Text:
Daniel Fersch
Nach Jahren des Niedergangs feierte die Kunstform des MUSIKVIDEOS in den vergangenen Monaten eine kleine Renaissance. Die Musik-Konzerne investieren wieder in aufwändige Produktionen, nachdem das Genre zuvor durch günstige HD-Kameras und die Online-Video-Plattformen einen Paradigmenwechsel hin zum zum Do-It-Yourself-Medium erfahren hatte. Beim wichtigsten Festival in Deutschland, dem Musikvideo-Wettbewerb der Kurzfilmtage Oberhausen, spielt diese Entwicklung aber offenbar keine Rolle.
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Holger Klein
Gabor Schablitzki, der Mann, der sich den knuffigen Künstlernamen Robag Wruhme gegeben hat, ist zurück – und das in der Form seines Lebens. Mit seinem alten Kumpel Sören Bodner bildete der DJ und Produzent aus dem thüringischen Jena das DJ- und Produzententeam Wighnomy Brothers. In der großen Zeit von Minimal waren die beiden ganz obenauf – und das, obwohl sie mit Minimal eigentlich nur am Rande zu tun hatten.
Erschienen in SPEX #332 05/06 2011 | 29.04.2011 15:30
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Daniel Fersch
Bevor am 06. Mai das Album Oh, dieser Sound! erscheint, auf dem sich Egotronic, Das Bierbeben, Fettes Brot, Die Sterne, Jasmin Wagner und andere an SUPERPUNK-Songs versuchen, beweist die Band selbst, dass sie noch lange nicht ins Wachsfiguren-Kabinett gehört - und covert fleißig zurück. Auf einer Vinyl-Single interpretieren sie Komm wieder von Andreas Dorau und Judith, mach deinen Abschluss von Bernd Begemanns erster Band Die Antwort neu. Und weil Superpunk wissen, dass die Plattenabspielgeräte in den Wohnzimmern immer seltener werden, verschenken sie Judith zudem als MP3-Download.
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Daniel Fersch
Der Hype ist gewaltig, das einzige Deutschland-Konzert seit Wochen ausverkauft: TYLER, THE CREATOR, ein 19-jähriger Rapper aus Los Angeles und sein anarchisches Kollektiv Odd Future Wolf Gang Kill Them All (kurz: OFWGKTA oder einfach Odd Future) werden als die aufregendste Rap-Ware seit dem Wu-Tang Clan gehandelt. Auch Spex-Autor Stephan Szillus stimmt in den Chor der Begeisterten ein und nennt Odd Future in der aktuellen Ausgabe »nicht nur die jüngste Hoffnung auf die Rettung des Hiphop, sondern auch das spannendste subkulturelle Mosaik der Jetztzeit.«
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Daniel Fersch
Die Punk-Ikone POLY STYRENE ist gestern im Alter von 53 Jahren an den Folgen einer Brustkrebserkrankung gestorben. Styrene, die mit bürgerlichem Namen Marianne Joan Elliott-Said hieß, wurde in den Siebziger Jahren als Sängerin und Songschreiberin der Band X-Ray Spex bekannt. Erst vor neun Tagen war ihr zweites Soloalbum Generation Indigo erschienen.
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Sebastian Hammelehle
Wahrscheinlich kommt Katsuhiko Maeda jeden Abend zu seiner Frau und den Kindern nach Hause, die glauben, er arbeite bei einer Bank:»Schatz, wie war dein Tag?« »Danke, gut. Und deiner?« In Wahrheit aber hat ihn im Buro seit Jahren keiner mehr gesehen. Maedas Projekt World’s End Girlfriend wirkt wie der Inbegriff des heimlich gepflegten Irrsinns.
Erschienen in SPEX #332 05/06 2011 | 26.04.2011 14:30
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Daniel Fersch
Früher einmal hieß es: »Bella gerant alii, tu felix Austria nube! (Kriege führen mögen andere, du glückliches Österreich heirate!)« Gemeint war die geschickte Heiratspolitik des Herrscherhauses Habsburg, die das Land wiederholt vor blutigen Territorialkonflikten und Erbschaftskriegen bewahrte. Heute gibt es andere Gründe, um auf die Alpenrepublik neidisch zu sein.
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Daniel Fersch
Pünktlich zum Osterfest präsentiert sich der Spex-Kanal auf tape.tv generalüberholt und in neuem Glanz. Wir haben die Datenbank unseres Kooperations-Partners durchforstet und das Programm des Spex TV-Kanals neu ausgestattet - mit den spannendsten, schönsten und ungewöhnlichsten Musikvideos der vergangenen Wochen.
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Lutz Happel
Haight-Ashbury avancierte vor über einem halben Jahrhundert zu einem Hauptquartier der amerikanischen Gegenkultur. Zwar ist der Stadtteil inzwischen eine Touristenattraktion für Batikschlaghosen-Fans, und der Begriff des Hipsters wird längst nicht mehr mit Jack Kerouac, sondern mit sehr engen Röhrenjeans assoziiert. Dennoch ist San Francisco immer noch ein guter Ort für musikalische Bewusstseinserweiterung – meint Ripley Johnson, die rauschbärtige Hälfte von MOON DUO.
Text:
Daniel Fersch
Im März berichteten wir über die verschobene Veröffentlichung des dritten Albums von JOHN MAUS, nun scheint der 27. Juni als Erscheinungstermin von We Must Become the Pitiless Censors of Ourselves festzustehen. Dass die Platte des bekennenden Star-Trek-Fans Maus tatsächlich nicht in einem Wurmloch des Raum-Zeit-Kontinuums verschwunden ist, manifestiert sich durch das brandneue Video zum Album-Titel Believer, den die Plattenfirma Upset The Rhythm zudem als Download zur Verfügung stellt.
Text:
Daniel Fersch
Gerard Smith, der Bassist von TV On The Radio ist gestern in New York an Lungenkrebs gestorben. Erst vor knapp einem Monat war bekannt geworden, dass Smith gegen die Krankheit kämpfte.
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Klaus Walter
DMD KIU LIDT wirft Fragen auf: 1.) Warum ist es nicht das Normalste der Welt, wenn eine Band, die aus dem Burgenland über Wien nach Berlin zieht, dort in einer WG lebt und deren Anglophilie ihrer Liebe zu Pop entstammt, sich in englischer und deutscher Sprache – in Germanaustriaenglish – artikuliert? 2.) Was ist eigentlich das Gegenteil von Einflussangst? Und 3.) Was ist überhaupt DMD KIU LIDT?
Erschienen in SPEX #332 05/06 2011 | 21.04.2011 10:30