Was waren die Alben/Songs/Serien/etc., die Euch in diesem Jahr begeistert haben? Die Teilnahme ist möglich ab Freitag, dem 14. Oktober, unter spex.de/leserpoll2011. Es gibt natürlich Belohnungen.
Und jetzt viel Spaß mit dieser Ausgabe!

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Warum gibt es eigentlich das Artwork zur Heft CD nicht mehr als Popup, um es in höherer Auflösung speichern zu können? Das ist sehr praktisch für die digitale Musiksammlung, um die CD als flac zu speichern.
Entschuldige bitte! Mittlerweile ist es online: http://www.spex.de/ausgaben/spex335/#Spex-CD-99
Merci!
[...] Verhältnis zum Vinyl und dessen Klangfarbe pflegen. So gab Noel Gallagher in der vergangenen SPEX #335 im Interview das Bonmot zum Besten, dass Paul Weller sogar einen Plattenspieler in der Küche [...]
[...] Verhältnis zum Vinyl und dessen Klangfarbe pflegen. So gab Noel Gallagher in der vergangenen SPEX #335 im Interview das Bonmot zum Besten, dass Paul Weller sogar einen Plattenspieler in der Küche [...]