Palastrevolte im Rap

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   In der Kategorie »Rap« gehört Black Up von SHABAZZ PALACES sicherlich zu den Anwärtern auf das »Album des Jahres«. Während sich der Seattler Rapper Ishmael Butler und Perkussionist Tendai Maraire an ausufernd langen Liednamen erfreuen, etwa A Treatease Dedicated To The Avian Airess From North East Nubis (1000 Questions, 1 Answer), bekommt das Hörerohr von ihnen einen dicht verwobenen, scheinbar reduzierten, in Wahrheit aber meisterlich flamboyant zusammengefügten Hybriden aus Dub, Jazz, IDM und Hip Hop serviert. Flying Lotus und Thundercat lassen grüßen. Und immer weiß Butler um den richtigen Kondensationspunkt.

    Dabei spielt ihm natürlich auch seine Erfahrung als ehemaliges Mitglied von Digable Planets in die Hände. Als Shabazz Palaces verwendet er nun arabische Schrift und orientalische Symbolik auf seinen EPCovern, im eindrucksvollen Straßenszenen-Video zu Bellheaven Meridian von Regisseur Kahlil Joseph (siehe unten) oder auf seiner Webseite. Zeitgleich grassiert noch immer die Islamophobie im US-amerikanischen Mainstream. Nur das Cover von Black Up kommt ohne die feine Provokation aus, dafür ziert das Logo des hiesigen und legendären Labels Sub Pop die Tonträgerrückseite. In Seattle stehen die Zeichen der Zeit also weiterhin eher aufseiten der musikalischen Diversität, erfreulicherweise.

   Morgen, am Freitag, dem 30. September, geben Shabazz Palaces das einzige Deutschlandkonzert ihrer aktuellen Europatour bei der PLAYBerlin Live Session im Festsaal Kreuzberg, Berlin. Wir verlosen noch 1×2 Gästelistenplätze.

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VIDEO: Shabazz Palaces The King's New Clothes Were Made By His Own Hands (Yours Truly Session)

VIDEO: Shabazz Palaces Belhaven Meridian

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SHABAZZ PALACES Live:
30.09.2011 Berlin – Festsaal Kreuzberg

FOTO:
Dave Lichtermann

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