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Walter W. Wacht

Schon seit langer Zeit erfreut sich der kreative Austausch zwischen europäischen und afrikanischen Musikern wieder höchster Beliebtheit. BLNRB, das vom Goethe Institut Kenia initiierte Projekt zwischen den Berliner Acts Jahcoozi, Modeselektor und Gebrüder Teichmann mit den aus Nairobi stammenden Club-Musikern Just A Band, Abbas Kubaff, Nazizi und vielen anderen, wird mit Konzerten in Berlin und KKöln vorgestellt, dazu erscheinen eine gemeinsame EP und ein für 2011 geplantes Album. Parallel dazu ringt das Berliner Haus der Kulturen der Welt mit akuten Sparmaßnahmen, die auch das »Worldtronics Festival« treffen könnten.
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Walter W. Wacht
David Lynch macht nun auch Electro-Pop. In bester Tradition Carl Sagans und Stephen Hawkings singt sich der Regisseur, Künstler und Fachmann für spirituelle Lebensaspekte mittels Vocoder seine Müdigkeit von Feuer und Rauch von der Seele, bittet um Entsendung von rettenden Engeln und beschwört den heutigen schönen Tag. Wir wüssten jedenfalls ganz gerne, von welchem Planeten dieser Song eigentlich stammt.
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Walter W. Wacht

Es war ein einerseits ungewohntes, gleichzeitig recht passendes Setting, das man im Rahmen der »Kompaktoramabar« zu Gesicht bekam: Jatoma, das neueste Signing der Kölner Tanzmusikinstitution Kompakt, gab im September sein Hauptstadt-Debüt, ihr erstes Album ist soeben erschienen. Dazu gibt es nun ein neues Musikvideo sowie einen kostenlosen Kenton-Slash-Demon-Remix.
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Walter W. Wacht
Schon vor geraumer Zeit stand die Meldung im Raum, dass Jamie Smith, Produzent von The xx, das Comeback-Album »I’m New Here« von Gil Scott-Heron komplett ›remixxen‹ solle. Gut ein Jahr nach der Veröffentlichung von »I’m New Here« wird nun das gemeinsame Remix-Album von Scott-Heron und Jamie xx erscheinen.
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Tim Caspar Boehme
Mit Tokio hat ihr Künstlername Tokimonsta nichts zu tun. Zwar wird Jennifer Lee oft für eine Japanerin gehalten, doch für die erste Hälfte ihres Pseudonyms wählte die im kalifornischen Torrance im Bezirk Los Angeles geborene Korea-Amerikanerin einfach das koreanische Wort für Kaninchen – ›toki‹. Man muss deshalb auf ihrem Debütalbum »Midnight Menu« aber nicht gleich mit Niedlichkeitsterror rechnen.
Erschienen in SPEX #329 11-12.2010 | 25.11.2010 14:01
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Walter W. Wacht

Vor ziemlich genau einem Jahr wurde an dieser Stelle zuletzt über Hercules And Love Affair berichtet, das zweite Album des New Yorker Disco-House-Projekts Hercules And Love Affair in Aussicht gestellt. Nach einigen Konzerten und Festivals im deutschsprachigen Raum, diversen DJ-Terminen Andrew Butlers, dem Solo-Projekt Jessica 6 der früheren Sängerin Nomi Ruiz und einer Mix-Compilation ist nun auch endlich das zweite Hercules-Album fertig. »Blue Songs« wird Ende Januar nächsten Jahres erscheinen, zuvor sind Hercules And Love Affair im Vorprogramm der Gossip-Europatournee Live zu sehen. H&LA-Sängerin Kim Ann Foxman veröffentlicht derweil ihre neue Solo-EP samt Musikvideo.
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Daniel Fersch
Es war in den vergangenen Monaten etwas stiller geworden um Joy Orbison, den Londoner Produzenten, auf dessen Track »Hyph Mngo« sich im vergangenen Jahr wirklich alle DJs quer durch die elektronischen Tanzmusikrichtungen einigen konnten. Doch jetzt meldet sich der 23-Jährige, dessen bürgerlicher Namen Peter O’Grady lautet, mit einer Maxi-Single auf seinem eigenen Label Doldrums eindrucksvoll zurück. Gleichzeitig erscheint dort die erste Platte von Steve Braiden, einem weiteren vielversprechenden Produzenten der Post-Dubstep-Generation, dessen Track »The Alps« mit etwas Glück für genauso viel Wirbel sorgen könnte wie »Hyph Mngo«.
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Daniel Fersch

Im Windschatten von Sun Ras afrofuturistischer Jazz-Revolution der frühen Siebziger Jahre waren The Pyramids das wohl mysteriöseste unter den Kollektiven, die neben den Grenzen der musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten auch neue Formen des Zusammenlebens ausloteten. Die Gruppe um den ruhelosen Saxophonisten Idris Ackamoor schuf zwischen 1971 und 1977 mit ihrer Mischung aus hymnischen Saxophonimprovisationen und ungezügelten Trommel-Freakouts eine psychedelische Musik, die gleichzeitig nach Amerika, Europa und Afrika klang. Drei Jahre nach seiner Wiedervereinigung macht das Kollektiv nun im Rahmen seiner Europa-Tour auch für Konzerte in Frankfurt, Berlin, München und Hamburg Station.
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Daniel Fersch

In dem rasant geschnittenen, einstündigen Dokumentarfilm »Bassweight« erzählt der britische Regisseur Suridh Hassan die Geschichte des Aufstiegs von Dubstep nach. Der als Roadmovie inszenierte Film beginnt mit einem Rundgang durch den Londoner Vorort Croydon – in dem die Szene rund um den Plattenladen »Big Apple« ihren Anfang nahm – und endet bei einem Auftritt von Londoner Dubstep-DJs in Tokio.
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Daniel Fersch

Mit seinem aktuellen Album »Mixed Race« - dem offiziell neunten - schlägt Tricky nach diversen Versuchen, das Klischee des paranoiden Triphop-Neurotikers abzustreifen, wieder einen Bogen zu seinem ersten, bahnbrechenden Album »Maxinquaye«. Die Parallelen liegen dabei weniger bei der Musik, die von langsamen, vom Blues infizierten Nummern bis hin zu digitalem Dancehall-Reggae variiert, als vielmehr in der inhaltliche Kohärenz der Songs, die eine zusammenhängende Erzählung bilden. Seine neuen Stücke - und sicher auch einige Klassiker - präsentiert Tricky in den kommenden Tagen bei Konzerten in Karlsruhe, Köln, Hamburg und München.
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Daniel Fersch

»Black Hole« heißt eine gerade erschienene Compilation, die Songs aus ersten kalifornischen Punkwelle der Jahre 1977 bis 1980 versammelt. Zusammengestellt von dem Musikjournalisten und Kulturhistoriker Jon Savage bietet sie erstmals einen umfassenden Überblick über die Bands einer zur Unrecht vernachlässigten Phase der Punkgeschichte. Wir haben drei Stücke des Samplers zum Vorhören im Stream.
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Michael Lutz

Unterkühlte Synthiesounds und eine Stimme mit Betörungspotenzial: Das Bostoner Duo The Hundred In The Hands, ein vielversprechender neuer Act von Warp Records, verschneidet Minimal Wave, plastische Electronica und schräge Gitarren zu einem funkelnden Pop-Panorama. Von 17. bis 22.11. sind Eleanore Everdell und Jason Friedman in Deutschland und der Schweiz auf Tour unterwegs.