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Daniel Fersch
Sie zünden sich Zigarren mit Geldbündeln an, begrapschen die Dienstmädchen und benutzen ihre Golfschläger öfter zum Prügeln als zum Putten: Im neuen Musikvideo zum Song Money And Run von UNKLE feat. Nick Cave zeigt Regisseur Tom Haines, wie er sich die spätrömische Dekadenz der britischen Oberschicht im Zeitalter nach der Bankenkrise vorstellt.
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Daniel Fersch
Seit einigen Jahren hat sich Mike Paradinas, der Betreiber des britischen Plattenlabels Planet Mu, immer wieder als Archivar und Ethnograf regionaler elektronischer Musikstile hervorgetan. Nun hat er sich eine neue Mission auf die Fahne geschrieben und versucht mit dem Album Kentje'sz Beatsz des 18-jährigen Produzenten Anti-G die niederländische Untergrundszene BUBBLING der Obskurität zu entreissen.
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Nadin Wildt
Jake Gyllenhall verlässt im zweiten Kinofilm des Bowie-Sohns Duncan Jones die Zeit- und Raumstrukturen, um einem Terroristen das Handwerk zu legen. Fesselnder als die rätselhaften Prämissen dieser kriminalistischen Wissenschaftsfiktion ist dabei das charismatische Spiel der drei Hauptfiguren. Zum Kinostart am 2. Juni verlosen wir vier Gewinnpakete mit Freikarten, SOURCE CODE Projektionsuhren und Kopfhörern.
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Daniel Fersch
GIL SCOTT-HERONs Name wird in erster Linie immer mit The Revolution Will Not Be Televised verbunden bleiben. Das Stück, das der Autor, Jazz-Musiker und Spoken-Word-Poet 1970 für sein erstes Album Small Talk at 125th and Lenox aufnahm, machte ihn zu einer Ikone der amerikanischen Gegenkultur und der Bürgerrechtsbewegung. Scott-Heron ist am Freitag im Alter von 62 Jahren in New York gestorben.
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Ulrich Gutmair
Schon wenn MARY OCHER die Straße entlang geht, flippen die Leute aus. Wegen ihrer silbernen Strumpfhosen, wegen ihrer überdimensionierten Brille. Am meisten wohl aber wegen des blauen Lippenstifts. Die Hysterie nimmt Mary Ocher gelassen hin. Sie kennt es nicht anders. Sie ist bekennende Exzentrikerin.
Erschienen in SPEX #332 05/06 2011 | 27.05.2011 18:30
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Daniel Fersch
Die Anfangsbuchstaben der fünf gemeinsamen Alben von Carsten Nicolai (alias Alva Noto) und Ryuichi Sakamoto - vrioon, insen, revep, utp_ und summvs - ergeben aneinandergereiht das Wort Virus. Die Art, mit der sich das jüngste Werk summvs sich beim Hören langsam ins Bewusstsein schleicht und anschließend festsetzt, hat tatsächlich viralen Charakter. Bei ihrer aktuellen Tour setzten die beiden Schwergewichte der elektronischen Musik das neue Album als entschleunigtes Spektakel für (fast) alle Sinne um.
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Detlef Diederichsen
Was für eine gute Story! Mit einer schönen Headline: Eine der besten Jazzplatten des Jahrtausends kommt aus dem oberbayerischen Weilheim. Dort ist mit den Jahren etwas herangewachsen, was mit Postrock nun gar nichts mehr zu tun hat. Wagten sich bisher Postrocker, egal ob aus Bayern oder Illinois, zu weit aus der Indie-Kuschelecke, wollten mal wirkliche E-Musik oder »echten« Jazz machen, musste man meistens leider schnell eine gewisse Überforderung feststellen. Demgegenüber ist La Place Demon – in übereuphorischem Genre-Sprech ausgedrückt – serious und deep.
Erschienen in SPEX #332 05/06 2011 | 25.05.2011 16:00
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Daniel Fersch
Die Zahl der Mitglieder der isländischen Electropop-Gruppe FM BELFAST ist fließend, bei manchen Auftritten sollen schon bis zu vierzig Musiker und Performer auf der Bühne gesichtet worden sein. Auf ihrem zweiten Album Don't Want To Sleep machen FM Belfast genauso bunte und knallige Musik, wie es ihre Bandfotos versprechen. Am Sonntag ist das Kollektiv in Berlin bei der ersten Ausgabe der Reihe Heineken Green Sphere zu erleben. Eintrittskarten dafür gibt es auf der Webseite des Sponsors zu gewinnen.
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Daniel Fersch
Sie tragen Haartollen, Schulterpolster und geblümte Kleider, aber bei der Erwähnung des Wortes Rockabilly reagieren KITTY, DAISY & LEWIS Durham allergisch: Das Geschwister-Trio aus London hat sich die Fünfziger Jahre zum ästhetischen Vorbild genommen, jedoch mit der festen Absicht, sich nicht in eine bestimmte Szene-Schublade stecken zu lassen. Ihr neues Album, von dem die Plattenfirma Sunday Best fünf Stücke als Vorhör-Stream ins Netz gestellt hat, präsentiert die Band am Donnerstag im Lido in Berlin.
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Daniel Fersch
Gibt es wirklich keine PROTESTSONGS mehr? Das war die Frage, die wir im Schwerpunktteil der aktuellen Spex-Ausgabe stellten. Wir wollten es genauer wissen, und riefen zusammen mit ByteFM zur Suche nach neuen Stücken auf, die auf die politischen, sozialen oder kriegerischen Konflikte der vergangenen Monate Bezug nehmen. Das Feedback übertraf alle Erwartungen: Mehr als 120 Einreichungen erreichten uns und machten es der Redaktion und der Jury schwer, sich auf eine engere Auswahl zu einigen.
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Daniel Fersch
Wie eine Mischung aus Grace Jones und einer Nyabinghi-Göttin wirkt BARBARA PANTHER auf der Bühne und in ihren Musikvideos: Ihr Stil ist androgyn, futuristisch und mystisch zugleich. Das von Matthew Herbert koproduzierte Debüt von Barbara Panther ist seit dem 19. Mai erhältlich, die Plattenfirma City Slang hat das gesamte Album als Stream zum Vorhören zur Verfügung gestellt.
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Daniel Fersch
An Bob Dylan, Willie Nelson und Neil Young habe Matthew Houk, der Gründer und Bandleader von PHOSPHORESCENT, seine Intuition geschult, schreibt unser Autor Michael Lutz in seiner Tourankündigung in Spex #332. Der Country-Legende Nelson hat Houk vor zwei Jahren mit To Willie gar ein ganzes Album mit Coverversionen gewidmet. Kommende Woche sind Phosphorescent in sechsköpfiger Besetzung in Deutschland unterwegs. Als Einstimmung haben wir zwei Stücke vom jüngsten Album der Band, Here's To Taking It Easy, als MP3-Download.