Palastrevolte im Rap

Text von Thomas Vorreyer
am 29. September 2011

shabazz-palaces

   In der Kategorie »Rap« gehört Black Up von SHABAZZ PALACES sicherlich zu den Anwärtern auf das »Album des Jahres«. Während sich der Seattler Rapper Ishmael Butler und Perkussionist Tendai Maraire an ausufernd langen Liednamen erfreuen, etwa A Treatease Dedicated To The Avian Airess From North East Nubis (1000 Questions, 1 Answer), bekommt das Hörerohr von ihnen einen dicht verwobenen, scheinbar reduzierten, in Wahrheit aber meisterlich flamboyant zusammengefügten Hybriden aus Dub, Jazz, IDM und Hip Hop serviert. Flying Lotus und Thundercat lassen grüßen. Und immer weiß Butler um den richtigen Kondensationspunkt.

    Dabei spielt ihm natürlich auch seine Erfahrung als ehemaliges Mitglied von Digable Planets in die Hände. Als Shabazz Palaces verwendet er nun arabische Schrift und orientalische Symbolik auf seinen EP-Covern, im eindrucksvollen Straßenszenen-Video zu Bellheaven Meridian von Regisseur Kahlil Joseph (siehe unten) oder auf seiner Webseite. Zeitgleich grassiert noch immer die Islamophobie im US-amerikanischen Mainstream. Nur das Cover von Black Up kommt ohne die feine Provokation aus, dafür ziert das Logo des hiesigen und legendären Labels Sub Pop die Tonträgerrückseite. In Seattle stehen die Zeichen der Zeit also weiterhin eher aufseiten der musikalischen Diversität, erfreulicherweise.

   Morgen, am Freitag, dem 30. September, geben Shabazz Palaces das einzige Deutschlandkonzert ihrer aktuellen Europatour bei der PLAYBerlin Live Session im Festsaal Kreuzberg, Berlin. Wir verlosen noch 1×2 Gästelistenplätze.

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VIDEO: Shabazz Palaces The King's New Clothes Were Made By His Own Hands (Yours Truly Session)

VIDEO: Shabazz Palaces Belhaven Meridian

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SHABAZZ PALACES Live:
30.09.2011 Berlin – Festsaal Kreuzberg

FOTO:
Dave Lichtermann

  • massive attack

    jetzt mal ehrlich….

    rap ist rap ist rap ist schrott……

    [gekürzt]

    horrorrrrrrrrrrr…………………………

    Dein Kommentar musste leider editiert werden. Bitte achte auf eine sachliche, nicht beleidigende Argumentationsweise. Danke! – Die Redaktion

  • waswawa

    @ massive attack

    Und jetzt hab ich mich nur angemeldet, um dir zu sagen, dass du [ignorant] bist.

    Dein Kommentar musste leider editiert werden. Bitte achte auf eine sachliche, nicht beleidigende Argumentationsweise. Danke! – Die Redaktion

  • orvil

    von wegen nur Berlin !
    Shabazz Palaces am 30.11. Köln, Luxor

    • Thomas Vorreyer

      Danke für eure Kommentare! Das ist richtig. Allerdings ist im Text nur vom »einzige[n] Deutschlandkonzert ihrer aktuellen Europatour« die Rede. Die Termine im November und Dezember gehören zur nächsten und werden von uns noch einmal gesondert erwähnt. Hier die kompletten Daten:

      29.11. München – Backstage Halle
      30.11. Köln – Luxor
      01.12. Berlin – Frannz Club

  • http://www.last.fm/user/spiderland77 spiderland77

    WIESO EINZIGES DEUTSCHLAND KONZERT…DIE SPIELEN DOCH AUCH IN MÜNCHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • massive attack

    nochmals: Rap hat in SPEX nix verloren, wer kann denn diesen schrott f r e i w i l l i g (!) anhören…..

    dysharmonisches,nervtötendes gelalle, spiessiger anti-sound……

    kotz…..

    da lob’ ich mir die neue roman flügel, die neue chilis, zola jesus – usw. usf.: alles besser als der neueste rap-schrott……

    • Thomas Vorreyer

      Da müssen wir leider entschieden widersprechen. Rap ist seit jeher ein fester Bestandteil des von Spex thematisierten Musikspektrums. Daran werden wir auch in Zukunft festhalten. Das gehört zur Bandbreite dazu, ebenso wie ein großer Zola-Jesus-Artikel, dem Herzstück unserer kommenden Ausgabe.

  • fleischindosen

    Rap nicht zu mögen ist dein persönliches Geschmacksurteil. Anscheinend hast du dich mit dieser Musik auch nicht beschäftigt, oder versteckst das gut. Ich bin froh, dass Rap Teil des Spektrums der Spex ist. Stephan Szillus schreibt nicht umsonst den ein oder anderen Artikel in der Spex.

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